Samstag, April 30, 2005

Dem Sozialismus wohnt ein Laster inne:
Die Unterdrückung des Egos.
Dem Kapitalismus wohnt eine Tugend inne:
Die fiskalische Taxierung von Herz und Hirn.
Mammografie? - Nein Danke!

Freitag, April 29, 2005

Deprimierend: Dass offenbar kein deutsches Gericht das auch so sah.

Donnerstag, April 28, 2005

Dramatischer Anstieg psychischer Erkrankungen: Ist auch mein Eindruck. Besonders viele Bekloppte scheinen im Internet, unter Journalisten/Medienprofis, Justizleuten, Medizinern und Politikern ihre Abartigkeiten zu treiben und zu pflegen. Soviel entmenschlichte Arschigkeit, Menschenverachtung und Ignoranz ist mir selten begegnet, wie unter diesen Berufsgruppen und im Internet. Einzige Hoffnung: Wo so viel Schatten ist, muss irgendwo auch eine starke Lichtquelle sein.
Glücklich verheiratet: Wer alles miteinander teilt, teilt sich meist auch die einzige Gehirnzelle im Haus, und wie schwer das Denken unter solchen Bedingungen fällt, merken Sie an Phase eins einer Ehe: X
"Glücklich verheiratet" klingt nach Ladenhüter, den man endlich losgeworden ist.

Mittwoch, April 27, 2005

Die haben's gut: Scientology darf nicht mehr ausspioniert werden - meldet SpOn
Bin ich dann vor staatlicher Bespitzelung geschützt, wenn ich bei Scientology Mitglied werde?
War ja klar, irgendwie muss man erst bekloppt werden, um hierzulande als normal durchzugehen.
Dickes Fell: Einige ZahnarztFunktionäre haben ihr Salär angeblich vervierfacht, bekommen demnach nun jedes Jahr umgerechnet fast eine halbe Million Mark.
Die Zahnärzte jammern über angebliche Einkommensverluste durch die Gesundheitsreform, aber für solch eine Luxusversorgung ihrer Funktionäre scheint Geld im Überfluss vorhanden zu sein.
Etliche drohen oder geben sogar - augenscheinlich untereinander abgesprochen - demonstrativ tatsächlich ihre Kassenzulassung zurück, um nur noch privat abzurechen. Einige der Möchte-gern-nur-noch-Privatabrechner haben angeblich mitlerweile klammheimlich die Wiederzulassung beantragt. Das Zahnarztwesen scheint immer noch voller üppig sprudelnder Geldquellen zu sein. Gespeist vom Geldregen der Beitragszahler. Aber für eine gute Grundversorgung der Patienten fehlt es dann augenscheinlich immer öfter dennoch.
***
Zum Thema Dickes Fell passt auch nochmal dieser MedizinLink

Dienstag, April 26, 2005

Abgekühlte Liebe zur blonden Bestie. „Charakteristisch ist es, dass unsern deutschen Schelmen immer eine gewisse Sentimentalität anklebt. Sie sind keine kalten Verstandesspitzbuben, sondern Schufte von Gefühl. Sie haben Gemüth, sie nehmen den wärmsten Antheil am Schicksal derer, die sie bestohlen...
Heinrich Heine

Im modernen Zeitalter der FrauenEmanzipation gilt Obiges übergangslos auch und sowieso für beide Geschlechter....

Montag, April 25, 2005

Sonntag, April 24, 2005

Gegen Sprayer
wird die ganze Palette polizeilicher Verfolgsungsfähigkeit erfolgreich eingesetzt - mit Spezial-Hubschraubern samt tödlicher Blaulichtfahrt durch nächtliche Strassen werden diese Sachbeschädiger gejagd.

Aber gegen eine Gruppe bewaffneter Räuber, die am hellichten Tag an DER Flaniermeile einer grossen Landeshauptstadt ein Juweliergeschäft ausraubt, sieht Polizei irgendwie dumm aus.

Immer grösserer Einsatz von Mitteln, bei immer oberflächlicheren Erfolgen?
Vor Jahren gab es, auch in Düsseldorf, ein Bomben-Attentat an einer U-Bahnstation, bei dem etliche Menschen getötet wurden. Das Verbrechen ist auch nie aufgeklärt worden - oder?

Verbrechen im Medizinwesen werden überwiegend nur verfolgt im Bereich Abrechnungsbetrug. Polizei kommt dort wohl nur zum Einsatz, um Akten und Computer aus Gebäuden zu tragen. Dass gegen Ärzte und ihre mafiösen Strukturen mit allem Polizeieinsatz ermittelt wird, davon habe ich noch nie gehört oder gelesen. Als wären Ärzte per se die besseren Menchen. Als gäbe es unter ihnen keine gefährlichen Verbrecher, die zB mit menschlichen Organen und Geweben illegalen Handel trieben. Als gäbe es unter deutschen Ärzten keine raffinierten Mörder, geschickte Totschläger und heimtückische schwere und gefährliche Körperverletzer. Es scheint eine Tabuzone zu sein. Der ganze gigantische polizeiliche und juristische Ermittlungs-Apparat meidet Aktionen gegen die wirklich gefährlich kriminellen Eliten. Trottelige Leute wie Ackermann und Esser gehören nicht dazu. Das sind harmlose Amateure.

Das Mütchen des Volkes wird gekühlt mit allergisch kommentierten Reality-TV-Verfolgungs-Jagden mit Polizei-Fahr- und Flugzeugen hinter ein paar durchgeknallten Leuten. Und eben Jagd auf Sprayer und Sozial-Betrüger. Die Deutschen reagieren offenbar immer noch empörter, wenn sie um Geld, als wenn sie um Gesundheit und Leben betrogen werden.
Die wirklichen Killer an den Schalthebeln der Macht lässt man weitestgehend unbehelligt.
Das funktioniert umso besser, je weniger medial auf die Existenz dieses Sumpfes aufmerksam gemacht wird. Die Medien laufen meist erst dann zur investigativen Hochform auf, wenn das Ding längst gelaufen, das Kind im Brunnen und der Krug zerbrochen ist - weil man sich dann nicht mehr die Finger verbrennen kann. So wurden die Betrügereien der Kohl-Ära ja auch erst medial verwurstet, nachdem das folgenlos möglich war, weil die Akteure von der Bühne weg waren.
Die Profis der Nation waschen einander die Hände in Unschuld.
Auch interessant
Ein Heil für die Demokratie: Müssen wir der NPD dankbar sein?

Freitag, April 22, 2005

Unsaubere Begrifflichkeiten
Das Etikett pädophil scheint hier in der deutschen Öffentlichkeit für jeglichliche Hin- und Zuwendung erwachsener Männer zu allen nicht-volljährigen Menschen zu stehen und gilt automatisch als kriminell.

Erstmals eine treffende Begrifflichkeit las ich erst kürzlich in einem schweizer Medium. Dort sprach man von Pädokriminellen. Den Begriff hatte ich zuvor in deutschen Debatten und Medien zum Thema noch nie gehört oder gelesen.

