Dienstag, April 08, 2008

Ein Resümee
Wegen meiner seit Jahren dauernden Totalüberwachung hatte ich vor einiger Zeit bei der örtlichen Polizeiführung mich beschwert und um Auskünfte gebeten. Von dort kam neben falschen Angaben zu meinem Daten-Dossier jedoch ein Dementi, dass man als Bestätigung ansehen kann. Aber eben kein offenes Bekenntnis zu den eigenen Praktiken. Daraufhin hatte ich mich beim hiesigen Justiz- resp. Innenministerium beschwert. Auch von dort Verleugnung und Dementi. Zuletzt hatte ich dann vor einem Jahr jeweils eine Petition an den zuständigen Ausschuss des Land- und des Bundestags gerichtet. Nach einem halben Jahr kamen fast zeitgleich und mit fast identischem Inhalt - also wie eine Absprache - die Antworten. Ohne jede Begründung und ohne irgendwelche Hinweise, wurde mir nur mitgeteilt, dass man sich meines Problems nicht annehmen werde. Als ich nachfragte, ob ich gemäss dem demokratischen Transparenzgebot die entprechenden Sitzungsprotokolle einsehen dürfe, um die Entscheidungsfindung der hohen Damen und Herren nachzuvollziehen, wurde mir das verweigert.

Weil das nicht die Art und Weise ist, von der ich denke, dass sie das Grundgesetz als Petitionsrecht gemeint hat, legte ich letzten Dezember beim Bundesverfassungsgericht Beschwerde ein. Von dort wurde mir mitgeteilt, das sei eine Sache für die Verwaltungsgerichte. Dieser Tage (den Text habe ich irgendwann im Februar oder März geschrieben) war ich beim Anwalt für Verwaltungsrecht, der mir derart demotivierend begegnete, dass ich ihn irgendwann fragte, ob er zuvor Besuch von meinen Beschattern bekommen und entsprechend gebrieft worden sei. Wie ertappt grinste er und sagte er sei ein freier Anwalt.
Jedoch dürften grade solche Berufe, die sich einerseits auf dem freien Markt gegen Konkurrenz behaupten müssen, aber anderseits auch vom staatlichen Justizapparat abhängig sind, ganz besonders anfällig für Zuckerbrot und Peitsche der Geheimdienste sein. Auch war er nicht der erste Anwalt bei dem ich merkte, dass er augenscheinlich von der Gegenseite gebrieft worden war. Mindestens drei weitere Anwälte in den Jahren zuvor, sind mit dubiosen Informationen manipuliert worden.
Einzig ein junger Anwalt, der wirklich hilfreich, korrekt und engagiert seinen Job gemacht hatte, dem erging es später gar nicht gut. Als ich ihn Jahre später erneut aufsuchen wollte, war seine Kanzlei geschlossen und der Mann am Rande auch des persönlichen Ruins. Hatten ihn die Geheimdienste fertig gemacht, weil er es gewagt hatte, mit seriöser Arbeit, zusammen mit mir, kriminellen Ärzten die Stirn zu bieten?
Aber zurück zur Überwachung meiner Person. Als ich gestern (wie gesagt, dieser Text ist ein paar Wochen alt) aus einer Telefonzelle heraus telefonierte – weil mein Handy abgehört wird benutze ich es nur für belanglose Gespräche (klar werden auch und grade alle öffentlichen Telefone abgehört. Aber wenn man ortswechselt gibt es vielleicht doch eine gewisse Wahrscheinlichkeit, dass nicht nur das eine oder andere Telefon defekt ist, sondern auch mal das eine oder andere Stimmerkennungs- und Aufzeichnungsgerät) - fuhr ein Bullenwagen auf mich zu, über Radweg und Bürgersteig, so nahe vorbei, als ob der die Zelle rammen wollte.
Ich hatte den o.g. Anwalt schliesslich gefragt, was ich denn letztlich gegen die Überwachung machen könne, wenn die zuständigen Leute leugnen, und selbst der Politik die Sache offenbar zu heiss ist. Gar nichts, meinte der. Damit offenbart sich letztlich ein paramilitärischer Polizeistaat, mit lediglich rechtstaatlicher Fassade.

Wenn ich als Schüler damals die Filme von den Stigmatisierungen, dem Mobbing und den Deportationen der Juden und anderer Minderheiten sah, wunderte ich mich - natürlich aus jener Sicht, die hinterher mehr weiss als vorher - über deren Passivität und Gutgläubigkeit. Ich konnte nicht verstehen, warum die sich willig haben immer mehr entrechten und wie Vieh behandeln lassen, warum sie sich nicht bewaffnet haben, nicht aus den Zügen gesprungen und ihre Bewacher angegriffen haben. Wenn ihr Schicksal ohnehin besiegelt war, warum haben sie nicht wenigstens versucht, so viele Nazis wie möglich zu töten. Jeder Gestapo- und SS-Mann weniger, wäre etwas Gutes gewesen. Zu jedem toten Juden oder sonstigen zu Deportierenden, hätte mindestens ein toter Nazi oder sonstiger Faschist, Gestapo- oder SS-Mann gehört.
Vielleicht hätten auch die Leute von der Weissen Rose besser zu den Waffen gegriffen, also nur zum Schreibstift. Getötet wurden sie so oder so. Genutzt hat ihr Schreiben und ihr pazifistischer Tod weder der damaligen deutschen Bevölkerung noch die heutige kann mit der Weissen Rose mehr anfangen, als romantisch-tragische Spielfilme zu drehen und zu gucken. Vorbild kann die Weisse Rose nur sein wegen ihrer Ethik und Moral, ihrer Eigenständigkeit und ihrer Bemühungen, den Rest der Bevölkerung aufzukären. Kein Vorbild kann ihr Pazifismus sein. Wie ein Heiner Geissler mal sagte, mancher Pazifismus hat Auschwitz erst möglich gemacht.

Montag, April 07, 2008

Genozid
Bislang hatte ich gedacht, die jährlich hunderttausende verletzte und getötete Menschen als Opfer pfuschender oder krimineller Ärzte sind ein Ergebnis von Desinteresse an, oder Unmöglichkeit von staatlicher Kontrolle. Seit ich jedoch um die real existierende totalitäre Überwachung hier zu Lande durch einen sehr starken Staat, weiss, muss ich diese zigtausend unfreiwillige Opfer jedes Jahr, mit anderen Augen sehen: Als staatlich tolerierten Genozid an Patienten.
In den Augen der Ärzteschaft und vieler anderer Funktionsträger im Lande, sind Patienten traditionsgemäss in Deutschland eine eigene Spezies: krank, leistungsschwach, also minderwertig, während Ärzte als strahlender Inbegriff von Vitalität und Leistung gesehen werden.
Die Regierenden dieses Landes, und auch die Restgesellschaft, hatten und haben zu entscheiden, wer im Medizinwesen im Mittelpunkt aller Bemühungen und Investitionen stehen soll: Arzt oder Patient. Gesunder, vitaler Leistungsträger oder kranker, schwacher Hilfebedürftiger. Man hat sich dafür entschieden, dass die Patienten für die Ärzte da sind, nicht die Ärzte für die Patienten. Darum dürfen die Weisskittel im Wesentlichen unbehelligt, jährlich zigtausend Patienten in Not, Tod und Elend therapieren - und der Staat schaut zu oder weg. Es findet also eine systematische Vernichtung jener Menschengruppe statt, die als krank, schwach und in den Augen vieler, insbesondere Ärzten, als minderwertig angesehen werden. Damit sind die Kriterien eines Genozids resp. einer bio- oder soziologischen Säuberung erfüllt.

Dienstag, März 25, 2008

Die Spar-Zitrone ist ausgepresst
, es muss mehr Geld ins System,
meinte grade wieder ein Arzt, diesmal von der sogenannten Freie Ärzteschaft.
Man hat den Eindruck, diese Leute haben immer nur die ca 15% Krankenkassenbeitrag im Tunnelblick, die jeder Lohnempfänger als vermeintlich einzige Gesundheitsleistung von seinem Einkommen in seine Gesundheit investiert. Auch sehen diese Ärzte nur ihre persönlichen Einsparmöglichkeiten. Wenn man jedoch das gesamte Gesundheitssystem in den Blick nimmt, dann können auch gut und gerne etliche Geschäftsmann-Ärzte als überflüssig weggespart werden.

Wir Bürger und Patienten geben für unsere Gesundheit weit mehr aus, als nur den monatlichen Krankenkassenbeitrag, und die Einsparmöglichkeiten auf Seiten der sog. medizinischen Leistungserbringer sind mitnichten ausgeschöpft.

Wer Sport treibt, für seine Gesundheit, tätigt alle damit verbundenen Ausgaben, vom Sportzeug bis zum Fitnesscenter, als Gesundheitsausgaben.
Wer sich ein Fahrrad kauft, um damit statt mit Auto, Bus oder Bahn zur Arbeit zu fahren und seine sonstigen Besorgungen zu machen, hat damit Geld für seine Gesundheit ausgegeben.
Wer in Urlaub fährt, um sich zu erholen, gibt damit Geld für seine Gesundheit aus.
Wer sich gesünder also teurer ernährt, investiert damit Geld in seine Gesundheit.
Wer seine Wohnsituation danach auswählt und finanziert, dass er möglichst gesund wohnt, tätigt damit Gesundheitsinvestitionen.
Wer sein Geld in Apotheken, Reformhäuser und Drogerien trägt, gibt dort Geld für seine Gesundheit aus (auch Geld für Ärzte kann falsch ausgegeben sein).

Letztlich geben Bürger und Patienten vielleicht 70-80% ihrer finanziellen Möglichkeiten für ihre Gesundheit aus. Da gibt es keinen Spielraum für noch mehr Geld für die Ärzte. Ganz im Gegenteil ist die Situation niedergelassener Einzelarztpraxen ein luxuriöser Anachronismus.
Oben genannte Ärzte sprechen bei ihren Praxisniederlassungen gerne von der "freien Wildbahn".
Patienten als Wild, denen mit medizinischen Fallen und Jagdwaffen das Fell über die Ohren gezogen wird, von Ärzten als den letzten Freien (Wilderer?) in unserer ansonsten totalitären Überwachungsgesellschaft.

Den MVZ wird vorgeworfen, sie würden nach Profitinteressen arbeiten. Das ist jedoch die gleiche Motivlage wie in jeder Einzelarztpraxis, nur haben MVZ ein ungleich grösseres Einsparpotential, Stichwort Grossgeräte.
Den MVZ wird vorgeworfen, sie würden die freie Arztwahl aushebeln. Das muss nicht zwingend so sein. Warum sollen in einem MVZ nicht mehrere Ärzte zur Auswahl arbeiten. Als Patient ohnehin und obendrein als Kassenpatient ist die freie Arztwahl schon reduziert durch lange Wartelisten und durch die natürliche Gebundenheit an die nähere Umgebung.
Den MVZ wird vorgeworfen, sie fördern das Aussterben des klassichen Hausarztes, der seine Patienten gut und lange kennt.
Womöglich wird der Aspekt einer festen ärztlichen Bezugsperson für Patienten überbewertet und ihre Nachteile unterbewertet. Als kranker Mensch will man in erster Linie einen fachlich guten, umgänglichen Arzt. Wenn das jedesmal ein anderer ist, aber sichergestellt ist dass jeder von denen ein guter Arzt ist, dann ist der Wechsel wohl kaum ein Problem.
Im Übrigen: Wozu sonst gibt es die unstrittige Pflicht zur medizinisch-sachlichen Dokumentation?! Die tatsächlich immer mehr verkommen ist zu einem unlesbaren Schmierblatt mit persönlichen Anmerkungen!
Ein Arzt-Patient-Abonnement hat ja durchaus auch seine Negativseiten. Der Patient wird zur sicheren Bank für den Arzt, egal ob der Patient das gesundheitlich wirklich braucht oder eher nicht. Alte Menschen haben in ihrem langen Leben so viele menschliche Kontakte kommen und gehen sehen, dass es für sie wohl kaum ein Problem ist, immer mal wieder eine andere Ärztin oder einen anderen Arzt zu haben, solange sie sicher sein können, dass diese Ärzte seriös, fachlich gut und engagiert und umgänglich sind, weil sie von "ihrem" seriösen, staatlich gut kontrollierten Gesundheitszentrum entsandt werden.

MVZ dürfen aber keine zentralen Datensammelstellen sein, in denen Patienten komplett duchgecheckt und alle ihre Daten erfasst werden. Darum darf keinesfalls die Gesundheits-E-Card kommen, mit ihrer Speicherung aller Patientendaten auf zentralen Servern! Es muss dezentralen Speichermöglichkeiten der Vorzug gegeben werden, beispielsweise auf USB-Sticks, die jeder Patient bequem bei sich tragen kann.

Montag, März 24, 2008

Verantwortung
Gegen den bayerischen Datenschutzbeauftragten wird wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung ermittelt (Liechtenstein-Affäre). Im Prinzip könnte das auch ein Versuch seiner Gegener sein, ihn zu diskreditieren. Dennoch hat er sein Amt ruhen lassen oder ganz aufgegeben. Vielleicht ist er wirklich korrupt. Seine Frau jedenfalls ist laut Medienmeldungen eine Agentin des Geheimdienstes BND.

