Montag, Mai 23, 2011

Ein falscher richtiger Doktor
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Der Mann hat Titel-Betrug begangen. Und ausser einem Rufschaden für Kliniken und dem deutschen Medizinwesen ist (angeblich) niemand zu Schaden gekommen. Normalerweise reicht da eine Geldstrafe. Aber er wird auch wegen Körperverletzung bestraft. Typisch Justiz: Angeblich sei kein Patient zu Schaden gekommen, darum muss keine Klinik Schadensersatz oder Schmerzensgeld zahlen, aber den Unterschichtler-Angeklagten verurteilen sie dennoch wegen Körperverletzung. Zum Vergleich: Ein bekannter Wettermoderator, dem schwere Vergewaltigung mit einer Waffe vorgeworfen wird, soll zu wenig mehr Haft verurteilt werden.

Wenn ich mir vorstelle, als Patient von so einem falschen Arzt behandelt worden zu sein, ohne von ihm zu Schaden gekommen zu sein, dann wäre ich wohl in erster Linie über jene Strukturen und Verantwortlichen entsetzt und erbost, die weder bei der Personaleinstellung noch im kollegialen Umgang erkannt haben, dass sie es nicht mit einem echten Arzt sondern einem Scharlatan zu tun haben. Der Fall zeigt einmal mehr das armseelige Umfeld und die defizitären Strukturen des deutschen Medizinsystems auf.
Tatsächliche Ärzte, die schwere Verbrechen gegen ihre Patienten begehen, dürfen von der Justiz unbehelligt weitermachen und frei herumlaufen. Wie etwa der von mir 1997 der schweren, gefährlichen Körperverletzung und des Organ-/Geweberaubs strafangezeigte Münchner Medizin-Professor Jens Erik Altwein (Anfang der 90er Jahre auf der Focus-Bestenliste). Das kriminelle Umfeld krimineller Ärzte besteht aus Justiz, Geheimdiensten, Medien inklusive Privat- und Staatsfernsehen und dem Kunst- und Kulturbetrieb. Sagte ja auch kürzlich der Filmemacher Lars von Trier auf dem Filmfest in Cannes stellvertretend für seine Branche, er sympathisiere mit einigem was Hitler getan habe und auch er sei ein Nazi.