Es ist doch richtig: Pädophil ist das auffällige Hingezogen-Sein zu Kindern. Auffälliges Hingezogen-Sein ist per se weder sexuell noch kriminell noch ungünstig für die Entwicklung der Kinder.

Auch sind Kinder keine Jugendlichen. Kinder sind jene Menschen, die noch keine geschlechtliche Identität haben. Wer sich dennoch zu ihnen sexuell hingezogen fühlt, ist pädosexuell, also sicher gestört und vielleicht krank, aber nicht per se kriminell.

Pädophil ist also nicht gleich pädosexuell ist nicht gleich pädokriminell. Wer das alles in einen Topf schmeisst, scheint weniger am Wohl der Kinder interessiert, als vom Jagdtrieb auf Sündenböcke und Prügelknaben besessen, die man kriminalisieren kann. Kinder-Feinde in Deutschland haben wahrscheinlich eine Pädophilie-Phobie.

Zum obigen Eintrag hat mich folgender Artikel animimiert: www.facts.ch/dyn/magazin/gesellschaft/490385.html

Donnerstag, April 21, 2005

Hilfe

"Man will den Leuten gutes tun, fragt sie aber nicht, was sie brauchen.

Unglaubliche Fehlverwendung" von Tsunamispenden in Sri Lanka und Indien."

Mittwoch, April 20, 2005

PatientenTourismus: Neue Niere made in Germany

meldet Spiegel-Online. Nieren sind aber (noch) nicht machbar, sondern werden lebenden Menschen entnommen. Also woher kommen diese Organe, die doch angeblich Mangelware sind, und die den reichen MedizinTouristen eingepflanzt werden?
Das ist wahrscheinlich zuviel verlangter investigativer Journalismus.
Verlorene Scham

"Ich finde es eins der größten Verbrechen, eine Welt so aufzumischen, dass sie die gesamte Scham verliert."

www.mdr.de/fakt/archiv/516476.html
Ein paar nachträgliche Medizin-Links
Verschwundene Organe
Medikamenten-Skandal
Unentdeckte Morde
Ärztepfusch mit Todesfolge

Dienstag, April 19, 2005

In Schweden als Arzt aus Deutschland

"Wie beschissen ich in Deutschland von manchen Vorgesetzten behandelt wurde, ist mir hier erst richtig klar geworden. Es tut unendlich gut, diese ganzen Kränkungen und seelischen Misshandlungen hinter sich zu haben, nichts fürchten zu müssen und einfach nur als Arzt zu arbeiten. Herrlich!"

"Das deutsche Chefarztunwesen ist eine Krankheit an sich. Kontraproduktiv. Lächerlich. Unglaublich. Wenn man hier so auftreten würde, wäre man nach kürzester Zeit isoliert, wäre absolut unmöglich geworden."


Der ganze lesenswerte Artikel im Dr. med. Mabuse Nr. 154 März/April
HeftBestellungen zB via Link hier rechts.
Extrem

http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/23/0,3672,2278071,00.html

Jetzt kapier' ich erst, was die vielen Webdesigner/innen sollen, die an jeder InternetEcke herumstehen. Es müssen ja getürkte Webseiten erstellt werden - Dubletten mit abweichenden Funktionen, also raffiniert verändertem ProgrammCode. Womöglich sind diese Leute dabei, für jede relevante Seite im Netz eine manipulierte Kopie zu bauen und auf Vorrat abrufbar zu halten, um bei Bedarf ausgewählten Surfern ihre Version des Internets zu präsentieren. Womöglich sogar im StaatsAuftrag?

Montag, April 18, 2005

Eine tolle Frau

Fast 80 Jahre alt und noch an so vielen Fronten sozial aktiv: www.barbara-ruetting.de/

Update: Am WE war ich erstmals auf der Site und habe mich dort kurz ein wenig umgesehen.
Gestern erreichte ich die Site dann plötzlich nicht mehr. Heute auch nicht, und nun erscheint immer wieder die Meldung im Browser:

spykids hacked your server

Aber ich betreibe gar keinen Server.

Sonntag, April 17, 2005

Furchtbar

http://blog.khan.co.kr/media/folderListSlide.asp?uid=shoh&folder=9&list_id=4020974
(gesehen bei www.heise.de)

Gegen die Todesstrafe in den USA gibt's Proteste und Sanktionen, aber gegen das was und wie in China exekutiert wird, rührt sich verhältnismässig wenig. Kanzler Schröder hält den Mund und will dorthin sogar noch Waffen liefern. Oh Mann ist das erbärmlich.

Samstag, April 16, 2005

asexuell

http://www.aerztezeitung.de/docs/2004/10/19/189a0202.asp?cat=/medizin/sex

Im Sinne der katholischen Kirche scheinbar optimal. Die wollen doch Zeugung ohne sexuelle Lust, wenn ich das richtig verstanden habe. Also die reine Vernunft zur Nachkommenschaft soll Elternschaft generieren, nicht die Libido, nicht eine gegenseitige körperliche Anziehung. Katholische Ärzte sind augenscheinlich sehr engagiert, auch mit chirurgischen Mitteln das Eine vom Anderen zu trennen.

Woher kommen dann die Auswahlkriterien bei der Partnerwahl? Achso, man braucht keinen.
Ruckizucki
Roman Herzog: "Das Grundgesetz war ein großer Wurf"

Ahja, so weit geworfen, dass keiner mehr herankommt. Oder ein Wurf, keine Geburt.

Freitag, April 15, 2005

Herrschaftswissen

Nirgends im Netz finde ich eine wirklich detailierte bildliche Darstellung der männlichen Anatomie. Nur diese relativ groben Darstellungen für Schüler.
Verdammt, der Medizinbetrieb hält diese Sachen offenbar - als Herrschaftswissen - unter Verschluss!
Überrascht

Die Justiz arbeitet weitgehend "kostendeckend". Kein Staatsorgan kostet Bund und Länder so wenig, wie unsere Gerichte. Quelle: ARD-Ratgeber Recht

Quasi eine Privatisierung der Justiz?
Kein Wunder, dass die alles und jeden anklagen, wenn's bequem, lukrativ oder spannend zu werden verspricht und in's eigene Weltbild passt.
Giftspritze bei US-Exekutionen wird nachlässig angewendet
Eine US-Studie kommt zu dem Schluss, dass die Exekutionen so nachlässig ausgeführt würden, dass sie hinter den Standards von Veterinären für das Töten kranker Tiere zurückblieben.
Das beteiligte medizinische Personal besaß keinerlei Ausbildung in Anästhesie.

Die Blutkonzentrationen des Betäubungsmittels waren niedriger als für Operationen vorgeschrieben. In der Hälfte der Fälle waren die Konzentrationen so niedrig gewesen wie bei einem Patienten, der noch bei vollem Bewusstsein ist.

Seit Wiedereinführung der Todesstrafe in den USA 1976 wurden insgesamt 956 Menschen hingerichtet, 788 davon durch die Giftspritze.


Quelle: www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=19799

Einerseits ist das Problem eine Sache der USA, damit haben wir hier nichts zu tun. Andrerseits ist es kein spezifisches Problem der Amerikaner und keines der Todesstrafe, sondern eines, wie Menschen mit Macht mit Menschen ohne Macht umgehen. Also ein allgegenwärtiges Problem.