Wer wird die Server administrieren, auf denen sämtliche Medizin-Daten aller Patienten in Deutschland konzentriert gesammelt und bundesweit abrufbar sein sollen? Korrupte Datenschützer oder Informatiker und Techniker, Geheimdienstleute, ideologische oder politische oder religiöse Fanatiker? Wer sucht sie aus, stellt sie ein und bezahlt sie? Und wer kontrolliert sie?

Samstag, März 08, 2008

Kleine Fehler zugeben, um grosse zu verbergen
Eine Bekenntniswelle, ähnlich wie vor einigen Monaten weinende, dopende Radrennfahrer, schwappt nun von Ärzteseite durch die Medien. Man gibt verjährte echte oder Beinahe-Fehler zu. Für mehr Patientensicherheit.

Bisher wurde von Ärzten immer behauptet, sie würden Fehler durchaus eingestehen wollen, das werde ihnen aber von den Versicherungen verwehrt. Nun heisst es plötzlich, es gebe eine Halbgott-Kultur im Krankenhaus, die eigenen Fehler selbst Kollegen gegenüber zu verschweigen, also der Arzt-Stolz lässt es nicht zu, dass Fehler in der Schuld des Arztes liegen.

Unnötige also überflüssige Operationen sollen mit der Initiative Patientensicherheit nicht verhindert werden, Patienten sollen nur nicht an einer unnötigen Operation in der Klinik sterben. Verbessern will man also eigentlich eine Selbstverständlichkeit, nämlich den sicheren Klinikaufenthalt. Andernfalls könnte rauskommen, dass Operationen medizinisch unnötig waren.
Denn was nützt die handwerklich gut gemachte Amputation der weiblichen Brust oder eines anderen Körperteils, mit freundlichem Personal und gutem Klinikessen, wenn die Operation medizinisch unnötig war. Und was ist eine gute Dialyse oder eine gut gemachte Nierentransplantation noch Wert, wenn die gleichen Patienten bei besser qualifizierten und weniger geldfixierten niedergelassenen Ärzten weiterhin ihr eigenes (wieder halbwegs) gesundes Organ behalten könnten.

Auch soll mit der Aktion nicht erreicht werden, dass fachlich oder charakterlich ungeeignete Ärzte den Beruf verlassen. Als eine Patientenvertreterin neulich in einer NDR-TV-Sendung wagte darauf hinzuweisen, dass nicht jeder Arzt auch ein guter Arzt ist, nur weil er relativ offen mit selbsterkannten Fehlern umgeht, wurde sie von der Moderatorin gestoppt, man wolle ja nun nicht wieder Ärzteschelte betreiben. Es werden darum handwerklich, medizinisch schlecht angelegte Operationen nicht verhindert, solange Patienten das nicht bemerken und nachweisen können. Denn wer kritisiert einen schlechten Arzt, der zu keiner Selbstkritik fähig ist, wenn nicht Patienten oder bessere Kollegen?

Manche Ärzte scheinen auch zu glauben, ein Bekenntnis samt Entschuldigung inklusive Blumenstrauss und Rückzahlung des Krankenhaustagegeldes reiche aus und mache die Zahlung von Schmerzensgeld und Schadensersatz überflüssig.

Was für die ganze Aktion gilt, nämlich die kleinen, relativ leicht abstellbaren Fehler öffentlich machen, um die grossen Fehler des Systems nicht antasten zu müssen, könnte auch für manche Geständnisse zutreffen: Man gibt kleine Fehler zu, um grosse Fehler zu verbergen.

Es heisst nun gerne: "Ärzte sind auch nur Menschen." Wer hätte das gedacht.
Innerhalb von Kliniken herrschen also genauso menschliche Verhältnisse wie ausserhalb. Ausserhalb von Kliniken gibt es aber nicht nur Unfälle, sondern es werden Menschen auch im Affekt und sogar durch Vorsatz schwer verletzt oder gar umgebracht.
Womöglich haben wir in Deutschland eine so niedrige statistische Mordrate, weil vielleicht die meisten Morde in der fast rechtfreien Parallelgesellschaft Krankenhaus mit seinen Tabu-Schutzzonen hinter Mauern begangen werden und darum unentdeckt bleiben? Bekanntlich galt die Zeit des Dritten Reichs als eine extrem sichere Zeit. Innerhalb von Kliniken, Anstalten und Lagern herrschte das Gegenteil.

Wo bleibt die öffentliche Auseinandersetzung, dass Ärzte im Dunkel des grossen Schweigetabus über Fehler in der Medizin nicht nur versehentlich Patienten schaden, sondern dass Patienten auch vorsätzlich geschädigt oder umgebracht werden - im Krankenhaus. Wenn es als Tabu gilt, dass Ärzte überhaupt Fehler machen, was ist dann der Gedanke, dass Schädigungen mit Absicht begangen werden? Schliesslich sind Ärzte auch nur Menschen.

Sonntag, März 02, 2008

Was haben seriöse medizinische Gutachter und illegale Drogen gemeinsam?
Beide sind vom deutschen Staat unerwünscht und darum auf dem freien Markt nicht verfügbar.

Freitag, Februar 29, 2008

Hey, Bundesinnenminister
Wenn Sie glaubhaft Kriminalität und Terror bekämpfen wollen, sollten Sie sich bei Ihrer Justizministerin für die Befreiung der Staatsanwälte, von der Leine der Politik, verwenden, also deren gesetzliche Gebundenheit an heimliche Weisungen von der Politik beenden. Ein Staatsanwalt:

"Wie unabhängig sind Staatsanwälte in Deutschland. Die Antwort ist einfach und klar: Überhaupt nicht, Staatsanwälte sind abhängig. Nach § 146 GVG haben Staatsanwälte den dienstlichen Anweisungen ihrer Vorgesetzten nachzukommen.
Es wird allseits betont, dass auf staatsanwaltschaftliche Ermittlungen kein Einfluss genommen wird. Anderseits versteht man den Pressewirbel um mögliche Einflussnahmen nicht, wenn die Einflussnahme doch gerade dem Gesetz entspricht. Spielen wir verkehrte Welt? Was ist der Grund, dass ein Justizminister zwar rechtlich auf einem Weisungsrecht besteht, tatsächlich aber so tut, als gäbe es dieses Recht nicht. Ist es Scheinheiligkeit? Oder die fehlende Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen? Wenn es zutrifft, dass auf Staatsanwälte kein Einfluss genommen wird, weshalb leisten wir uns dann eine kostenträchtige Behörde wie die Generalstaatsanwaltschaft, warum bleibt bei allem bezeugten Sparwillen diese Behörde bestehen, vielleicht deshalb, weil sich die Exekutive, also letztlich die Regierung, die Möglichkeit der Einflussnahme auf Ermittlungsverfahren erhalten will.

Staatsanwälte müssen wegen interner Berichtspflichten an vorgesetzte Behörde und bei Ermittlungen gegen „Persönlichkeiten“ auch an das Ministerium berichten, nämlich über den Inhalt des Verdachts und die geplanten Ermittlungsmaßnahmen bzw. Ermittlungsergebnisse. Dadurch werden Einflussnahmen sowohl bei Ermittlungen gegen „eigene“ Leute als insbes. auch bei Ermittlungen gegen Angehörige von Oppositionsgruppen ermöglicht.

Vorgesetzte haben dadurch beispielsweise die Möglichkeit
- im Vorfeld aufgrund von sog. „Bitten“, einen inhaltlich erwünschten Bericht zu fertigen oder
- als Reaktion, bestimmte Ermittlungen zu tätigen oder zu unterlassen (z.B. „Anregung“ kein Ermittlungsverfahren einzuleiten).

Sie werden sicher fragen, gibt es Einflussnahmen tatsächlich. Jedenfalls liest man nichts darüber. Ich beantworte Ihnen diese Frage gerne. Sie lesen nichts von Einflussnahmen, weil es sich dabei um ein gesetzlich angeordnetes verschwiegenes Thema handelt. Ich wies bereits darauf hin, dass Weisungen bestenfalls in Dritten nicht zugänglichen Handakten als sog. Dienstinternum dokumentiert werden.
Dieses Dienstinternum ist als Dienstgeheimnis strafrechtlich geschützt (§ 353 b StGB). Wenn ein Staatsanwalt insoweit plaudert, macht er sich strafbar.
" Quelle: Link

Freitag, Februar 22, 2008

Klasse! Wurde aber auch Zeit

Donnerstag, Januar 31, 2008

Freud'scher Versprecher: Hass IV
"Hass V" kommt jetzt demnächst als weitere Einschränkung der finanziellen Unterstützung für Geringeinkommer, bei Problemen die juristischen Beistand erfordern. Wer als Geringeinkommer sich in einer Strafsache verteiden muss, dem wird schon jetzt keinerlei rechtsanwaltlicher Beistand finanziell ermöglicht, ausser einer einmaligen, rein mündlichen Kurzberatung in der Anwaltskanzlei. Keine Schreiben des Anwaltes, keine Akteneinsicht, kein Rechtsanwalt im Prozess.
Jeder Ratsuchende zahlt an den Rechtsanwalt einen Eigenanteil von 10 Euro. Bei einem Hass IV Empfänger, mit dem üblichen Regelsatz von 345 Euro/Monat, entspricht dieser Betrag immerhin etwa einem kompletten Tagessatz. Aus Jux und Dollerei geht demnach sicher niemand auf Staatskosten zum Rechtsanwalt. Zumal der ganze Aufwand für den Rasuchenden rausgeschmissene Zeit und ebensolches Geld sein kann, weil Hass IV Empfänger (auch und grade) bei Rechtsanwälten, Richtern und Staatsanwälten auf den üblichen Dünkel aus Abneigung und Vorurteilen gegen Sozialgeldbezieher treffen, was bedeutet, dass Rechtsanwälte das Geld vom Staat und vom erwerbslosen Ratsuchenden gerne nehmen, aber ihn falsch, schlecht oder in der Sache gar nicht beraten. Also was nützt der finanzielle staatliche Beistand, wenn der Hilfebedürftige bei korrupten Staatsanwälten, Richtern und Rechtsanwälten landet, die sich inbesondere im Umgang mit dem Prekariat einen Scheissdreck um ihre beruflichen Pflichten scheren. Last but not least landet die finanzielle Unterstützung in Rechtsfragen für Geringeinkommer nicht beim Prekariat in der Tasche, sondern immer bei den Rechtsanwälten.

Dienstag, November 20, 2007

Der Staat hat mir den Krieg erklärt
Der Staat hat mir seit Jahren den Krieg erklärt. Jetzt hab ich es verstanden.
Es gibt ja nicht nur entweder Krieg oder Frieden, man muss unterscheiden. Es gibt sogenannte totale Kriege, und es gibt jene, bei denen eine oder beide Parteien sich mehr oder weniger an das Völkerrecht halten.
Offenbar unterstehe ich nicht mehr einer zivilen Gesetzgebung, sondern dem Kriegsrecht. Denn einige meiner Grundrechte wurden ausser Kraft gesetzt.

Wegen der wahrnehmbaren totalen Überwachung und Bespitzelung meiner Person, vollständig oder nur u.a. durch Polizei, hatte ich vor einigen Monaten das hiesige Innenministerium angeschrieben. Antwort bekam ich jedoch aus dem Polizeiapparat, der meine Vorwürfe verneinte, also selbstgeschaffene Fakten verleugnete.

Weil der paramiliärische Komplex (Polizei und Geheimdienste) also seine eigenen Aktionen verleugnet, und wegen einiger anderer damit zusammenhängender Aspekte reichte ich vor etwa einem halben Jahr eine Petition beim Landtag und beim Petitonsausschuss des Bundestages ein.
Kürzlich bekam ich fast gleichzeitig von allen Adressaten den Beschluss mitgeteilt, dass meine Petition abgeschlossen wurde (also folgenlos beendet). Ohne Angabe von Gründen!
Weil ich die Entscheidungen natürlich nachvollziehen wollte, schrieb ich an den Petitionsausschuss, ich würde Transparenz vermissen und hätte darum gerne Einblick in die Sitzungsprotokolle des Ausschusses und des zuständigen Plenums des Bundestages genommen, um die Entscheidungsprozesse nachvollziehen zu können. Darauf teilte man mir mit, die Sitzungen seien nicht öffentlich (also quasi geheim). Angucken darf man sich im Internet, wie abgestimmt/entschieden wurde. Die Entscheidungsprozesse davor und dahinter, hält man verborgen. Ich hatte also Bittschriften an die oberen zivilen Stellen gerichtet, weil ich gegen die langjährigen, willkürlichen Eingriffe des paramiliärischen Apparates in meine Grundrechte keine andere Abwehr mehr sehe – und bekomme nach einem halben Jahr die lapidare Mitteilung, man werde meinem Anliegen nicht entsprechen. Warum, wieso, weshalb will man mir nicht sagen.
Auf der Internet-Präsenz des Deutschen Bundestages ist ein Abriss der Geschichte des Petitionsrechts veröffentlicht. Hier ein Auszug:

Während der nationalsozialistischen Diktatur (1933 bis 1945) wurde das Petitionsrecht seiner kritisch oppositionellen Potenz beraubt; demokratisch legitimierte, durchsichtige Prüfverfahren waren außer Kraft gesetzt. Das Petitionsrecht verlor für das Individuum seine schützende Funktion gegenüber staatlicher Willkür. Schlimmer noch: „Hartnäckigen Quenglern“ drohte „Schutzhaft“.