Mittwoch, April 13, 2005

Wie wird man glücklich?

Gewinner von Bronzemedaillen etwa sind glücklicher als die von Silbermedaillen. Der Dritte vergleicht sich mit denen, die keine Medaille bekommen haben und freut sich. Der Zweite vergleicht sich mit dem Ersten und fragt sich, wieso er nicht die Goldmedaille gewonnen hat.
*
Die Zufriedenheit der Bevölkerung wächst nicht mit der Wirtschaft. In den reichen Industrienationen ist man zwar auf den ersten Blick glücklicher als in der Dritten Welt - aber mit zunehmendem Wohlstand steigen auch Depression und Kriminalität.


Quelle: www.3sat.de/kulturzeit/themen/78122/index.html
Geheimdienste abschaffen!

Die sind eine Bedrohung für die Demokratie.
Wie sagte der sog. "Staatsfeind Nr. 1" der DDR, Wolfgang Welsch ("Machen Sie den Mann transparent") (Heute in der ARD seine wahre Geschichte als Spielfilm Der Stich des Scorpion): "Man muss sich gegen Unrecht wehren. Das Recht und die Wahrheit und die Freiheit fallen nicht als Geschenk vom Himmel. Man muss schon dafür kämpfen"

Das scheint mir auch so. Es genügt nicht, diese Dinge ohne oder mittels Geld an staatliche Institutionen und Dienste zu deligieren. Denn die korrumpieren sukzessive, wenn man sie lässt.
Je mehr Bürger sich dem widersetzen, desto weniger schlimm ist Widerstand für den Einzelnen. Je weniger Bürger den Mut aufbringen, desto härter wird es für den Einzelnen - was zB im Falle NaziDeutschland den Tod der zu wenigen Widerständler bedeutete. Hätten von den 60 Millionen Bürgern damals mehr Widerstand ausgeübt, könnten viele Menschen noch leben. Wie im Falle der DDR. Weil das ganze Volk aufgestanden ist, wurde es für alle erträglich und es gab keine Toten durch gewaltsame Niederschlagung der Demonstrationen. Vielleicht war das so auch nur im Sozialismus möglich, weil es dort, System bedingt, kaum Ablenkung durch Konsum und wenig bis keinen materiellen Besitz zu verlieren gab. Das macht frei. Frei, menschlich und demokratisch zu handeln.

Gilt auch und grade für die Dienste in Demokratien:
Nachrichten- und Geheimdienste setzen per Definition die Regeln außer Kraft, die für "normale Menschen" gelten. Herausragende Grundrechtsverletzung ist die Verletzung des Rechts auf rechtliches Gehör, welches u. a. den Betroffenen eigentlich garantieren soll, dass sie davon erfahren, dass sie Gegenstand eines (staatlichen) Vorgangs sind.
Wegen dieser Intransparenz, der Rechtsmittellosigkeit, den Ausnahmeregelungen für die Nachrichtendienste, die staatliche Grundrechts-Garantien aufheben, und dem deshalb schwer abzuschätzenden Ausmaß nachrichtendienstlicher Operationen steht die Institution des Nachrichtendienstes unter ständiger Kritik.
Zitiert aus Wikipedia

Zwei Fakten: Auch als völlig seriöser Bürger, ja auch und womöglich sogar grade als Opfer von System bedingter Gewalt - wie zB durch Ärzte - kann man in den Focus von Geheimdiensten geraten und hat keine Chance sich zu wehren, weil es keine Anlaufstelle gibt, bei der man sich Hilfe holen kann, wie sonst zB Anwälte, Gerichte, Petitionsausschüsse, Beratungsstellen und dergleichen. Man steht völlig isoliert und hilflos da.
Wenn diese Leute ihre erlangten Informationen wenigstens rechtstaatlich verwerten würden, hätte die Sache wenigstens noch den Anschein von Seriosität. Aber die agieren völlig frei, weil geheim und unkontrolliert, und lassen lieber die Sau raus.
Es kann also nicht nur jeden Unschuldigen treffen, man ist dann auch noch völlig perfiden Aktionen ausgeliefert. Unvereinbar mit einer Demokratie eigentlich. So kann man jeden der seinen Kopf aus der Menge streckt in die Zange nehmen und dahin lenken und manipulieren, wo man ihn hin haben will - oder ganz ausschalten.

In dem Zusammenhang nur für die Akten: Ich würde in Freiheit nie gewaltsamen Suizid begehen, solange der verbrecherische Arzt, der meine Gesundheit und mein Leben zerstört hat, nicht bestraft ist. Sollte mir also etwas zustossen, ist die Wahrscheinlichkeit gross, dass es vorsätzlich begangen wurde, entweder durch einen inszenierten Unfall oder Anschlag. Wie schon das Medizinverbrechen.

Dienstag, April 12, 2005

Henne oder Ei

Je mehr Ohren mit Wänden desto mehr Wände mit Ohren.
Rangismus

Jede Diskriminierung sei „ein Missbrauch der Schwachen durch die Starken“, so Fuller: „Analog zum auf Rasse oder Geschlecht basierenden Missbrauch wird der auf dem Rang basierende Missbrauch rankism genannt. Wenn man erst einmal einen Namen dafür hat, erkennt man rankism im Kern einer jeden Verletzung der Menschenrechte. Rankism ist die Wurzel jeder würdelosen Behandlung und Ungerechtigkeit.“

Laut Fuller ist rankism die große soziale Seuche der modernen Gesellschaften. Denn nicht nur die Nobodies leiden unter den Rangbarrieren, die ihr Tätigkeitsfeld streng limitieren sowie Einsatz und Qualität nicht belohnen: Modekrankheiten wie das Burn-out-Syndrom werden erst dadurch ermöglicht, dass jemand sich in seine Rolle als Somebody hinein steigert und in der Angst, wieder zum Nobody zu werden, seine Kräfte nicht vernünftig einteilt.


Der Völkermord in Ruanda basierte tatsächlich ja auch nicht auf Rassismus sondern auf sozialen Rangunterschieden, war also eine brutale und finale Explosion von Rankism, "Rangismus".
Auch das zunehmende verbale Einprügeln auf Erwerbslose und andere Leute, über die andere Macht haben, wie temporär oder dauerhaft im Einzelfall auch immer, scheint ein Reflex auf die o.g. Angst, selbst wieder ein/e Niemand zu werden.