Diese „Schutzhaft“ wird heute so ausgeübt, dass man „harnäckige Quengler“ mit einem Betreuungsverfahren überzieht, also betreibt, sie zu entmündigen; was zunächst die zwangsweise Vorführung zu einer psychiatrischen Zwangsuntersuchung bedeutet.
So wurde innerhalb von acht Jahren die Zahl der Zwangseinweisungen verdreifacht. Link

Donnerstag, Oktober 25, 2007

Ein paar unbequeme Wahrheiten
„Präventivwirkung des Nichtwissens“ meint, dass dann wenn die Bürger tatsächlich alles wüssten, was passiert, ihre Normtreue futsch wäre.

Andererseits sollte es uns alle
(es handelt sich hier um ein Referat auf dem Strafverteidigertag 2001. Anmerkung vom Blogger) als Bestandteil des Systems nachdenklich werden lassen, von welchen Zufällen Entscheidungen abhängen und wie zahnlos letztendlich der Tiger Strafjustiz ist. Um so mehr verwundert die demonstrativ gezeigte Stärke bei bestimmten Straftaten, die benutzt werden, um „ein Signal“ zu setzen. Dabei geht es nicht darum, ob in Deutschland „zu wenig“ bestraft wird, sondern es geht um zu lange Freiheitsstrafen, die auch für die Überlastung der Strafanstalten verantwortlich sind. Das Grundproblem des deutschen Strafjustizsystems liegt nicht darin, dass zu viele Verfahren eingestellt werden, sondern darin, dass man noch immer versucht nach aussen den Eindruck zu erwecken, dass derjenige, der eine Straftat begeht, auch tatsächlich dafür bestraft wird. Nicht nur die Straftäter wissen dabei längst, dass dies nicht der Fall ist (insbesondere Ärzte scheinen sich dieser Tatsache sehr bewusst zu sein und sie skrupellos auszunutzen. Anmerkung vom Blogger) und dass sowohl die Tatsache der Entdeckung, als auch die der Bestrafung von vielen Zufälligkeiten, eigenen Dummheiten und anderen Dingen (wozu manchmal auch die Wahl des richtigen Anwalts gehört) abhängt.
Das sog. Legalitätsprinzip, das es der deutschen Polizei versagt, eine bekannt gewordene Straftat nicht weiter zu verfolgen, gehört ebenfalls zu diesem Etikettenschwindel (denn die Polizei hat längst Strategien entwickelt, dieses Prinzip dort zu umgehen, wo man es für nötig erachtet).
(Meine eigene Erfahrung bestätigt das: Trotzdem die Polizei durch Bespitzelung und Grossen Lausch- und Spähangriff Hinweise auf ein schweres Ärzte-Verbrechen erhalten hat, wird nicht gegen den oder die Täter ermittelt. Die Polizei hält vielmehr den Lausch- und Spähangriff geheim, womöglich in dem sie ihn als Amtshilfe vom Inlandsgeheimdienst durchführen lässt, und kann darum auch nicht wegen Bruchs des Legalitätsprinzips - also der Strafvereitelung im Amt - belangt werden, trotzdem sie direkt informiert und eingebunden ist. Das ist Bruch des Rechtstaatsprinzips durch real existierende Polizei-"Arbeit". Anmerkung durch den Blogger).

Neben der hohen Einstellungsquote oder der niedrigen Sanktionsquote wird die sog.„Aufklärungsquote“ am häufigsten politisch, aber auch innerhalb der Polizei diskutiert. Sie wird von der Politik gleichgesetzt mit „guter“ Polizeiarbeit und „hoher“ Abschreckungswirkung, die wiederum für eine rückläufige Kriminalität verantwortlich sein soll. Dabei sind hier mindestens drei Fehlschlüsse aneinander gereiht, die leider auch allzu oft von der Polizei gepflegt werden, obwohl man gerade dort um die Fehlerquellen und Manipulationsmöglichkeiten weiß. Dabei soll von der allgemeinen „Qualität“ der polizeilichen Kriminalstatistik an dieser Stelle nicht gesprochen werden.

Ein Fehlschluss: Es besteht ein Zusammenhang zwischen Aufklärungsquote und Kriminalitätsrate. Nach allen bislang vorliegenden empirischen Studien wissen wir, dass dies nicht der Fall ist, sondern dass Kriminalitätsraten von anderen Faktoren beeinflusst werden.

Es gibt noch weitere Fehlschlüsse, die wir uns und anderen zu wenig bewußt machen: So wird immer wieder behauptet, die Anzahl und die Art der Polizeibeamten habe Einfluß auf die Aufklärungsquote und die Kriminalitätsrate. Dabei kann nach den bislang vorliegenden empirischen Studien weder erhöhter Personalbestand bei der Polizei noch verbesserte sachliche Ausstattung unmittelbar und signifikant zu einer höheren Aufklärungsquote oder gar zu einer Reduktion von polizeilich registrierter Kriminalität führen – im Gegenteil: Mehrere Studien konnten einen linearen Zusammenhang zwischen mehr Polizei und mehr Kriminalität feststellen. Die Polizei ist, wie der BKA-Abteilungspräsident Kube (1990) feststellte, objektiv nicht in der Lage "einen nennenswerten Anteil der Gesamtkriminalität zu verhüten“.

(Das würde erklären, warum Polizei sich an jenen Leuten "festbeisst" die sie einmal in den Blick genommen hat. Wenn Polizei schon jemanden "am Wickel" hat, lässt sich immer irgend eine Normabweichung finden - und sei sie noch so unbedeutend oder an den Haaren herbei gezogen. Die Polizei ahndet lieber einen harmlosen Rotlichtverstoss eines harmlosen Bürger über den sie gut informiert ist, als gegen einen ihr bislang unbekannten Verdächtigten der Oberschicht ganz neu zu ermitteln. Anmerkung vom Blogger)

Um dies noch etwas anschaulicher zu machen: Die Zahl der von einem Kripo-Beamten in Deutschland pro Jahr erledigten Fälle schwankte in den 90er Jahren zwischen 40 (in Baden-Württemberg) und rund 150 (NRW) bzw. 200 (Hamburg) (Zahlen von 1993, zusammen gestellt von der Gewerkschaft der Polizei).

Man kann davon ausgehen, dass jeder Kripo-Beamte im Schnitt zwischen 2 und 10 Fälle pro Jahr durch eigene Ermittlungstätigkeiten aufklärt – der Rest wird quasi zugeliefert (diese von mir für Deutschland berechneten Zahlen decken sich mit Werten, die für England berechnet wurden).

Für die USA geht man nach einer aufwendigen Studie für das FBI davon aus, dass nur 3% aller aufgeklärten Taten auf besondere Aufklärungsbemühungen der Polizei zurückzuführen sind. Ebenso hat man herausgefunden, dass nur rund 7% der Arbeitszeit eines Kripo-Beamten tatsächliche Ermittlungsarbeit ist.

Jeder Polizeibeamte weiss, dass Ermittlungen dann, wenn keinerlei Hinweis auf einen Taverdächtigen vorliegt, schwierig bis hoffnungslos sind und dass andererseits dann, wenn ein Tatverdächtiger gleich mitgeliefert wird (was in sehr vielen, wenn nicht den meisten aufgeklärten Fällen gegeben ist), die Ermittlungen nicht nur von Anfang an sehr zielgerichtet erfolgen können, sondern auch viel erfolgversprechender sind.

Der kanadische Polizeiforscher Richard Ericson spricht von der Polizei als „Knowledge-Broker“, also Informations- oder Wissens-Händler; damit ist gemeint, dass die schutz- wie kriminalpolizeiliche Tätigkeit zu einem grossen Teil – Ericson geht von mindestens 70% aus – darin besteht, Informationen zu bekommen, zu verwalten, auszuwerten, weiterzugeben (oder auch nicht) – z.B. an Versicherungen, die Justiz, Anwälte....


Demnach ähnelt die Polizeitätigkeit jener von Journalisten und Nachrichten- bzw Geheimdiensten. Und wenn, wie Eingangs gesagt, vieles der Öffentlichkeit verschwiegen wird, was passiert (erinnert sei nur an die bekannte Absprache zwischen Polizei und Journalisten, Bahngleis-Selbstmorde der Öffentlichkeit zu verschweigen, um den wertherschen Nachahmungseffekt zu verhindern), dann ergibt sich das Bild einer Info-Elite aus Geheimdiensten, Polizei und Journalisten, die untereinander Informationen - grade auch private und intime - über den Rest der Bevölkerung beschaffen, auswerten, sortieren, sammeln, hin und her schieben und sich absprechen, welche Informationen wie und gegen wen instrumentalisiert, welche öffentlich gemacht werden und welche man besser verschweigt.
Wenn Journalisten die Polizei kritisieren, dann vielleicht weil nicht alle Polizisten und nicht alle Journalisten bei dem grossen Gewaltenteilungs- und Rechtstaats-Schwindel mitmachen, wie etwa der Polizist Wüppesahl und der Journalist Ness.
Proxy
Der ehemalige Guantanamo-Häftling Murat Kurnaz hat in seinem Buch erzählt, wie sich die Gefangenen gegen ihre Bewacher organisiert haben. So hätten sie heimlich einen Anführer gewählt, der Informationen und Aktionen zu koordinieren hatte. Und sie hätten öffentlich einen nur vermeintlichen Anführer ernannt, den sie gegenüber den Amerikanern, also ihren Bewachern, als ihren Anführer ausgaben. Die Amerikaner haben dann ihre Gespräche mit dem öffentlichen, aber nur vermeintlichen Anführer geführt, der stets nur auf Anweisungen und Beschlüsse des geheimen wahren Anführers gehandelt und gesprochen hat.
Eigentlich ein geniales, altbewährt anmutendes Prinzip des Schutzes einer Struktur.

Dass auch Nationen ihre Strukturen ähnlich schützen, erscheint darum mehr als wahrscheinlich. Man stelle sich darum mal vor, die Politik sei nur eine öffentliche Spielwiese, die Politiker marionettenhafte Stellvertreter der wahren Machthaber im Lande. Wenn man sich die politischen Figuren anguckt und die Art und Weise, wie die mit Problemen und Kritik umgehen, dürfte das nicht allzu schwer fallen. Der deutsche Politikzirkus hat ja durchaus seinen Unterhaltungswert - so wie Fussball und Pferdewetten auch. Alle arbeiten sich an diesen Puppen ab: Die Journalisten, die Kabarettisten, die Bürger mit Wahlbeteiligung, Leserbriefen, Demonstrationen, Petitionen, Podiumsdiskussionen, Weblogs usw usf. Wobei die Profis auf der Bühne mehrheitlich ahnen oder wissen, dass sie sich nur mit Stellvertretern kabbeln, während die Bürger wohl mehrheitlich glauben, tatsächlich die Macht zu kritisieren.
Wenn ein eher linker Politiker auf dem Machtgipfel mal aus dem Ruder läuft und im Extremfall glaubt, tatsächlich der mächtigste Mann zu sein, dann wird er eben erschossen - wie mit Kennedy geschehen; oder der Geheimdienst lässt ihn auflaufen, so das er zurücktreten muss, wie bei Brandt geschehen. Eher linke Politiker an der Machtspitze im Staat sind hier zu Lande äusserst selten und nie mehr als zwei Amtszeiten an der Macht - vorher werden sie rausgemobbt. Brandt durch den Geheimdienst, Schmidt durch vier FDP-Minister, Lafontaine ging sofort, Schröder erst ein bisschen später - aber beide auf dubiose Art.

Mittwoch, Oktober 24, 2007

China sperrte unliebsamen Blogger in die Psychiatrie - aber auch hier Zunahme von Zwangseinweisungen
In China wurde im August ein Blogger in die Psychiatrie eingesperrt, wohl weil er dem System zu kritisch wurde. Aber auch hier zu Lande gibt es eine drastische Zunahme von Zwangseinweisungen, ohne dass dafür medizinische Gründe erkennbar sind.

Gesetzliche Anforderungen erleichtern den Freiheitsentzug in den vergangenen Jahren immer mehr. Die Schwelle für PsychKG-Einweisungen ist Ende der 90er-Jahre in vielen Bundesländern gesetzlich abgesenkt worden durch verringerte Anforderungen an ärztliche Gutachten. Das Attest eines Arztes reicht aus, vor 1997 mussten immer zwei Ärzte sich beraten und die Notwendigkeit prüfen. Die manchmal fürsorglich klingenden Gesetzestexte ermöglichen PsychKG-Unterbringungen auch auf offenen Stationen, was gut klingt, aber widersprüchlich und teilweise sogar unverständlich ist bei der rechtlichen Voraussetzung „gegenwärtiger erheblicher Gefahr“. Beim 1992 neu gefassten Betreuungsrecht ist es ähnlich. Es klingt fürsorglich und bietet differenzierte Hilfen an, aber fördert auch Freiheitsentzug, der oft relativ still und von der Öffentlichkeit unbemerkt vonstatten geht.

Wo früher individuelle Freiheitsrechte dominierten, werden allgemeine Sicherheitsinteressen in den letzten Jahren in der öffentlichen Diskussion und in der Gesetzgebung immer wichtiger.
Telefonüberwachungen von Handys haben sich in einem halben Jahrzehnt vervierfacht, diskutiert wird die Videoerfassung von Autokennzeichen im Straßenverkehr. „Das Tor zum Überwachungsstaat wird sehr weit aufgestoßen“, kommentierte ein Jurist. Gefängnisse sind übervoll, vorbeugende Freiheitseinschränkung zur „Gefahrenabwehr“ ist möglich, Entlassungen von Straftätern und psychisch Kranken werden durch gesetzlich erhöhte Schwellen verzögert, Zeiten in Unfreiheit verlängern sich.
Sicherheit auf Kosten der individuellen Rechte
Da ist es folgerichtig, dass Ende 2003 der Bundesrat im Entwurf des Betreuungsrechtsänderungsgesetzes die hohen Kosten sprunghaft gestiegener Betreuungszahlen zwar beklagt, aber nur die Gebühren senken, die Kontrolle auf (kostenlose) Hilfe von Familienangehörigen verlagern und im Übrigen die ambulante Zwangsbehandlung einführen will, obwohl das der Bundesgerichtshof kurz zuvor als unrechtsmäßig abgelehnt hatte.
Diese Rechtsänderungen erinnern an Regelungen totalitärer Staaten, die die absolute Sicherheit des Staates und seiner Einrichtungen auf Kosten der Rechte des Individuums zum Ziel haben, Letztere also dem vermeintlichen Staatsinteresse weitgehend unterordneten. Oder wird nur in Zeiten politischer und sozio-ökonomischer Verunsicherung nach mehr Sicherheit gesucht und auf anderer Ebene agiert – zum Beispiel durch mehr Freiheitsentzug bei bestimmten Menschen mit abweichendem Verhalten? Das ist unbegründet und der falsche Weg.

Quelle: Deutsches Ärzteblatt 2004 Heft 42

Das augenscheinlich kritische Buch aus einer dortigen Linkliste Ordnungsmacht Psychiatrie? Psychiatrische Zwangseinweisungen als soziale Kontrolle, von Georg Bruns scheint auf dem Markt nicht mehr verfügbar. Wieder so ein Fall, dass Kritik beseitigt wird?

Montag, Oktober 15, 2007

... und denken Sie daran: Es ist noch immer gutgegangen.
sagt der Ober-Komedian stets am Ende seiner monatlichen Kabarett-Sendung im WDR. Was ist noch immer gutgegangen? Die Sendung kann er nicht meinen, da hat es schon schlimme Schnitzer gegeben. Die deutsche Geschichte kann er auch nicht meinen. Also was meint der dann? Das Mobbing nach dem Prinzip Hundepfeife mittels geheim beschafter Informationen aus dem Intimleben von Privatpersonen?

Freitag, September 28, 2007

Enlarge Your Power
, straflos Verbrechen zu begehen.
Studieren Sie Medizin, das ist die beste Voraussetzung. Absolut unantastbar sind Sie als Medizin-Professor. Sollte wider Erwarten ein Patient dennoch überleben und versuchen, Sie strafrechtlich zu belangen -- keine Sorge - als Professor sind Sie ein Staatsorgan und damit steht ihnen der gesamte Sicherheitsapparat, also Justiz, Geheimdienste und Polizei, zur Seite, um das überlebende Opfer zu isolieren, in die Zange zu nehmen, zu absorbieren oder womöglich zu liquidieren. Die aus der Observation des renitenten Patienten gewonnenen Informationen werden Ihnen zugeleitet, so dass Sie ein umfassendes Profil ihres ehemaligen Patienten erstellen können, mithin eine ideale Grundlage für medizinsiche Forschungen und Themenvergaben an Doktoranden. Dass man als Medizin-Professor derart umfassende Daten von Patienten bekommen kann, von der sozialen und sonstigen Anamnese, über den ärztlich-experimentellen Eingriff, mit Erhebung aller möglichen Daten wie DNA-Proben, Gewebetypisierungen, Organstatus und vieles mehr, bis hin zu allen sozialen, psychologischen, verhaltensbiologischen und sonstigen Daten aus den Observationen, solche Möglichkeiten sind für deutsche Ärzte seit etwa 60 Jahren immer schlechter geworden. Die abgeschöpften privaten und intimen Informationen werden ausserdem jenen Massenmedien zugeleitet, die der Patient regelmässig rezipiert. Damit kann umfassenst gemobbt werden, was entweder eine von den Medien und den offiziellen Repressionsorganen erwünschten Eskalation provoziert, oder das Zielobjekt wird damit in die übrige Masse eingegliedert. Der Patient bekommt durch die intensive Beschäftigung diverser Stellen und Funtkionsträger mit seiner Person den Eindruck sozialer Einbindung, was ihn vom Verlust von Rechtstaatlichkeit ablenken soll. Somit haben Sie als Arzt resp. Med-Prof Ihre kriminelle Macht erweitert - Sie und das ganze staatliche Repressionssystem profitieren davon. Der deutsche Faschismus bleibt Kontinuität. Und Sie können als gestaltender Hauptakteur mitmachen.

Samstag, September 08, 2007

Sind Freiheit und Kapitalismus miteinander vereinbar?
Gesundheit bedeutet Freiheit, Krankheit bedeutet Abhängigkeit (und damit auch Manipulierbarkeit).
Ein Land, das seine Ärzte nur bezahlt, wenn Bürger krank sind, ist ein Land organisierter Unfreiheit.


Nur ein kleines Beispiel. Laut SPIEGEL ist die Zahl der Dialyse-Patienten in den letzten zehn Jahren um 50% gestiegen - von über 40 000 auf über 60 000 Patienten (Nebenbei: Job-Motor "Gesundheits"wesen). Laut einem zitierten Nierenexperten liessen sich viele der Dialysen und Nierentransplantationen um Jahre hinausschieben oder sogar ganz vermeiden, wenn die Schäden rechtzeitig entdeckt würden, woran es aber hapere. Selbst Internisten täten sich mit der Interpretation der Testergebnisse schwer. Zu Beginn eines schleichenden Nierenversagens gebe es noch gute Behandlungsmöglichkeiten, nur würden sie nicht genutzt.
Wer einmal in der Dialysefalle stecke, habe schlechte Aussichten, wieder lebend herauszukommen. Die Sterblichkeit unter den Blutwäschepatienten sei extrem hoch, die Lebensqualität eingeschränkt.
Weil sich mit der Nierenersatztherapie noch immer viel Geld verdienen lasse, sei es für niedergelassene Nephrologen oft wichtiger, Patienten für die Dialyse zu rekrutieren, als den Nierenexitus mit allen Mitteln abzuwenden.
Quelle: Spiegel 39/2007

Womit nebei deutlich wird, dass festangestellte Krankenhausärzte freier sind, sich am Wohl von Patienten zu orientieren, als niedergelassene Ärzte. Dieses sinnvolle Prinzip ist allerdings nur möglich bei staatlichen Krankenhäusern. Es liegt in der Natur der Sache, dass ein nicht-staatlicher Träger tendenziell noch andere Interessen hat, als die Gesundheit jener, die als kranke Menschen mit ihrer Chipkarte Geld ins Haus bringen.

Es geht nicht um ein Verbot, sich als Arzt frei unternehmerisch niederzulassen - im Gegenteil - es geht um echten Markt. Das Prinzip staatlicher Krankenhäuser müsste ausgebaut werden zu rund um die Uhr offenen kleinen Stadtteil-Ambulanzen, womöglich kleinen staatlichen Ärzte-Zentren bzw Praxisgemeinschaften angestellter Ärzte, mit beamten-ähnlicher Einkommens-Garantie. Wer sich hingegen als ärztlicher Einzelkämpfer unbedingt frei niederlassen will, der kann das ja tun - als Arzt für Privatpatienten und Barzahler. Wer als Patient die Gefahr liebt, geht dann eben zu diesen Ärzten, die nur mit Krankheit Geld verdienen.

Natürlich ist mit dem Prinzip staatlicher Krankenhausarzt nicht so ohne weiteres schon alles bestens für Patienten. Auch im Krankenhaus lauert für Patienten vielfach Gefahr. Zum einen weiss man nicht, was Ärzte jeweils im Hintergrund noch für Verträge, Verpflichtungen und Absprachen laufen haben, die sie zu kriminellen Tätigeiten am Patienten tendieren lassen. Auch können die Binnenverhältnisse am Arbeitsplatz Krankenhaus dazu führen, dass gute Ärzte gehen, während die gefährlichen und schlechten bleiben.

Klar ist darum, dass erstens für Ärzte ein spezielles Beamtenverhältnis geschaffen werden muss. Speziell, weil es nicht um Systemtreue gehen darf, weil das am Ende dazu führen wird, dass alte und andere Menschen sozialverträglich von Ärzten frühabgelebt werden, weil diese zu sehr die Kosten für ihren Arbeitgeber Staat im Blick haben. Vielmehr muss es um finanzielle Sicherheit bis ans Lebensende gehen, damit Ärzte wirklich frei sind, nur das zu tun, was sie ärztlich für richtig und gut für ihre Patienten halten.
Wer als Patient dennoch einen Interessenkonflikt befürchtet, kann dann ja stattdessen zu einem niedergelassenen Arzt gehen.
Vielleicht ist eine Zweiteilung der Ärzteschaft (in "sozialistisch", beamtenmässig finanzierte Krankenhausärzte, und in solche die freiberuflich tätig, also kapitalistisch finanziert sind) auch sinnvoll auf Patientenseite. Wer noch überwiegend gesund und vital ist, fährt besser beim Krankenhausarzt, weil der kein finanzielles Interesse daran hat, sich einen Patienten zu erschaffen. Wer hingegen chronisch krank oder alt ist, also wo die Gefahr besteht, dass Ärzte auf die Idee kommen könnten, einen Kostenfaktor "sozialverträglich" früh ableben zu lassen, der ist vielleicht bei einem niedergelassen Arzt besser aufgehoben, weil der kein finanzielles Interesse daran hat, eine "Chipkarte auf zwei Beinen" ins Jenseits zu befördern.
Die Krankenhausärzte müssten eingebettet sein in ein Bedingungs-System aus Weiterbildungs-, Supervisions- und Bewertungspflicht durch Patienten. Es müssen im Krankenhaus flachere Hierarchien aufgebaut werden, sowie ein auf Transparenz und Kritikfähigkeit aufgebautes System der gegenseitigen Begutachtung.

Dienstag, August 28, 2007

1+1+1
Eine Frau, die sich Annie nannte und mit einem Neurochirurgen des Sujiatun-Krankenhauses verheiratet ist, berichtete, ihr Mann bringe grosse Geldsummen nach Hause. Nachts habe er Alpträume und wache oft schweissnass auf. Schliesslich habe sich ihr Mann ihr anvertraut und erzählt, dass im Keller des Krankenhauses ein geheimes Gefängnis mit Tausenden Insassen existiere, sie seien alles Mitgleider der verbotenen Falun-Gong-Bewegung. Ihr Mann habe ihr gesagt, dass er Tausenden Gefangenen die Augen-Hornhaut entfernt habe und das Sujiatun-Krankenhaus die Falun-Gong-Anhänger wie lebendige Ersatzteillager behandle. Quelle: Cicero 8/2007

Die medizinische Assistentin Adelheid Streidel glaubte Ende der 80er Jahre, dass in riesigen unterirdischen Tötungsfabriken Menschen aus unteren sozialen Schichten zu Konserven verarbeitet würden oder zu Intellektuellen umfunktioniert, indem man ihnen den Kopf abtrennte und einen neuen annähte.
Sie wisse, dass es Tötungsfabriken etwa unter dem Frankfurter Flughafen gebe, auch unter anderen Flughäfen, in einem Tal in der Nähe von Bad Neuenahr.
Quelle: Internet
Diese Frau verübte seinerzeit einen Mordversuch auf den SPD-Politiker Lafontaine. Sie wurde als psychisch krank eingestuft und interniert. Interessant wäre vielleicht, ob die Frau an diese Dinge glaubt weil sie irre ist, oder ob sie irre geworden ist, weil sie als medizinische Assistentin von ungeheuerlichen Dingen erfahren hat.

Jedes Jahr werden in Deutschland etwa 100 000 Menschen vermisst. Quelle: RP
Und dann gibt es ja noch jene, die niemand vermissen kann oder will.

Samstag, August 25, 2007

Medizinischer Ungeist von Guantanamo auch in Deutschland
Im Laufe der nächsten Tage kam ich mit ihm ein wenig ins Gespräch. Ebenso wie uns in Kandahar hatte man ihn grosser Kälte ausgesetzt. So hatte er wohl die Erfrierungen an den Füssen bekommen. Daraufhin haben ihm die amerikanischen Ärzte im Militärlazarett beide Beine amputiert.
Er war nicht der einzige, dem ein Körperteil entfernt worden war. Ich habe es in Guantanamo öfter erlebt. Ich weiss von einem Gefangenen, der über Zahnschmerzen klagte. Sie brachten ihn zum Zahnarzt, der ihm aber nicht nur den kranken Zahn, sondern auch acht gesunde Zähne zog. Ich kannte einen Mann, der in seinem früheren Leben Kapitän gewesen war. Er konnte seinen kleinen Finger nicht mehr bewegen, weil er erfroren war. Alle anderen Finger waren noch in Ordnung. Sie erklärten, sie würden ihm den Finger abnehmen. Er war einverstanden. Dann brachten sie ihn in die Krankenstation, und als er zurückkehrte hatte er nur noch zwei Finger. Sie hatten bis auf seine Daumen alle Finger abgeschnitten.