Der vollständige Artikel: www.sueddeutsche.de/,kull2/kultur/artikel/935/50885/
Legalisieren subito!

www.heise.de/tp/r4/artikel/19/19451/1.html

Alles andere ist demnach unterlassene Hilfeleistung oder schwere Körperverletzung durch den Staat.
BlogCenter

Sagte ich ja schon mal vor längerem an dieser Stelle: Etliche dieser Blogerringe, also Blogs die sich gegenseitig verlinkt haben, kommen mir eher vor wie die Ausgeburten eines BlogCenters, jedenfalls irgend einer zentralen Stelle - entweder staatlicher Dienste oder einer privaten Organisation, die mit staatlichen Diensten kooperiert. Vordergründig gibt es auch Feindschaften, die aber hinter den Kulissen vorher wohl so ausbaldowert wurden. Good-guy-bad-guy-Trickserei. Das merkt man u.a. zB auch daran, dass scheinbar verfeindete Leute dann doch identische Symbole verwenden oder gegeneinander austauschen. Gefakete, bewegliche Ziele.
Privatsphäre ist wie Sauerstoff

Genau so fühle ich mich mitlerweile: "Wir laufen Gefahr, ein Leben zu führen, in dem wir stets verängstigt sind, uns ständig selbst kontrollieren, ob unser Verhalten möglicherweise verdächtig wirken könnte. Die Menschen werden sich fragen: 'Wird es für meine Zukunft Konsequenzen haben, wenn ich zum Beispiel ein bestimmtes Buch kaufe, in einer bestimmten Gegend unterwegs bin, eine politische Website besuche und so weiter?' Das wird alle Menschen ängstlich machen."

Quelle: www.zdf.de/ZDFde/inhalt/25/0,1872,2287289,00.html

Montag, April 11, 2005

Ehrlichkeit ist das Allerwichtigste

"Zu Hause in Texas war Jagdsaison. Eine gute Zeit, um seiner Schwiegermutter einen Pelzmantel mit Geweih zu verschaffen. Während ich nun durch die Stadt wanderte, konnte ich fast die verstreuten Schüsse aus den Hügeln von Texas hören. Was für ein großartiger Sport, die Jagd. Wesen zu töten, die schöner sind als man selbst. Vögel zu schießen, die höher fliegen als die Träume. Viele Büffel zu töten. Ab und zu reinigt man seine Flinte und bläst sich versehentlich den Kopf vom Hals. Gut."


www.sueddeutsche.de/,kulm2/kultur/artikel/29/50978/

Sonntag, April 10, 2005

Stell' dir vor du hast Fantasie ...

aber es reicht irgendwie nicht ganz, um damit auf dem Literaturmarkt deinen Lebensunterhalt zu verdienen, oder du suchst als erfolgloser Schreiberling nach einer zusätzlichen lukrativen Einkommensquelle.

Vielleicht fragst du mal bei Polizei oder Geheimdienst nach? Womöglich brauchen die Leute, die aus akustischen Eindrücken die dazu gehörenden visuellen Bilder entwickeln.
Beispielsweise dringen aus den Kopfhörern einer akustischen Observation zahlreiche Geräusche, die der gemeine Bulle Polizist nicht zuordnen kann. Da braucht es bestimmt fantasievolle Hirnies, die die Kakophonie der Töne, Geräusche und Stimmen möglichst eindeutig sortieren und ihren wahren Quellen und Ursachen zuordnen können. Frauenhirne eignen sich wohl besonders für sowas - denn die funktionieren assoziativer, u.a. wegen der dickeren Brücke zwischen den beiden Hirnhälften. Hört man zB eine zeitlang diverse Geräusche vom Observierten, ohne zu sehen, was der tut, dann müssen die Überwacher wohl allein anhand der Akustik erkennen, ob der Überwachte zB an einer Bombe bastelt oder nur grade in der Küche sein Essen zubereitet. Sicherlich eine reizvolle Aufgabe. Aber diese Tätigkeit mutiert offenbar. Visuelle Observation scheint angesagt. Jetzt geht es darum, dass Gehörte und Gesehene verbal ausdruckstark möglichst abfällig zu kommentieren. Psychisch deprivierte, moralisch verlotterte Observanzen sind da ganz klar im Vorteil.
Blockwart

Was verdient eigentlich ein gemeiner Hausmeister so?
Unser kann sich augenscheinlich einen dicken neuen BMW leisten.

Und das obwohl die Fenster hier im Block seit etwa einem Jahr nicht mehr geputzt wurden, die Bausubstanz teilweise verrottet, die zeitraubendsten Gartenarbeiten von anderen erledigt werden (er mäht gelegentlich dann nur mit seinem Rasen-Porsche den ganzen Tag um den Block herum - damit auch ja jeder hört dass er was tut und damit der oder die Schläfrigste garantiert wach wird), etliche Fenster im Treppenhaus lassen sich nicht schliessen, weil kaputt, sodass der Radiator unten im Treppenhaus quasi zum Fenster raus heizt. Sanitärinstallationen macht der eh nicht, dafür hat hier extra eine Firma ein Dauer-Abo. Zuständig ist er aber zB für die Abhör Gegensprechanlage.

Witzig finde ich ja seine Strategie, draussen sichtbar scheinbar zur Arbeit zu eilen und dann vom anderen Ende des Wohnblocks oberirdisch unsichtbar durch den Keller wieder zurück in seinen eigenen Trakt zu gehen.

Vermutlich übernimmt der Mann andere wichtige oder zumindest gut bezahlte Aufgaben.
Übrigens heisst es DER Blockwart, nicht DAS Blockwart.

(Vielleicht sollte ich zum besseren Verständnis mein Blog hier umbenennen in Glasnost & Perestroika, oder so.)

Samstag, April 09, 2005

PatientenAkte nicht beim Arzt

Problematisch sei auch, dass Krankenakten nicht mehr beim Arzt lagern, sondern auf anonymen Servern gespeichert werden sollen. „Niemand wird kontrollieren können, wer dort auf welche Daten zugreifen kann“, sagt der Sprecher – und wenn die Krankenkassen Zugriff hätten, könnten sie sich die Versicherten nach Risiken aussuchen. „Für chronisch Kranke oder Behinderte dürfte dann die freie Wahl der Kasse der Vergangenheit angehören.“

Kritik vom Sprecher der sog. Freien Ärzteschaft auf dem ersten sog. Ärztetag von unten. Quelle: http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/09.04.2005/1748495.asp#art

Wenn Krankenakten auf anonymen Servern lagern, könnten auch technisch versierte DatenJäger und -Sammler, Detektive, staatliche Dienste, Hacker, Kracker, Bauernfänger, darauf zugreifen. Schnell können Albträume wahr werden ...

Freitag, April 08, 2005

Parasitus Rex
Der französische Philosoph Michel Serres, der ein Buch über den Parasiten als Metapher geschrieben hat, geht so weit, das parasitäre Leben vom Nicht-Parasitären nicht mehr trennen zu wollen, vielmehr spricht er von einer Kaskade des Parasitären, an deren Spitze der Mensch steht: er parasitiert am "Fest des Lebens", nährt sich von der Ressourcen der Erde, bringt Störung in die Ordnung, ist aber genau darum kreativ.

Carl Zimmer, amerikanischer Wissenschaftsjournalist und Autor von "Parasitus Rex" hält die Menschen für ziemlich schlechte Parasiten. Eigentlich, erklärt er mir, ist ein Parasit immer darauf bedacht, seinen Wirt nicht zu sehr zu schädigen. Wir Menschen aber, findet Zimmer, schädigen die Erde irreversibel, wir sind unvorsichtig, gefährden wird doch das, was uns Leben ermöglicht: unseren Wirt, die Erde.