Ich hatte oft Zahnschmerzen und viele andere gesundheitliche Probleme in all den Jahren. Aber ich wollte um keinen Preis in die Krankenstation gebracht werden. Ich wollte meine Zähne, Finger und Beine behalten.

Aus: Fünf Jahre meines Lebens. Ein Bericht aus Guantanamo. Von Murat Kurnaz

Es liegt nahe, dass Gefangene eine interessante Wissensquelle sein können. Der raffiniert-gewaltsame Zugang zu diesem Wissen scheint mit medizinischen Eingriffen am Wirksamsten zu sein. In dem Zusammenhang hat wohl jeder schon mal was von sog. Wahrheitsdrogen gehört. Womöglich haben diese Drogen aber ihre engen Grenzen, sodass es ein Interesse an anderen medizinschen Massnahmen gibt, um an das Wissen in den Köpfen anderer heranzukommen. Vielleicht will man aber auch die Abschöpfung von Wissen verbinden mit der Vernichtung des Gegners.

Als normaler Zivilist kann man sich vermutlich nicht in die Psyche und Gedankenwelt von Militärs und noch weniger in die von Militär-Ärzten hineinversetzen. Also der Weg der Erkenntnis führt nicht über die Frage, was Militärs in ihren Köpfen ausbrüten könnten, denn so würde man kaum die o.g. Praktiken für wahrscheinlich halten. Vielmehr nimmt man Tatsachen wahr, und versucht daraus Schlüsse zu ziehen.

Ein ehemaliger Bundeswehr-Arzt in Bayern hat mittels chirurgischer Eingriffe mindestens einem Zivilisten heimlich gesunde Organteile und wichtige Körpergewebe entnommen. Das bewirkt die langsame Vernichtung des Opfers, und dass es seine Persönlichkeitsmerkmale, Lebensprinzipien und -strategien und sein privates Wissen nahezu ungefiltert offenbart. Mittels paramilitärischer (polizeilich, medizinisch, geheimdienstlich, juristisch, politisch) und ziviler Netzwerke wird das Opfer unbemerkt total überwacht und seine Lebensäusserungen zentral erfasst und ausgewertet.
Was deutsche Ärzte und ihre Auftraggeber und Nutzniesser während der Nazizeit, und amerikanische Ärzte in jüngster Zeit mit Lager-Insassen machten, weil die Opfer nicht weglaufen können, machen ihre medizinischen Nachfolger heute mit Netzwerken. Was seinerzeit Mauer und Lagerzaun waren, sind heute ärztlich verursachte, gesundheitliche Einschränkungen und Abhängigkeiten der Opfer, und deren Umhegung mit diversen informationellen und repressiven Netzwerken. Eine riesige Maschine, an der neben Medizin, Justiz, Polizei, auch private und öffentlich-rechtliche Medien (Staatsfunk) und die Politik beteiligt sind. Also die sog. Profis der Nation.

Sonntag, August 19, 2007

Naschi hier
Meiner Erfahrung nach, gibt es solche Manipulations-Netzwerke zur Herrschaftssicherung wie im Putin-Russland, noch ursprünglicher, umpfangreicher und professioneller auch hier in Deutschland. Als unabdingbares Basiswerkzeug zur Herrschaftssicherung in einer Demokratie. Unklar ist mir lediglich, wem genau sie dienen: Einer politischen Partei, dem Parteien-System, der jeweiligen Bundesregierung, oder aber sich selbst als Staat im Staate.

Da hier im Lande offiziell keine Zensur stattfindet, brauchen die Macht-Eliten andere Methoden, um systemkritische Informationen, Meinungen und Kommunikation wirkungslos zu machen.
Viele Dinge werden allein schon durch einen gegenteiligen Informations-Overkill unmöglich gemacht, oder indem nicht ein Vernünftiger sie sachlich kritisiert, sondern eine grosse Gruppe bezahlter und organisierter Claqeure sie divers attackiert (gezielte informationelle Kakophonie). Ein bisschen ähnlich wie Miet-Demonstranten, nur dauerhaft vernetzt und bezahlt.

Was von den angeblich so freien Medien in Deutschland zu halten ist, machen drei Dinge deutlich. Der ehemalige Chef des deutschen Auslandsgeheimdienstes (BND), Klaus Kinkel, soll den bekannten Chefredakteur Manfred Bissinger einmal eindringlich ermahnt haben, bestimmte Dinge nicht zu veröffentlichen, mit der Begründung, was in Diktaturen unter Zwang passiere, sollten die Medien in einer Demokratie freiwillig tun. Immerhin müssten in Diktaturen die Medien im Sinne des Regimes aktiv sein, in Deutschland bräuchten sie diesbezüglich nur passiv sein (Sinngemäss aus der Erinnerung zitiert aus dem Buch: Geheimdienst, Politik und Medien. Meinungsmache UNDERCOVER. Von Schmidt-Eenboom). Auch wird berichtet, der BND habe immer wieder zensorischen Druck auf Autoren und Verleger ausgeübt. Es sollen sogar schon ganze Auflagen brisanter Bücher vom Markt weggekauft worden sein. Grade das Thema Geheimdienste und Medien ist ja gesellschaftlich von grösserer Bedeutung als irgendwelche geheimdienstlichen Spezifika. Da fällt es dann doch auf, dass in der hiesigen öffentlichen Bibliothek einige Wälzer zum Thema Geheimdienste verfügbar sind, hingegen über das wichtige Thema Geheimdienste und Medien in Deutschland, nur ein einziger Band geführt wird, der sich dann auch noch als tatsächlich nicht mehr im Bestand vorhanden herausstellt. Das verschwundene Buch wird jedoch nicht nachbestellt sondern aus der Listung gestrichen. Im Buchhandel wird das Buch auch nicht vorgehalten, sondern muss unter eigener Personaliennennung bestellt werden.
Zweiter Eckfeiler ist, dass in Grossbritannien angeblich jeder zweite Journalist mit einem der dortigen Geheimdienste irgendwie zusammengewirkt hat oder noch zusammenwirkt. Für Deutschland werden ähnliche Zahlen genannt.

Freitag, August 17, 2007

Hypochonderin
Eine Patientin hatte Jahre lang Schmerzen und glaubte schliesslich, sie habe Krebs. Bei einer Untersuchung und Operation konnte dann aber festgestellt werden, dass es sich nur um einen alten OP-Lappen handelt, der vor Jahren bei einem Eingriff in der Patientin vergessen wurde. Glück gehabt. Gut, dass andere Ärzte nochmal nachgeschaut haben. Die Moral von der Geschicht, so krank wie der Patient denkt, ist er oft nicht.

Freitag, Juli 13, 2007

Schäubles Morgenthau-Plan
Trotzdem das BVerfG es verboten hat, will Schäuble entführte Flugzeuge abschiessen lassen; obgleich das BVerfG es verboten hat, will er Computer via Internet heimlich durchsuchen lassen; trotzdem das Grundgesetz es verbietet, will Schäuble bewaffnete Bundeswehr im Inland einsetzen. Er will nun sogar nur Verdächtigen den Zugang zu Mobilfunk und Internet verbieten, also quasi eine Art Morgenthau-Plan für nur Verdächtige. Was die Amerikaner nach dem Krieg tatsächlich nicht mal dem anerkannten Verbrecher- und Terror-Staat Deutschland zumuteten, das will der Innenminister an nur Verdächtigen praktizieren. Demnächst kommt dann sicherlich die Vorbeugehaft für Gedankenverbrecher. An der Fähigkeit Gedanken lesen zu können, wird ja seit langem mit Hochdruck geforscht und man scheint nun schon soweit zu sein, Gedanken wenigstens mithören zu können. Das nutzt der Staat offenbar auch schon, weil er sich nicht dümmer machen will, als er technisch sein kann.

Getreu der Erkenntnis, dass Gesetze nicht erst zukünftig etwas ermöglichen, sondern die Ausweitung und zukünftig offene Praxis bereits verborgen gängiger Praktiken legitimieren sollen, muss man davon ausgehen, dass Polizeien und Geheimdienste bereits Verdächtige liquidieren - heimlich selbstverständlich.
Vor einigen Jahren wurde ein junger Deutscher (Steven Smyrek), der in Israel für bewaffnete Palästinenser ein Attentat geplant hatte, in Israel verurteilt und inhaftiert, aber nach einigen Jahren Haft nach Deutschland überstellt, unter der Bedingung, Deutschland müsse garantieren, dass dieser als weiterhin gefährlich eingestufte Mann nie wieder aus Deutschland raus kommt. In der Zeit kurz nach seiner Ankunft in Deutschland wurde er und sein Umfeld massiv und permanent überwacht. Wo ist der Mann jetzt? Deutschland wird den Mann kaum sein Leben lang in Freiheit rund um die Uhr total überwachen wollen, und kaum verhindern können, dass er ins europäische Ausland geht. Naheliegend scheint vielmehr, dass der Staat versucht, ihn irgendwie kleinräumig festzusetzen oder zu liqudieren. Also entweder Bedingungen schafft, ihn ins Gefängnis oder in eine geschlossene Anstalt packen zu können, und wenn man ihn erstmal dort hat, kann man alles mit ihm machen, oder man macht ihn irgendwie körperlich so krank, dass er ans Land und ans Bett gefesselt ist, oder man liquidiert ihn heimlich. Also genau das, was Schäuble nun angeblich als Gesetz fordert.

Bislang gibt es keinen einzigen Toten oder Verletzten durch einen islamistischen Terroranschlag in Deutschland; aber jedes Jahr werden hier zu Lande hunderttausende Menschen getötet oder schwer verletzt, durch Ärzte-Verbrechen und Ärzte-Pfusch, also durch feige Attentäter im weissen Kittel. Schäubles penetrante Fixiertheit auf Verbrechen ohne Opfer bislang, während Scharen von Gewaltopfern jedes Jahr in der Grössenordnung einer Grossstadt vom Inneminister komplett ignoriert werden, kann ich nur als wahnhaft irre erkennen, zumal die Problematik eine des Inneren ist, also Schäubles Ressort.
Ist es denkbar, dass wir uns auch auf andere Bedrohungen konzentrieren sollten, als auf den Terrorismus? (Al Gore)
Meiner Ansicht nach gehört Schäuble mit seinen ignoranten Vorschlägen in psychiatrische Behandlung oder in ein Sanatorium, jedoch nicht in das Amt eines Innenministers.
Was diese Angstgesellschaft braucht, sind nicht noch mehr Polizei und Geheimdienste, nicht noch mehr Waffen und Überwachung, sondern diesem Land mangelt es ganz eklatant an einem Gesundheitswesen, das diesen Namen verdient, und als ersten Schritt dahin, braucht es an ein seriöses medizinisches Gutachterwesen. Hier könnte Schäuble sich Lob und Anerkennung verschaffen. Aber als Marionette des militärisch-polizeilichen Komplexes ist er sicher sehr lukrativ für die Waffen- und Überwachtungstechnikindustrie, und man hat offenbar die Mittel und Wege, ihn in dieser Spur zu halten.
Einzig positiv an Schäuble scheint zu sein, dass er den Beweis liefert, dass Gewalt-Opfer keine besseren, sondern durch das Verbrechen zu schlechteren Menschen werden. Und das ist auch gut so, denn sonst würde sich Verbrechen ja lohnen, für die Gesellschaft.

Sonntag, Juni 24, 2007

Die grössten Feinde des Fortschritts sind zufriedene Menschen,
sagte sinngemäss kürzlich in einer TV-Politdiskussion ein Angehöriger der Macht-Elite.

Die Macht-Eliten sind demnach daran interessiert, Menschen systematisch zu frustrieren. Auch wird damit klar, warum Deutschland eines der fortschrittlichsten Länder ist.

Systematische Erzeugung von Unzufriedenheit quasi als Grundprinzip des Kapitalismus. Ersatzbefriedigung als gesellschaftliches Erfolgsrezept.
Irre aber wahr
Da ist vor Jahren jemand rechtskräftig wegen Beleidigung verurteilt worden, weil er in eine Überwachungskamera den Stinkefinger gezeigt hat.
Wer mit einer Schusswaffe eine Überwachungskamera zerschiesst, wird demnach dann wegen Mordversuchs verurteilt?

Für die Second-Life-Welt gibt es von Experten die Meinung über pädosexuelle Handlungen dort, also virtuelle sexuelle Praktiken zwischen Avataren auf Pixelflächen, die von erwachsenen Menschen gesteuert werden, die Meinung, dass sowas als reale Pädophilie strafrechtlich geahndet werden soll. Nach der Logik müssten auch "Tötungen" zwischen solchen Avataren, die von lebenden Menschen gesteuert werden, ob in Second Life, mit Ego-Shootern und in sonstigen Video-, Computer- und Online-Spielen, strafrechtlich verfolgt werden.

Dienstag, Mai 15, 2007

Organtransplantationen magischer Kannibalismus?
Beim magischen Kannibalismus soll durch das Einverleiben fremder Körperteile die Kraft des Toten auf den lebenden Einverleiber übergehen. Nach einer anderen Theorie handelt es sich beim magischen Kannibalismus um eine Art Rache, bei der durch das Einverleiben des Körpers eines anderen Menschen dessen Seele keine Heimstatt finden kann. In unserer aufgeklärten Zeit ist kein Platz für derartigen Aberglauben, wir machen ganz rational Kannibalismus wieder salonfähig, weil er einfach gut tut.