Das ganze Interview, zum Film heute auf Arte, http://www.heise.de/tp/r4/artikel/19/19841/1.html

Dienstag, April 05, 2005

X35 77!/\/\ H)!

http://www.microsoft.com/athome/security/children/kidtalk.mspx

Montag, April 04, 2005

Mehr Tote durch Ärztepfusch als im Straßenverkehr

Der Präsident der Deutschen Chirurgischen Gesellschaft hat alarmierende Zahlen vorgelegt. Demnach zählt das Risiko, an Kunst- und Behandlungsfehlern im Krankenhaus zu sterben zu den zehn häufigsten Todesarten - noch vor Aids und Brustkrebs.

Rothmund sagte, es müssten dringend Schritte unternommen werden, um Zahl und Schwere von Fehlern zu verringern: "Die Luftfahrtgesellschaften sind uns Medizinern um 20, 30 Jahre voraus, was Fehlervermeidung angeht." So liege das Risiko, eine schwere oder tödliche Komplikation zu erleiden, im Krankenhaus bei eins zu 200, im Luftverkehr dagegen bei eins zu zwei Millionen.

Er forderte seine Zunft auf, eine "Politik des Schweigens" zu beenden und Konsequenzen zu ziehen. In den angelsächsischen Ländern sind in den Kliniken längst regelmäßige Konferenzen über aktuelle Krankheits- und Todesfälle Standard. "Solche Konferenzen finden bei uns in Deutschland in der Regel nicht statt", sagte der Chefarzt an der Universitätsklinik Marburg.

Fehler passierten zwar immer, wo Menschen zugange seien, aber auch eine Sicherheit von 99 Prozent sei nicht ausreichend: Dies würde jede Woche noch immer 1225 fehlerhafte Operationen in deutschen Kliniken bedeuten.

Aus der SZ von Heute, www.sueddeutsche.de
Auch aktuell zum Thema: http://www.zeit.de/2005/15/M-Fehler

Das dürfte schwierig bis unmöglich sein, solange Ärzte für's Kranksein und nicht für's Gesundsein ihrer nicht-ärztlichen Mitmenschen bezahlt werden. Ob bewusst oder unterbewusst, dieser Grundwiderspruch oder Zielkonflikt wirkt jeder Verbesserung der Patienten-Gesundheit oder -"Sicherheit" entgegen.
Im FlugverkehrsWesen ist nur ein Angst frei, gesund und sicher beförderter, zufriedener Kunde auch ein zukünftiger zahlender Kunde. Ganz im Gegensatz in der Medizin. Tief begriffen zu haben, dass jedes Engagement mit Liebe und Hingabe für die Gesundheit der Patienten, die eigene finanzielle Zukunft untermininiert, wird stets Pfusch, Schlampigkeit und böswillige Sabotage fördern. Dieser Systemfehler entlastet aber keinen Arzt von persönlicher Schuld.
Vor dem oben skizzierten Hintergrund, kann ich die Äusserungen des Chefs der Chirurgen nur als Augenwischerei sehen - so sympathisch seine geäusserten Ziele auch scheinen mögen.
Aber vielleicht meint seine "Patientensicherheit" auch etwas anderes als Patienten-Gesundheit. Es geht ihm vielleicht einfach nur darum, dass behandelte Patienten nicht schon im Krankenhaus unter Nebenwirkungen, Spät- und Folgeschäden leiden sollen. Das würde zu direkt negativ auf Ärzte und Klinik zurückfallen - auch weil statistisch erfassbar.

Sonntag, März 06, 2005

Wer die Freiheit einschränkt, um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren. Benjamin Franklin

Spionagetechniken:
u.a. Gadgets und Van-Eck-Phreaking:
Gadget kommt aus dem englischen und bedeutet übersetzt Apparat, technische Spielerei, Dingsbums (Slang). Geheimagenten, Spione, Detektive und Superhelden bedienen sich oft Gadgets um einer kniffligen Situation zu entkommen oder um ihren Gegnern überlegen zu sein. Ein typisches Gadget des Jahres 2005 ist sicherlich der iPod Shuffle.
[Durch die USB- und Firewire-Schnittstellen ist es möglich, große Mengen Daten innerhalb kurzer Zeit auf den iPod zu übertragen. Dies müssen nicht unbedingt MP3-Files sein, auch große Mengen an sensiblen Daten können problemlos und in minutenschnelle übertragen werden. Nicht nur die britische Armee ist sich des Risikos der mobilen Datenspeicher bewusst. Auch Unternehmen machen sich Sorgen in Bezug auf Datenspionage durch die mobilen und leistungsfähigen Speichergeräte. Durch derartige Player ist es möglich, schnell und unbemerkt große Datenmengen an sämtlichen unternehmensinternen Sicherheitsvorkehrungen vorbei zu schleusen.] (Einschub aus http://www.e-recht24.de/news/Datenschutz/240.html)

Van-Eck-Phreaking ist eine Technik zur elektronischen Spionage.
Alle elektrischen Geräte, insbesondere Computerbildschirme, strahlen elektromagnetische Wellen ab. Diese können mit geeigneten Empfangseinrichtungen auch über größere Entfernungen (bis zu 100 m) hinweg aufgefangen werden, um den Datenverkehr abzuhören.
Quelle: Wikipedia
Es lassen sich aber auch die der Stromnetzfrequenz übergelagerten Frequenzen des Computers aus der Nachbarwohung via Steckdose herrausfiltern und die Daten/Texte u.a. abziehen.

Samstag, März 05, 2005

Tu was gegen deine HerpesViren und iss Lakritz

dachte ich vor paar Tagen und kaufte mir erstmals seit Jahren wieder 'ne Tüte Haribo-Schnecken. Black is beautiful.


Götter in Weiß

Das Auge des Glaubens
und das Auge der Gier
einander im Wahn gegenüber - - -
"Chef, sie opfern Menschen her!"
"Na und? Was wär dir lieber?"

Eure Segel erscheinen
auf der Schneide des Meers,
an dessen Ufern die Friedlichen wohnen.
Sie beten euch an.
Und noch während sie singen,
sprechen schon eure Kanonen.

Nach Gewürzen gesucht,
und gefunden wird Gold –
alle Spuren so fremd, frisch und heiß.
Schlechte Karten gehabt,
trotzdem alles gewonnen:
Typisch Götter in Weiß.

Götter in Weiß
haben traurige Erde
mit Blut in allen Farben befleckt,
für Kaiser und Kirche, für Fortschritt und Freiheit
den Rand der Welt entdeckt.

Götter in Weiß,
Herren der Schöpfung,
todesängstlich starkes Geschlecht.
Jenseits der Liebe fühlt ihr Verlangen,
zu lieben gerade die, die ihr brecht.

Unendlich erfolgreich,
dem Siegen verfallen,
kein Fleck blieb vor euch lange verschont.
Kein Abgrund der Tiefsee,
kein Fels in den Wolken,
kein Grashalm und kein Staubkorn vom Mond.

Kantiges Kinn,
stechender Blick,
maßlose Ziele hinter eisiger Stirn.
Am Anfang das Wort,
danach gleich der Mord.
Inzwischen plündert ihr das eigene Hirn.

AMERIKA
hat noch keiner entdeckt,
es ist nicht von dieser Welt.
Das, was ihr Götter "Amerika" nennt,
ist nur ein Indien mit Geld.

Götter in Weiß,
betet für euch,
besser, wenn ihr büßt und bereut.
Schlechte Zeiten für Täter. Eher früher als später
hat die Menschheit sich von Monstern befreit.

Heinz Rudolf Kunze von www.heinzrudolfkunze.de
1000 neue Ermittlungs-Verfahren gegen Mediziner

Ärzte betrügen auf immer gewieftere Weise Krankenkassen und Patienten. Die Zahl der Ermittlungsverfahren ist seit 2000 von 17 auf mehr als 1000 gestiegen.

Aus einem aktuellen Artikel in der Frankfurter Rundschau www.fr-aktuell.de

Solche betrügerischen Ärzte haben ihre Opfer aber wenigstens nur um Geld geprellt. Wirklich schlimm finde ich Mediziner, die ihre Patienten um deren Gesundheit berauben.

Freitag, März 04, 2005

Das Sein bestimmt das Bewustsein. Oder doch nicht?

Wer keine oder nur sehr begrenzte Möglichkeiten sieht, eigene Interessen und Standpunkte in Parlament, Gericht, Verwaltung oder anderen offiziellen Gremien einzubringen, wird auch keine den offiziellen Parametern entsprechende politische Handlungsfähigkeit entwickeln; mangelnde politische Handlungsfähigkeit wiederum kann das moralische Empfinden aufs Niveau der Vendetta zurückbinden.
~
Dass sich - wie im Falle der Attentäter des 11. September - auch die Privilegierteren und Gebildeten mit den Anliegen einer sich benachteiligt fühlenden Gruppe identifizieren können, haben revolutionäre Bewegungen durch die Jahrhunderte gezeigt: Weder Reichtum noch Bildungsstand noch das, was wir unter Intelligenz und «Normalität» verstehen, sind letztlich ausschlaggebend, wenn es um emotional motivierte «moralische» Entscheide geht.

Zitiert aus einem Artikel der aktuellen NZZ http://www.nzz.ch
der aber nur noch im Google-Cache vollständig und spontan abrufbar ist

Donnerstag, März 03, 2005

Wär' ich nicht arm, wärst du nicht reich
Den Reichen und Spitzenverdienern in unserer Gesellschaft müsste man deutlicher vor Augen führen, wem sie ihren Reichtum verdanken.

Denn auch ihr Reichtum ist letztlich ungesichert und existiert nur so lange wie die Gesamtwirtschaft funktioniert. Wenn immer mehr Menschen aus dem Erwerbsleben gedrängt werden, dann ist letztlich auch der Reichtum der Reichen bedroht.

http://www.sueddeutsche.de/,tt2m3/deutschland/artikel/741/48693/

Wobei ich ein Herausdrängen aus dem Erwerbsleben unbedingt auch durch ein Medizinwesen sehe und erlebe, dass Patienten zu Sozialfällen therapiert, weil nicht gesunde Menschen dem Arzt Profit bringen, sondern nur Patienten.

Aber nur wer wirtschaftlich produktiv ist, kann Geld in das Medizinwesen pumpen. Das bedeutet also für Ärzte eine Konflikt-Schere.

Der Topf des Gesundheits-Budgets, aus dem die Ärzte ihr Geld schöpfen, wird nur vom erwerbstätigen Teil der Bevölkerung aufgefüllt, aber den Zugang zum Topf bekommen die Ärzte nur über kranke Menschen, also Patienten, resp. über deren Chipkarten. Je mehr Menschen der Arzt zu (Dauer) Patienten macht, desto häufiger und grösser ist sein Zugang zum GeldTopf des Gesunheitsbudgets, aber umso weniger gesunde Menschen stehen dann auch als wirtschaftliche Produktivkräfte zur Verfügung, um diesen Topf wieder aufzufüllen. Je mehr Patienten die Ärzte nachhaltig gesund therapieren würden, desto grösser würde der Pool leistungsfähiger Bürger, aber die Ärzte verlören damit die Zugänge zum grossen GeldTopf.

Im ersten Fall wird also die EinnahmeSeite durch Ärzte immer mehr geschwächt, während die AusgabenSeite expandiert - das ist die reale heutige Situation. Im zweiten Fall gäbe es immer wieder einen übervollen Budget-Topf - bei vermutlich weniger Nachfrage nach Leistungen (weil die Menschen nachhaltig gesünder wären), was EinkommenEinbussen für Ärzte bedeuten würde und mittel- oder langfristig die KrankenKassenBeiträge erheblich senken würde, also eine drastische Verringerung der LohnNebenkosten. Das wiederum würde die Nachfrage der Wirtschaft nach gesunden, leistungsfähigen Arbeitskräften befördern, von denen es dann auch hier zu Lande genug gäbe. Es würde also eine wirtschaftliche AufwärtsSpirale in Gang gesetzt, wenn Ärzte ein primäres Interesse daran hätten, Menschen nachhaltig gesund zu therapieren. Die heutige Situation ist das Gegenteil davon und wir sehen und erleben die katastrophalen Folgen.
Man stelle sich beispielsweise mal vor, alle Erwerbstätigen müssten regelmässig in eine FeuerwehrKasse einzahlen, die dann mehrere hundert Millionen Euro enthält und aus der die Feuerwehren des Landes bezahlt werden - aber immer nur wenn's irgendwo brennt und sie zum Löschen ausrücken. Teile unserer Städte wären sicher ständig bis auf die Grundmauern heruntergebrannt.

Prinzipiell sind ja mehrere Modelle vorstellbar, wie Ärzte mit dieser Konflikt-Schere umgehen: Sie teilen die Bevölkerung im o.g. Sinne in eine Gruppe der Leistungsträger, die gesund, leistungsfähig und erwerbstätig sind und damit die Sozialkassen auffüllen, und in die Kaste der LeistungsBezieher, die als Patienten dem Arzt Zugänge zu den Geldtöpfen verschaffen. Die Leistungsträger wären demnach für den Arzt eine Gruppe, auf die er idR keinen Zugriff hat, weil die keinen ernsten ärztlichen Kontakt benötigt - diese Gruppe dient der Ärzteschaft also allein als Auffüller der Krankenkassen. Hingegen die Kaste der Leistungsbezieher (Patienten) wäre ein Pool von Menschen, auf die der Arzt einmal richtig Zugriff hatte und die er sich nun in ständiger Abhängigkeit hält, also nie richtig gesund therapiert, um jederzeit über die Chipkarten Zugriff auf das GesundheitsBudget zu haben. Dem ähnelt etwa die heutige Situation.
Nur leider krankt dieses desaströse Modell an allen Ecken und Enden. Ganz elementar schon daran, dass sowohl die Gruppe der Nur-Einzahler-aber-nie-in-Anspruch-Nehmer darüber tief frustriert ist, dass sie Monat für Monat, Jahr für Jahr horrende Beiträge einzahlen, aber dafür selten oder nie eine Gegenleistung bekommen, aber auch die Kaste der abhängig, also krank gehaltenen Patienten, spürt die Ähnlichkeit der eigenen ZwangsLage mit der von Nutzvieh. Beide Lager sind also höchst frustriert. Zudem lässt sich eine solch strenge Gruppentrennung in einer hochmobilen, durchlässigen Gesellschaft nur mit Druck und Gewalt und nicht vollständig aufrecht erhalten. Dennoch scheint mir dieses Modell weitgehend gängige Praxis zu sein.