Montag, April 16, 2007

Das Medizinwesen in Deutschland
ist die Fortsetzung von zweitem Weltkrieg und drittem Reich, mit anderen Mitteln.

Dienstag, Januar 16, 2007

Tessiner Tötungen - durch Psychopharmaka?Man rätselt über die Motive der beiden jugendlichen Täter und über die Drastik der Tat. Vielleicht aber gibt es gar keine Motive. Vielleicht litten die Jugendlichen zuvor unter Depressionen, Antriebsschwäche, Antriebslosigkeit und wurden von ihren Eltern zum Arzt geschickt, der ihnen dann Psychopharmaka verordnete, damit sie erfolgreich am gymnasialen Unterricht teilnehmen können. Es ist bekannt, dass immer mehr Jugendliche gegen alle möglichen Probleme in Schule und Privatleben Medikamente ärztlich verordnet bekommen. Gegen jedes Problem und für jedes erwünschte Verhalten hält die Medizin mitlerweile nicht nur Designer-Präparate der Pharma-Industrie bereit - es entsteht auch immer mehr Druck, bei Problemen gefälligst schnelle Abhilfe zu schaffen, um der Gemeinschaft nicht zur Last zu fallen. Einige gefährliche Nebenwirkungen der Psycho-Pharmaka sind zwar mitlerweile öffentlich geworden, wie etwa die Aggressionen steigernde Wirkung von Anti-Depressiva, was aber nicht heisst, dass die Sachen von Ärzten nicht oder nicht weiter falsch verordnet werden. Vielleicht hatten die jugendlichen Täter ein paar unterschwellige Negativ-Gefühle gegen das getötete Ehepaar, völlig harmlos eigentlich, aber Psycho-Medikamente bringen dann womöglich eine gefährliche Dynamik in das Gefühlsleben junger Leute. Eigenartig: Nach solchen grausamen Taten Jugendlicher denkt der mediale Mainstream reflexhaft an Video-Spiele, Internet, Strassen-Drogen; kaum jedoch an Psycho-Drogen aus der Hand von Ärzten. Wann hat bei einer Pressekonferenz von Kriminalpolizei oder Staatsanwaltschaft ein Journalist mal nach solchen Verschreibungen von Ärzten für die Täter, gefragt?Link

Montag, Oktober 23, 2006

Bayerische "Exzellenz"
Eine Hochzeit der medizinischen Forschung in Deutschland war vor grademal etwa 60 Jahren die Naziherrschaft. Im vorgeblichen Dienste der grossen staatlichen Sache nahmen Ärzte bei ihren Forschungen keine Rücksicht auf Menschenleben. Bayern legt viel Wert auf seine Traditionen und ist ein Schwerpunkt elitärer Forschung und Lehre.
Zwei erfolgreiche bayerische Mediziner:
Mengele
und
Altwein

Sonntag, Oktober 22, 2006

Beklopptes Volk
Gibt es noch ein anderes Volk auf dieser Welt, dass Opfer von Gewalt nach der Tat mobbt und bespitzelt, statt zu helfen?
Nicht die Nazis haben die Ärzte gebraucht, sondern die Ärzte haben die Nazis gebraucht. [Ernst Klee]

Samstag, Oktober 21, 2006

Unverträglichkeiten mit Demokratie und Rechtstaat
"Verfassungsschutz", das hört sich eigentlich ganz gut an, nach Schutz der Verfassung, womöglich der Demokratie. Doch genau genommen ist es eine recht schönfärberische Bezeichnung für einen veritablen Regierungsgeheimdienst - ein Euphemismus, vergleichbar der Rakete, die den Namen "Peacemaker" trägt, oder dem Atommüll-Endlager, das als "Entsorgungspark" firmiert.

Tatsächlich könnte man auf die Idee kommen, die Bezeichnung "Verfassungsschutz" sei bewusst als Deckname gewählt worden, um damit den Geheimdienst-Charakter zu verschleiern und die nachrichtendienstlichen Mittel und Methoden.
Als Geheimdienst im Kampf gegen den "inneren Feind" hat der Verfassungsschutz die Linzenz zur Infiltration, Täuschung, Manipulation, Gesinnungsschnüffelei und Desinformation. Insbesondere diese geheimen Mittel und Methoden machen es schwer, den VS so wirksam zu kontrollieren, wie das in einer Demokratie eigentlich selbstverständlich sein müsste. Das zeigen die bitteren Erfahrungen mit den parlamentarischen Kontrollgremien, die eigens zu seiner Kontrolle eingerichtet worden sind."
Quelle: Rolf Gössner - Geheime Informanten. V-Leute des Verfassungsschutzes: Kriminelle im Dienst des Staates

Gössner fragte sich Anfang der 90er Jahre auch angesichts der ausufernden Polizei-Kompetenzen und der Existenz von immer mehr Geheim- und Spezial-Polizeien, die sich nach aussen abschotten und demokratisch kaum noch zu kontrollieren sind, ob dieser Repressions-Apparat überhaupt noch mit einer echten Demokratie vereinbar ist.
Dass das keine blossen Gedankenspiele sattsam bekannter Bedenkträger sind, sondern Praxis, erlebe ich nun selbst seit Jahren. Eine Demokratie und einen Rechtstaat kann ich hier nicht mehr erkennen - allenfalls eine komplett durchorganisierte Deutschland-AG, in der Wirtschaft und Macht alles, und der Mensch als solcher nichts gilt, als denn als wirtschaftlich verwertbares Tier, das mit der Unterhaltungs- und Freizeit-Industrie und der öffentlichen Medienmacht bei Laune gehalten und gleichzeitig dabei finanziell und informationell abgeschöpft wird. Sklaverei modern.

Freitag, Oktober 20, 2006

Bürgergesellschaft oder Staatsgesellschaft
Lord Dahrendorf im Interview mit der Frankfurter Rundschau am 14.10.2004:

Die europäischen Gesellschaften bewegen sich zwischen zwei Polen: der Bürgergesellschaft auf der einen und der Staatsgesellschaft auf der anderen Seite. Charakteristisch für Staatsgesellschaften ist, dass die Bürger ihren Raum mühsam dem Staat abringen müssen, weil der Staat immer schon da war. Dies zeigt sich besonders deutlich in Frankreich, ist aber auch in Deutschland zu spüren. Bei Bürgergesellschaften verlief der Prozess umgekehrt. Hier ist der Staat nachträglich gekommen und hat nie ganz Fuss gefasst, wie etwa in England und Italien. In diesen Ländern sind die Eigeninitiative der Bürger, Unternehmen, Organisationen, Vereine und Verbände die eigentliche Grundlage des sozialen und wirtschaftlichen Lebens. Es ist hier für den Staat immer mühsam gewesen, sich zu behaupten.
...
[Einschub: Bekanntlich gehört zu den Repressionsmitteln in Nicht-Demokratien neben der Inhaftierung von System-Kritikern auch deren Psychiatrisierung und Zwangs-behandlung und -einweisung. Vielleicht darum wurde in Italien 1978 die Auflösung aller psychiatrischer Kliniken gesetzlich verfügt. Gut, dafür muss man dann mit Phänomenen wie ein Berlusconi als zeitweiliger Staatschef leben, aber das erscheint doch als das kleinere Übel.
Und vielleicht ist es auch bezeichnend, dass beispielsweise der Staatssender ARTE eine staatstragende Kollaboration der Staatsgesellschaften Deutschland und Frankreich ist. Ende Einschub]

Weiter im Dahrendorf-Interview: Die Fragen, die sich dieser Entwicklung anschliessen, lauten deshalb: Wir können wir mit Hilfe eines Systems von "checks und balances" die Machtausübenden kontrollieren und sicherstellen, dass sie ihre Macht nicht missbrauchen? Und wie kann das Volk, wie können alle Bürger an der Ausübung der Macht teilhaben?

Wir leben in Gesellschaften, die man immer öfter als "Demokratien ohne Demokraten" bezeichnen könnte, das heisst als Gesellschaften, in denen die Bürger ihren Pflichten als Bürger nicht nachkommen. Es ist aber eine bürgerliche Pflicht, sich einzumischen. Eine aus Demokraten bestehende Demokratie macht denen, die an der Macht sind, das Leben schwer, schon allein dadurch, dass man unablässig und unerbittlich Fragen stellt, Kritik übt und Druck erzeugt. Wir müssen alles dafür tun, dem Verfall der demokratischen Kultur entgegenzuwirken. Das können wir tun, indem wir den Mund aufmachen und uns äussern im Bewusstsein des Privilegs, in einer Demokratie zu leben. Wir brauchen wachsame Bürger, die auf der Hut sind und sich Gehör verschaffen, wenn sich eine Krise der Demokratie abzeichnet.


Die Wahlmöglichkeit zwischen politischer Pest oder Cholerea hier zu Lande kann ich nicht als Demokratie erkennen. Politiker sind Marionetten des "Sicherheits-Apparates" und der Wirtschaft, die letztlich bestimmen, welche Leute wir dann nach Oben wählen dürfen.

Donnerstag, Oktober 19, 2006

Mauer und Stacheldraht
Was für die DDR Mauer, Stacheldraht und Schiessbefehl waren, ist für das "westliche" Gesamtdeutschland unser Medizinsystem.
Denkaufgabe: Wie macht man aus eigenständigen, selbstverantwortlichen und kritischen Menschen eine untertänige Bevölkerung, die einerseits noch arbeitsfähig ist (aber möglichst, ähnlich wie bei Waren-Garantien, kurz nach Erreichen des Renten- oder Pensionsalters, tot umfällt) aber andererseits zu krank, um zu rebellieren, ja nicht mal mehr widerspricht oder protestiert?
Lösung: Man übergibt die Zuständigkeit für die Gesundheit der Bürger einer privilegierten Expertenschicht - der Ärzteschaft -, und zahlt denen nur dann Geld, wenn die Bürger krank sind - für Gesunde gibt's kein Geld. Die Gesetze des Marktes / Dschungels sorgen dann ganz automatisch dafür, dass bald die meisten Bürger abhängige Patienten sind. Irre? Klar, aber es ist die Wirklichkeit des hiesigen "Gesundheitswesens"!

Dienstag, Oktober 10, 2006

Was denn nun?
Hiessen die heutigen TV Polit- und Meinungs-Magazine nicht früher Nachrichtenmagazine?
Wenn Geheimdienste sich als Nachrichtendienste bezeichnen, sind dann Nachrichten-Agenturen ausschliesslich und allein Presse-Agenturen? Oder ist das alles Eins?
Präventive Herrschaftssicherung
Schon beeindruckend, was geheime Polizeien oder/und Geheimdienste in Hannover aufbieten (können und wollen), um Leute von der Erlangung ihrer legitimen Rechte abzuhalten, also um Gerechtigkeit und Rechtstaat zu verhindern, und somit das eigene Gewaltmonopol nicht demokratisch und rechtstaatlich legitmieren zu wollen, und das offenbar auch nicht nötig zu haben: Wer die Macht hat, hat allein damit Recht. Wer seine eigenen Regeln und Gesetze nicht einhält und Bürger vom Rechtstaat fernhält, muss viel Repressions-Macht aufbieten. Geld ist hierfür hierzulande offenbar im Überfluss vorhanden. Soviele iPod-Adepten kann es gar nicht geben, wie Spotter mit Mann im Ohr an Weg-Kreuzungen, -Gabelungen und anderen Brennpunkten herumstehen, hinter, neben und vor einem laufend oder fahrend oder entgegen kommend und alles und jeden im Blick haben.
Danke auch dafür, dass ihr mein Fahrrad in letzter Zeit nicht mehr beschädigt, sondern nur an Bremse, Pedale und Sattel Schrauben löst - egal, wo in der Stadt ich mein Rad abstelle. Das reicht allemal, mir ständig eure Präsenz und Macht zu demonstrieren.

Widerstandsrecht.
Der Vatikan
verfügt seit dem Mittelalter über einen der effizientesten Geheimdienste der Welt. Die Verwicklungen der Kirche, nicht nur der katholischen, in Geheimdienstaktivitäten - Pullach zahlt nach Angaben von BND-Mitarbeitern "Informationshonorare" an den Vatikan - würde ohnehin viele Bücher füllen. Nur manchmal gestehen kirchliche Würdenträger ein, für Geheimdienste gearbeitet zu haben.
Zumindest sächsische evangelische Pfarrer sollen nach dem Willen der Landeskirche nicht mehr für in- und ausländische Geheimdienste arbeiten. Die Anwendung nachrichtendienstlicher Mittel sei mit dem Pfarrdienst unvereinbar. Glaubt man deutschen Geheimagenten, so stehen viele Kirchenvertreter auf den Gehaltslisten von Bundesamt für Verfassungsschutz oder Bundesnachrichtendienst.
Quelle: Udo Ulfkotte - Verschlusssache BND

Das erklärt Einiges.