Aber da gibt es ja noch ein anderes Modell: Hier strebt der Arzt an, auch regelmässigen Zugriff auf die o.g. Gruppe der eigentlich gesunden Leistungsträger zu erlangen, um auch über sie kontinuierlich abrechnen zu können. Davon zeugen die massiven Bestrebungen des MedizinWesens alles und jeden als irgendwie behandlungs- oder wenigstens regelmässig untersuchungsbedürftig zu erklären.

Als Lösung des o.g. Grundwiderspruchs, wird manchmal das alte chinesische Modell erwähnt: der Arzt wurde solange von den Bürgern bezahlt, wie sie gesund waren. Wurde ein Bürger krank, bekam der Arzt kein Geld mehr von ihm - solange, bis der Patient wieder genesen war und arbeitete. Eine bestechend sinnvoll erscheinende Logik.
Jedoch wirft auch dieses Modell Fragen auf: Für wieviele Bürger ist ein Arzt zuständig, also wieviele Bürger zahlen für ihn und wieviel zahlt der Einzelne? Entscheidet der Arzt allein, wer krank ist und nicht mehr an ihn zahlen muss?
Bemerkenswert ist ja, dass wir hier zu Lande eigentlich einen ähnlichen Ansatz haben: Die Bürger zahlen solange sie gesund und erwerbstätig sind in die Krankenkasse ein. Jedoch bei uns bekommt der Arzt dann noch kein Geld. Er bekommt erst und nur dann Geld, wenn ein Mensch krank ist. Verrückt, weil es den perversen Anreiz setzt, Menschen krank zu machen und Kranke nicht richtig gesund zu therapieren!

Das Ziel müsste sein, einerseits möglichst altruistischen Menschen den Zugang zum Arztberuf zu verschaffen (Wozu gibt es psychologische Persönlichkeits-Tests?) und die Karriere und Geld fixierten Kandidaten abzuhalten, und den den Ärzten eine Grundsicherung zu zahlen, unabhängig davon, ob sie Patienten haben oder nicht. Natürlich mit regelmässigen Grundpflichten und diversen Anreizen, nachhaltig gute ärztliche Praxis vorzuhalten.

Montag, Februar 28, 2005

Warum Frankreich auf Atomkraft setzt

Noch entscheidender aber ist die kühle Witterung, die in weiten Teilen Europas den Verbrauch anheizt. Speziell Frankreich ist betroffen, da dort auf Grund der verbreiteten Stromheizungen die Nachfrage bei Kälte besonders heftig anzieht. So steigt in Frankreich mit jedem Grad fallender Temperatur der Bedarf um bis zu 1600 Megawatt. Daher mussten in dieser Woche über Tage hinweg rund um die Uhr 5000 Megawatt von Deutschland nach Frankreich geliefert werden - und das führte auch auf dem hiesigen Markt zu Verknappung.

Energiepolitisch interessant ist aber noch ein ganz anderer Aspekt: In diesen Tagen ist Strom aus Windkraft zeitweise billiger zu haben als der fossil-atomare-Mix. Denn nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz bekommen Windkraftanlagen an guten Standorten nach fünf Jahren nur noch 5,4 Cent je Kilowattstunde vergütet.

Aus der Frankfurter Rundschau von heute www.fr-aktuell.de
Arztfrauen sind geistiger Slum

ZEIT: Zurzeit wird über die neue Unterschicht diskutiert, Sie selbst haben einen Begriff des Soziologen Paul Nolte aufgegriffen: das so genannte Unterschichtsfernsehen.

Schmidt: Wobei das ja nicht nur von der Unterschicht gesehen wird – sondern auch von der geistigen Unterschicht, zu der ich unbedingt auch Arztfrauen zähle, also den geistigen Slum.

Harald Schmidt im Interview mit der ZEIT www.zeit.de

Freitag, Februar 25, 2005

Fernblick

Die deutschen Probleme hier, liegen nicht in den USA, sondern hier in der Gesellschaft. Wer mit dem Finger auf das böse Bush-Regime zeigt, zB mit Hinweis auf die unmenschlichen Praktiken beim Umgang mit Menschen, die zu Verdächtigen und Gefangenen erklärt wurden, der sollte mal seine Scheuklappen abnehmen, um auch hiesige Zustände zu erkennen.

Hier kann sich ein Ex-Bundeswehr-Arzt auch im Zivilleben sadistische, unmenschliche, weil Folterpraktiken herausnehmen, und es kräht kein Hahn danach. Im Gegenteil wird solch ein Verbrecher augenscheinlich noch durch deutsche Sicherheitskräfte gedeckt, indem die Opfer des diabolischen Militär-Mediziners mit konspirativen, geheimdienstlichen Mitteln und Methoden mundtot gemacht werden und die Erfüllung ihrer legitimen Rechte und Ansprüche sabotiert wird. Das Arschloch wird hofiert, vielleicht weil dieser perverse Scharlatan ein paar Fachbücher verfasst oder herausgegeben hat. Faschismus regiert weiterhin die Kulissen, aber ausser den unmittelbar Betroffenen stört's offenbar keinen.
Auffällig

Gestern wollte ich noch kurz vor Mitternacht ein Fax an das BVerfG senden. Trotz Freizeichen(!) und mehrerer Versuche, kam keine Verbindung zustande. Ich überlegte, ob man dort um solche Uhrzeiten das Faxgerät abgestellt hat, oder ob bei meinem Gerät irgend etwas fehlerhaft ist. Zur Kontrolle wählte ich die Faxnummer per Handy an und bekam ein Freizeichen, aber keine Verbindung.

Kurz vor 2Uhr hatte ich spontan die Idee, es nochmal zu versuchen. Zum schnellen Antesten, ob es überhaupt geht, wählte ich die Faxnummer diesmal erst per Handy - und tatsächlich - es kam eine Verbindung zustande, das Faxpfeifen war zu hören. Danach versuchte ich dann, mein Fax zu übermitteln, was diesmal auch gelang.

Klar ist somit also, dass eine Fax-Übermittlung noch am gestrigen Tag, mindestens kurz vor Mitternacht, trotz Freizeichen nicht möglich war, weil offenbar keine Verbindung zugelassen wurde, denn einige Zeit nach Mitternacht war plötzlich eine Übermittlung möglich, ohne dass auf meiner Seite etwas verändert wurde. Das wirft Fragen auf.