Donnerstag, Oktober 05, 2006

Wir werden alle überwacht
sang 1979 Georg Danzer. Text: http://blog.schockwellenreiter.de/1243

Das Spitzelpack und die Stalker im Staatsdienst haben einfach mehr Geld und Zeit als gut ist, und die haben auch gar nicht (mehr) Rechtstaat und Demokratie im Sinn, das sind schon veritable Kriminelle im Staatsdienst.

Je mehr Leute ihre eMails verschlüsseln würden, desto beschäftigter wären diese Kriminellen und müssten sich auf das wirklich Wichtige konzentrieren. Grade wer ein gutes Gewissen haben kann, hätte mit Verschlüsselung nix zu befürchten. Also: Verschlüsseln was das Zeug hält!
Für Privatanwender gibt es das einfache kleine Programm SafeGuard PrivateCrypto, mit dem sich einzelne kleine Bild- und Text-Dateien verschlüsseln lassen, kostenlos. http://www.utimaco.de

Montag, Oktober 02, 2006

Weniger als drei Wochen warten auf eine passende Leber
China ist ein Zentrum der internationalen Transplantations-Industrie. Das beruht auf einer grausigen Statistik. Grade vor dem Chinesischen Nationalfeiertag, dem 1. Oktober, schnellt das Organangebot in die Höhe, denn vor den Feierlichkeiten werden besonders viele Häftlinge aus dem Todestrakt hingerichtet. Das Zentralkrankenhaus hat im letzten Jahr über 600 Lebern verpflanzt. Der Chefarzt der Klinik glaubt, die Häftlinge hätten soviel Schlechtes getan und schenken darum vor der Hinrichtung ihre Organe der Gesellschaft. In China werden mehr Gefangene hingerichtet, als im gesamten Rest der Welt zusammen. Und so wie es aussieht, kann von freiwilligen Organspenden nicht die Rede sein. Quelle: BBC-World

Samstag, September 30, 2006

Alles in der Hand der Medizin
Absolut. Die Psychiatrie ist nach wie vor nicht geöffnet gegenüber den sexuellen Problemen und Konflikten. Es gibt in der Universitätspsychiatrie keine einzigen Fachmann für sexuelle Störungen. Und das gehört da auch nicht hin! Wer darunter leidet, impotent zu sein, gehört nicht in die Psychiatrie. Quelle: Sueddeutsche.de, Link im Titel.

Pauschal alle Ärzte?

Wenn ich hier pauschal von den Ärzten schreibe, dann meine ich natürlich nicht alle! Sondern nur die Ärzte des Deutschen Medizinwesens; und auch die selbstverständlich nicht samt und sonders, sondern nur die etwa 80% Schwarzen Schafe im weissen Kittel. Also die heimlichen und unheimlichen Mörder und Totschläger, die Pfuscher und Unfähigen, die Körperverletzer und die Sadisten, die Fachidioten und Abrechnungsbetrüger, die paternalistischen Hierarchen und professoral-elitären Staatsbürger im eigenen Mediziner-Staate, die Faschisten, Spanner, Voyeure, Vergewaltiger, Organ- und Körpergewebe-Räuber.

Die Zahl 80% beruht auf eigener langjähriger Erfahrung als Patient, ist also empirisch fundiert und repräsentativ. Diese Zahleneinschätzung deckt sich übrigens mit der des Arztes Doktor Med, Autor des Buches Patient: Nebensache. Aus dem Tagebuch eines Kassenarztes

Freitag, September 29, 2006

Bertelsmann Staatsmedizin?
Als ich kürzlich einem Insider von der - laut einem ZDF-Magazin - Wiederkehr der Polikliniken erzählte und meinte, was denn so schlecht daran sei, wenn Ärzte dort angestellt seien und nicht ständig Geldfragen im Hinterkopf haben müssen, sondern sich voll und ganz den Patienten widmen können, und dass es schon eigenartig sei, dass grade die Systemträger Ärzte etwas gegen Staatsmedizin hätten, lachte dieser und sagte, hinter den neuen ambulanten Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) stecke doch Bertelsmann (und sagte er Aventis?) und dort würde auch nur das für die Patienten gemacht, was diesen Firmen Geld bringe. Tja, davon allerdings schwieg der TV-Bericht - links blinken und rechts abbiegen nennt man das wohl ganz frontal.
Ich weiss nicht, ob und inwieweit Bertelsmann oder Aventis hinter solchen MVZ stecken, ich zitiere nur eine gut informierte, vertrauenswürdige Quelle.

Samstag, September 23, 2006

Bespitzelungs-Mafia
Die Art von Abhör-Spinnennetz, das grade in Italien aufgedeckt wird, meinte ich in etwa mit dem von mir sogenannten Machiavelli-Netzwerk hier zu Lande. Nach dem, was man über das italienische Netzwerk in den hiesigen Nachrichten lesen kann (Das Land sollte erpresst werden. Angriff auf die Demokratie.), erscheint es gar nicht mehr so abwegig, dass etliche deutsche Machiavelli-Netzwerker sogar laut von der Weltherrschaft träumen. Deutschland eben: Alles gigantisch und teuflisch perfekter als anderswo. Vielleicht finden die in Italien ja Verbindungen zum Deutschen Spitzel-Netz. Was leider noch lange nicht hiesse, dass dann ein Deutscher Staatsanwalt ermitteln würde. Manche Staatsanwälte sind selber korrupt und scheinen aktiver Teil solcher Netzwerke zu sein. Und Deutsche Staatsanwälte sind keine freien Ermittler, sondern an Weisungen von Oben gebundene Beamte, und gesetzlich sogar verpflichtet, solche Weisungen geheim zu halten (siehe Transparency und dort Link zum Vortrag über die Abhängigkeit der Deutschen Staatsanwaltschaft). Hier wird nicht Demokratie und nicht Rechtstaat geschützt, sondern die Macht. Und auch die hiesigen Medien sind auffällig zurückhaltend bei dem Thema; es wird pflichtgemäss das grade Nötigste gemeldet, und dann schnell wieder zurück in die gute Stube des harmlosen einheimischen Polit- Medienzirkus. Kein Wunder, sind etliche doch selber Teil dieser Bespitzelungs- und Manipulations-Mafia.

Montag, September 11, 2006

Backstage des Medizinbetriebes

"Lasst mich noch mal auf das Thema Mord-Selbstmord kommen. Ihr habt doch gehört, dass sich vor einige Zeit ein Staatsanwalt umgebracht hat. An einem Heizkörper in seinem Büro erhängt. Unmöglich Stellung für einen Suizid! Aber da gab's ja den Abschiedsbrief. Es war seine Schrift, zweifellos! Aber normalerweise schrieb er eine schreckliche Klaue. Nun plötzlich dieser Abschiedsbrief, fein-säuberlich, gestochen scharf - als wäre er in seine Kindheit zurückgefallen. Buchstabe für Buchstabe lesbar. Für mich der Beweis: Der Brief wurde unter Drohungen diktiert - die verstellte, kindlich penible Schrift eine letzte Botschaft, ein Hilferuf: Seht - ich schreibe unter Zwang - glaubt dem Inhalt nicht - ihr seht doch, das bin nicht ich! Ich kenne den Kollegen, der den Totenschein ausgefüllt hat: "Glaubst du wirklich an diesen Selbstmord?" Achselzucken. Unsere Polizei ist an echter Aufklärung oftmals gar nicht interessiert. Zuviel Schreibkram und zeitraubende Arbeit. Zeugen - wie lästig! Für das bisschen Gehalt und fehlende Anerkennung ... Nur nicht mit den Juristen einlassen!"
"Mord und Totschlag werden in unserem Land weniger bestraft als Steuerhinterziehung und Millionenraub."
Dabei hätte ich noch ein grosses Problem auf dem Herzen, dass ich gern unter vier Augen angesprochen hätte. Die Geschichte meiner verschwundenen Patientin. Wahrscheinlich ist sie tot, aber wer hat sie verschwinden lassen - und warum? Ein heikles Thema.

Aus dem Buch von Doktor Med - Patient: Nebensache. Aus dem Tagebuch eines Kassenarztes
Am Ende des Buches: Ein kleiner Auszug nur aus meinem Leben. Ein heftiges,nervöses Gekritzel, nicht mehr. Eigentlich nur, um ein Problem zu bearbeiten, einen eigenen Gewissenskonflikt zu lösen: Eine meiner Patientinnen ist verschwunden. Aus der Praxis verschwunden - und meine Helferinnen behaupten allen Ernstes, sie sei nie hier gewesen. Es hätte sie nie gegeben.
Eine merkwürdige, aufregende Geschichte, über die ich vielleicht später berichten werde. Wenn ich den Mut finde.

Rezipierungswürdige Medien

MEDIZIN
Michael Moore - DVD: SiCKO Über die Folgen der Privatisierung der Medizin
Petr Skrabanek und James McCormick - Torheiten und Trugschlüsse in der Medizin
Doktor Med - Patient: Nebensache. Aus dem Tagebuch eines Kassenarztes
Kurt Blüchel Heilen verboten, Töten erlaubt
Werner Bartens - Das Ärztehasserbuch. Ein Insider packt aus.
Jörg Blech - Heillose Medizin
Ivan Illich
Ernst Klee

ANDERE PROBLEMBEREICHE
Pär Ström - Die Überwachungs-Mafia
Christiane Schulzki-Haddouti - Vom Ende der Anonymität
Wolfgang Sofsky - Verteidigung des Privaten und Die Ordnung des Terrors: Das Konzentrationslager.
Hans Herbert von Arnim - Das System. Die Machenschaften der Macht.

Donnerstag, August 31, 2006

Paradox
So viele Menschen und
so wenig Menschlichkeit: Deutschland
Das Deutsche Gesundheitswesen
hat mit Gesundheit ungefähr soviel zu tun wie die US-Amerikanische Armee mit Friedensicherung.

Dienstag, August 29, 2006

Wachstumsmarkt und Jobmotor Gesundheitswesen
Wer vom Medizinwesen als Wachstumsmarkt und Jobmotor spricht, beispielsweise wie der ärztliche Strahlemann Grönemeyer, unterschlägt völlig - ob aus Dummheit oder Zynismus, oder beidem - was diesen Motor antreibt: Immer mehr kranke Menschen oder kranke Menschen die immer kranker werden. Würden sie gesund werden, wäre es aus mit dem Wachstumsmotor.
Der Grönemeyer schwätzt und faselt glückseelig strahlend von mehr Menschlichkeit, und dabei gehen ihm augenscheinlich die zigtausend Ärzte-Opfer jedes Jahr am Allerwertesten vorbei, ebenso das Problem fehlender seriöser Gutachter, die massiven Betrügereien, Fälschungen und der kriminelle Corpsgeist der Ärzte. Jedenfalls habe ich noch nie ein Wort dazu von ihm gehört. Aber da ist er ja auch nicht anders als die locker flockig demonstrierenden Ärzte, die mehr Geld fordern, und weil sie es bekommen ist ihre Welt wieder in Ordnung.

Montag, August 28, 2006

Verlogenes "Werte"system
Immer wieder und von vielen Seiten wird an Muslime und die muslimische Gemeinde in Deutschland die Forderung gerichtet, es genüge nicht mehr sich nur von den terroristischen Islamisten zu distanzieren, erwartet werde nun vielmehr tätige Mithilfe, gefährliche Muslime möglichst früh zu erkennen und anzuzeigen, die "guten" Muslime sollen also verdächtige Glaubensbrüder an die Polizei melden.

Bislang gibt es noch kein einziges Opfer islamistischen Terrors in Deutschland!
Aber JEDES Jahr werden hier zu Lande zigtausend Menschen durch Ärzte schwer verletzt oder gar getötet!
Hat es jemals einen Aufruf von Politikern, Gerichtsjuristen oder ärztlichen Standesvertretern an seriöse Ärzte und an Patienten oder deren Hinterbliebene gegeben, pfuschende oder kriminelle Ärzte zu melden? Nein - ganz im Gegenteil!
Wer als seriöser Arzt kriminelle oder pfuschende Kollegen nach aussen meldet, gilt als Nestbeschmutzer und Denunziant. Wer als Patient sich beschwert, läuft gegen Wände oder ins Leere, wer als Opfer gar hartnäckig und konsequent auf Strafverfolgung besteht, wird von Geheimdiensten und Polizei in die Zange genommen. Verlogene Deutsche "Werte"-Gemeinschaft und Leit"kultur".

Mittwoch, August 23, 2006

Eine totale Videoüberwachung
soll es nach dem Willen des Präsidenten des Bundeskriminalamtes in Deutschland nicht geben. Interessant, dass eine totale Überwachung der Nation demnach technisch möglich ist, die Strippenzieher und Überwacher möchten nur momentan noch davon absehen. Wie gnädig. Offenbar hat man Alternativen.

Da es technisch möglich ist und sinnvoll erscheint, gefährliche Orte zu überwachen, sollten endlich die Operationssäle dieses Landes videoüberwacht werden, denn dort fliesst täglich Blut. Jedes Jahr zigtausend Opfer pfuschender und verbrecherisch operierender Ärzte sollten Grund und Anlass genug sein, den kriminalistisch genauen Blick dorthin zu richten. Stattdessen sitzen, irgendwo im Verborgenen bewaffnete Uniformträger, und beobachten mehr oder weniger heimlich und anonym die Öffentlichkeit und rastern die Bevölkerung nach unbekannten Kriterien ab. Ginge es mündig und transparent zu, stünden auf den Bahnsteigen statt Kameras Meldesäulen, und wenn es ein polizeiliches oder gesundheitliches Problem gibt, rufen Reisende via Meldesystem dann entweder Polizei oder Notarzt. Aber in unserer arbeitsteiligen Gesellschaft gehört die schrittweise und letztlich vollständige Entmündigung des Individuums, durch Experten und ihre Systeme, zum System .

Kürzlich wurde ein per Video aufgezeichneter S-Bahn-Schubser gefasst und zu paar Jahren Gefängnis verurteilt, obwohl niemand verletzt wurde, während tagtäglich vermummte Gestalten mit Skalpel und anderen Werkzeugen bewaffnet, bewusstlose Patienten zu Krüppeln verpfuschen, und wenn es dort Todesopfer gibt, heisst es entweder lapidar: schicksalhafter Verlauf, oder wenn es grade nochmal gut geht, dann ist es ja nochmal gut gegangen und bleibt für den pfuschenden oder kriminellen Arzt ohne Konsequenzen. Akademische Terroristen im weissen Kittel bleiben unbehelligt, weil sie aktiver Teil des Machtapparates sind.

Mittwoch, August 09, 2006

Ein Arzt darf Alles - auch in der Schweiz
Textauszug aus der Rundschau des Schweizer Fernsehens vom 09. August:
Die Ethik-Kommissionen sind das Gewissen für die Forschung am Menschen.

Thomas Hofmann (Sozialpädagoge) hätten die neuen Regelungen für Ethikkommissionen in der Schweiz nichts genutzt. Er war ein Versuchsobjekt. An seinen Bandscheiben wurde, erstmals in Europa, eine Operationsmethode mit einer neuartigen Substanz ausprobiert. Die Operation misslang.

"Ich glaube, die Ärzte haben in mir in erster Linie einen äusserlich gesunden jungen Mann gesehen, bei dem man diesen Eingriff wagen kann, und ich glaube, sie hatten grosses Interesse daran, diese Methode an mir auszuprobieren."

Margrit Kessler, Patientenorganisation in der Schweiz: "Ein Arzt darf alles. Er deklariert ein Vorgehen, als sogenannten Heilversuch und kann ein Tierexperiment Eins-zu-Eins bei einem Menschen anwenden. Läuft es schief, sagt er einfach, es sei ein Heilversuch gewesen. Das ist gestzlich nicht geregelt und wird auch im neuen Humanforschungsgesetz nicht geregelt werden. Das ist eine Katastrophe."

Thomas Hofmann sagt, er sei über den experimentellen Eingriff schlecht informiert worden. Nicht seine Gesundheit - die neue Methode sei für die Ärzte im Vordergrund gestanden. Er hat das Spital geklagt und eine Entschädigung erhalten. Er sei kaum ein Einzelfall gewesen. "Die Ärt und Weise, wie die Ärzte alles abstritten, hatte System; die waren das gewöhnt; ich glaube nicht, dass ich ein Einzelfall war."

Kein Tag ohne Schmerzen, eine Belastung für die ganze Familie. Mit dem neuen Gesetz sind Leidensgeschichten wie die von Thomas Hofmann auch in Zukunft möglich.

Freitag, Juli 28, 2006

Die unsportlichen Gedankenleser

Kurz vor oder während der Fussball-WM sagte Coach Klinsmann in einer Pressekonferenz sinngemäss etwa, Wir kennen unsere Jungs sehr gut, wir wissen genau was sie denken."
Und als würde ihm plötzlich bewusst, was er in Zeiten des technischen Gedankenlesens da grade gesagt hatte, fügte Klinsmann noch schnell hinzu: Und wenn wir's nicht wissen, dann fragen wir sie.

Freitag, Juli 21, 2006

Alles unter Kontrolle
Von der Techniker Krankenkasse kann man Adressen von (deutschsprachigen) Ärzten und Kliniken im Ausland bekommen. Eigenartig ist nur, dass nicht etwa eine Liste im Internet zur Verfügung gestellt wird, sondern man muss bei einer Zentrale in München anrufen und sich registrieren lassen. Scherzhaft fragte ich die Service-Dame, ob die Liste vom BND zusammengestellt oder kontrolliert sei, worauf diese ganz ernsthaft verneinte.

Kürzlich fiel mir auf, dass die deutschen Medien das deutsche Publikum zwar sattsam mit lebenswichtigen Informationen über Bruno den Braunbären zugeschüttet haben und sogar jetzt noch darüber berichten, und das Publikum wird auch darüber aufgeklärt, welche Handy-Kulturen im Rest der zivilisierten Welt herrschen, aber bis heute kenne ich keine Reportage, wie eigentlich auf dem Rest des Globus die Situation der Menschen innerhalb ihres jeweiligen Medizinsystems ist.
Hat das Medizinwesen auch ausserhalb Deutschlands dieses Militärische, wie wird im Rest der modernen Welt mit Ärztepfusch / Behandlungsfehlern umgegangen, und sind auch in anderen Ländern die Ärzte das Mass der Dinge oder gibt es eine Gegenkraft zur Ärzte-Macht?
Vor Jahren hörte ich, in den USA würden chirurgische Operation per Video dokumentiert - bis heute weiss ich das aber nicht definitiv. Diese Medien-Republik filmt und fotografiert jeden Scheiss, schiebt Wehrlosen am liebsten eine Nahkamera ins Gesicht, um jede mikrofeine Muskelzuckung zeigen zu können, die anschliessend von Psychologen analysiert und von Soziologen bewertet wird, aber je wichtiger und sachlicher das Problem, desto weniger Interesse. Der Bürger als gewesener, gegenwärtiger, potentieller, zeitweiliger oder dauerhafter Patient, im internationalen Vergleich, interessiert den deutschen Medien-Mainstream offenbar nicht die Bohne oder nur ganz am Rande. Man sendet stattdessen Trivial-TV, schleust Horden deutscher B-Promis wie als ABM-Massnahme durch alle möglichen und unmöglichen Shows, und feiert sich wohl ansonsten selbst als GEZ verbeamtete Medien-Glückspilze, die letztlich an der Verfestigung des Status Quo mit der Macht-Elite medial kollaborieren - Radio und Fernseher als Volksempfänger, Zeitungen als halbstaatliche Mitteilungsblätter.

Freitag, Juli 14, 2006

Goliath
Augenscheinlich wird nicht nur meine Wohnung und mein Telefon abgehört, und womöglich Anrufe gefiltert, sondern auch meine Post abgefangen. In den letzten Wochen hatte ich etliche briefliche Anfragen an Rechtsanwälte gerichtet und weil zu wenig Antworten kamen, dann auch mal telefonisch nachgefragt, ob die mein Schreiben nicht bekommen haben oder ich nicht deren Antwort. Dass so viele meiner Briefe die Adressaten nicht erreicht haben sollen, kann ich mir in dieser Häufung mit postalischen Fehlern nicht erklären. Offenbar können die Automaten der Post Handschriften lesen, also kann jeder Brief nach Adressat und Absender automatisch erkannt und herausgenommen werden, und es fallen auch noch Verbindungsdaten an. Was geschieht eigentlich damit? Wohl kaum weniger wichtig, als telefonische Verbindungsdaten, über die so viel geredet wird.

Nachdem man über Jahre erfolgreich meine Bemühungen sabotiert hat, einen verbrecherischen Arzt strafrechtlich zu belangen, der sich also nicht mal in einem Prozess verantworten muss, geschweige denn dass der verurteilt würde, werden jetzt augenscheinlich sogar auch meine zivilrechtlichen Bemühungen hintertrieben - von staatlichen Stellen.

Kürzlich sagte ich jemandem am Telefon, womöglich könne ich ihm ein Dokument nicht mehr zusenden, weil ich einige Dokumenten-BackUps verpasst habe, auf Grund des massiven Beobachtungsdrucks, der gelegentlich irrationale Handlungen provoziert, aber der etwa seit meinem Kontakt mit ihm, geringer geworden sei.
Schon am nächsten Tag setzte wieder massiver Beobachtungsdruck ein. Das sagt doch einiges über Gesinnung, Zielsetzung und Seriosität dieses uniformierten und nicht-uniformierten Stalker-Packs.

"Sicherheitsbehörden", die Löcher in Gefängnismauern bomben, die Tat Terroristen in die Schuhe schieben und dabei über Leichen gehen, waffenfähiges Plutonium international per Flugzeug schmuggeln, Polizei-Kritikern die Beine brechen, Opfer und ihre Anwälte, Journalisten engagierte Professoren bespitzelt, und einem Bundesverfassungsgericht, dem immer wieder die Beachtung der Menschenrechte erst vom Europäischen Menschenrechts-Gerichtshof beigebracht werden muss, solche "Sicherheits-Behörden" haben sicherlich noch etliche andere anti-rechtstaatliche Schweinereien zu verantworten.

Donnerstag, Juli 06, 2006

CDU/CSU und FDP wollen augenscheinlich Privatvermögen abschaffen
"Wer arbeitet muss mehr Geld in der Tasche haben, als wer nicht arbeitet.">

Ich kenne ein propperes junges Pärchen, beide so etwa Ende 20 - Anfang 30, die gehen schon seit Jahren nicht mehr arbeiten, sondern leben komfortabel bis luxuriös von den Mieten aus ihren zahlreichen ererbten Immobilien.
In Deutschland gibt es sicher zigtausende Leute vor dem Rentenalter, die nicht mehr arbeiten, sondern von Kapitaleinkünften gut leben. Gegenüber Menschen, die für ihr Einkommen hart malochen müssen, wird das von immer mehr Politikern von CDU/CSU und FDP scheinbar zunehmend als ungerecht empfunden. Diese Politiker haben offenbar begriffen, dass die Gelder aus Kapitaleinkünften auch nicht vom Himmel fallen, sondern von anderen Menschen bezahlt werden.

Montag, Juli 03, 2006

Psychische Folter
"Es reicht aus, jemandem Schutzbrille, Ohrenschützer und Boxhandschuhe überzustülpen, um bereits nach 48 Stunden eine Psychose zu verursachen - es kommt zum psychischen Kollaps. Der Betroffene entwickelt ein unglaubliches Bedürfnis nach menschlichem Kontakt, nach Bindung an die nächstbeste verfügbare Person, also genau das, was ein Verhörspezialist braucht!" sagt ein Insider.
Quelle: 3sat Kulturzeit irgendwann im letzten Jahr

Ohne solche extremen Kontaktbedürfnisse traumatisierter Menschen hätten manche Kabarettisten und andere Medien-Spacken womöglich gar kein Publikum oder müssten von wesentlich weniger Eikommen leben.

Auch oder grade Mediziner sind Spezialisten in Deprivation, also Menschen / Patienten den Zugang zu ihren Sinnen zu behindern oder zu zerstören - sei es autoritär-manipulativ oder medikamentös oder chirurgisch - iatrogene Psychosen.

Psychiatrie in Deutschland ist eine opportunistische, diffamierende Wissenschaft, jedem Regime dienstbar. Quelle: Klappentext zu "Irrsinn Ost - Irrsinn West", von Ernst Klee

Samstag, Juni 24, 2006

Die Wahrheit über sinkende Erwerbslosenzahlen?
Frustriert von Deutschland wandern so viele Deutsche aus wie seit 122 Jahren nicht mehr.

Samstag, Juni 03, 2006

Männer sind Schweine ["Die Ärzte"]
Ärzte sind Schweine [Ein Mann]

Freitag, Juni 02, 2006

Messer-Attacke
In Deutschland werden jedes Jahr zigtausend Menschen durch Messer-Attacken verletzt oder gar getötet. Das wird in der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen, weil die Taten in geschlossenen Räumen hinter dicken Mauern begangen werden und die Täter zur Macht-Elite gehören. Niemals greift die Polizei ein und auch die Justiz hält sich weitestgehend zurück. Die Täter bitten ihre Opfer auch niemals um Verzeihung, das wäre unmännlich und nicht standesgemäss. Vielmehr verschleiern die Täter ihre Verbrechen mit dem euphemistischen Begriff "Kunstfehler" oder "schicksalhafter Verlauf".
30% mehr Benefit
Laut einer Studie der Unternehmensberatung Kienbaum aus dem Jahr 2003 liegt das monatliche Grundgehalt deutscher Chefärzte unter 8000 €uro brutto. Das Gesamteinkommen sei aber weit höher: Einschliesslich Leistungszuschlägen oder Einnahmen aus der Behandlung von Privatpatienten bekämen Chefärzte statistisch zwischen 17 000 und 25 000 €uro im Monat. Quelle: Hannoversche Allgemeine von dieser Woche.

Kliniken und Ärzte treten lieber woanders kürzer
Hartz-IV ist offener Strafvollzug

Das Äquivalent zu Zellen-Kontrollen sind die Besuche der Bedarfs-Prüfer, welche die Wohnung der ALG-Empfänger bis in die Imtimbereiche filzen; dem Knast-Konto entsprechen die überprüften und limitierten Konten der Sozialgeldempfänger, und die Leute werden bei jedem Kontakt schriftlich hinter den Kulissen bewertet; auf Anweisung müssen sie sich vom Amtsarzt untersuchen und einsortieren lassen; sie müssen Pflichtarbeit ableisten bzw sich anderen Massnahmen stellen, und zukünftig womöglich täglich oder stündlich telefonisch greifbar sein.