Mittwoch, Februar 23, 2005

Pawlowsche Hunde

Sobald auch nur jemand die Diagnose faschistoid mit einem gewissen Temprament stellt, setzt sich augenscheinlich eine ebenso hirnlose wie staatliche Maschinerie in Gang, aus Staats- und Verfassungsschützern, Politik und Polizei, bestimmten Journalisten und rechtlastigen Vertretern des Unterhaltungsgewerbes, um den Diagnostiker durch schiere und langdauernde Massenaufmärsche vom Gegenteil zu überzeugen. SchildBürger der modernen Massengesellschaft.

Den Unterschied zwischen pauschaler Anklage gegen ein ganzes Land und der klaren Benennung von Einzeltätern, einzelnen Gruppen und bestimmten Strukturen, den können oder wollen diese Tunnelblicker nicht sehen. Die stellen sich ganz ahnungslos oder vorsätzlich an die Seite der faschistoiden Kriminellen, die man dann natürlich nicht so charakterisiert und also nicht als kriminell ansieht. Aber wer mit Faschisten gemeinsame Sache gegen die Grundrechte anderer macht, ist selbst ein Faschist. Darum ist auffälliger- und merkwürdigerweise mitlerweile auch ein Pauschalurteil zutreffend geworden.

Die Geschwister Scholl waren sehr jung, gesund und intelligent und haben dennoch ihr Leben hingegeben, für die universalen Menschenrechte. Sie sind ermordet worden, von einer faschistischen deutschen Gesellschaft. Wie kann man sich da noch um seine berufliche oder soziale Karriere sorgen?

Die Verhältnisse des Faschismus sind heute anders als damals - das Problem bleibt.
Es gibt kein Urvertrauen mehr. Der deutsche Mensch neigt zur Vereinsmeierei und darin zum diabolisch böse Sein. Individualität gilt in Deutschland als Geisteskrankheit und wird rigoros therapiert.

Die Nobelpreisträgerin Elfriede Jelinek nannte die austrische Gesellschaft eine kernfaule Mozartkugel. Was wäre das passende Bild für die deutsche Gesellschaft? Ein volldigitalisierter HighTech-Fleischwolf in schickem Design? Homo homini lupus. Wir machen aus jedem Menschen ein Würstchen.

Dienstag, Februar 22, 2005

Genial

Grade in einem TV-Bericht gesehen: Als Zahn-Patient kann man seinen zahnärztlichen BehandlungsBedarf für Leistungen mit Eigenbeteilung, also zB für Krone, Brücke, Inlay, Implantat usw. auf einer seriösen Internetseite an den geringst-bietenden Zahnarzt versteigern.
Also man bietet sein Zahnproblem an, nennt einen Maximalbetrag, und dann können Zahnärzte aus der Region den Kostenvoranschlag unterbieten.

Und weil etwa zwei Drittel derartiger Kosten vom ZahnLabor verursacht werden und deren Hauptanteil die Lohnkosten sind, gibt es auch noch die Möglichkeit, sich durch eine Transfer-Firma günstig Laborabeiten aus zB China oder der Türkey anfertigen zu lassen.

Beide Aktionen in Kombination können die "Anschaffung" um etliche 100 Euro senken - und zwar vom ohnehin schon günstigsten Kostenvorschlag. Mehrere 1000 Euro für eine Krone oder Brücke, finde ich eh reichlich happig.

Dazu fällt mir grade eine Bekannte ein, deren Tochter (kinderloser Single, um die 40) als Zahntechnikerin arbeitet. Die ältere Dame klagte in fast jedem Gespräch, dass ihre Tochter unter ihren langjährigen Überstunden bald zusammenbreche. Die Tochter sei kaum noch zu Hause, werde vollkommen von ihrer Arbeit absorbiert und das seit Jahren und sie leide erkennbar darunter.
Da passt es ja vielleicht prima, wenn bald Entlastung kommt, weil Aufträge ins viel günstigere Ausland gehen. Zahntechniker verdienen bekanntlich nicht schlecht, da wird die junge Frau mit womöglich Teilzeit doch ein ganz neues tolles Lebensgefühl geniessen können: Viel Freizeit und dennoch ein passables Einkommen. Was man nicht freiwillig auf die Reihe bekommt, das regelt dann eben der Markt.

Zur Erinnerung: Der Skandal, vor einigen Jahren, um Billig-Gebisse aus China, ging nicht um die Qualität - die wohl hervorragend war - sondern allein darum, dass Zahnärzte die günstigen ZahnLaborArbeiten aus China den Kassen und den Patienten zu den viel höheren deutschen Preisen in Rechnung gestellt hatten.

Sonntag, Februar 20, 2005


Ein Äquivalent zum Humanmediziner fällt mir momentan nicht ein

pic is a temporary directlink from www.medialunchbox.com
WE-Nachlese

Das GrundGesetz wird bald einen ähnlichen, historischen Wert haben, wie die legendären 10 Gebote: 'Ne tolle Idee - aber nix für die Probleme der Gegenwart.

Kennt jeder: Viele Köche verderben den Brei, und die Formulierung, dass jemand vor lauter Kraft nicht mehr laufen könne.
Ein Kabarettist macht sich lustig darüber, dass der deutsche Staat, um die Rechten, insbesondere die NPD, weg zu kriegen, diese mit dem Verfassungsschutz unterwandert habe, aber die nun aus genau dem Grund nicht mehr verbieten könne.

Solch staatliches Vorgehen ist augenscheinlich gängige Masche. Erst ein V-Mann in Bayern soll den NeoNazi Wiese zu angeblichen BombenAttentaten angestiftet haben - von allein soll der sowas nicht im Sinn gehabt haben. Also jene EinzelPersonen oder Gruppen, die man irgendwie weghaben oder kleinkriegen möchte, über die versucht man subtile Steuerungs-Macht zu erlangen, versucht, sie dorthin zu manipulieren, wo man sie scheinbar legal fertig machen kann. Die Marionetten-Fäden sollten dabei natürlich für das übrige Publikum unsichtbar bleiben. Das hat im Fall Wiese in München nicht geklappt und ist beim Versuch, die NPD zu verbieten, komplett gescheitert. Aber die verantwortlichen Innenminister, die das versaubeutelt haben, sind so charakterlos, den Fehler nicht bei sich zu erkennen, sondern einige nehmen statt dessen das BundersVerfassungsGericht als Sündenbock.

Auch hirnrissig: Jemanden zu diskreditieren, zu verleumden, seinen Ruf zu schädigen, und ihn gleichzeitig emotional zu locken und kumpelhaft jovial auf die Schultern zu klopfen. Fertig machen, um hinterher nach fremden Plänen neu aufzubauen. Dumm nur, wenn sich Aufbauhelfer und Abrissbirnen mit jugendlichem Elan ganz übereifrig gleichzeitig am Objekt zu schaffen machen und gegenseitig behindern. Avanti Dilettanti.
Diese Leute sind so besoffen von den modernen technischen Mitteln, andere Menschen in den Griff zu nehmen, und von den staatlichen Geldern die ihnen dafür zufliessen, dass sie blind für den oder die Menschen hinter ihrer künstlichen Prothese der Machtausübung sind und längst menschliches Mass verloren haben - oder schon vorher keines hatten - als "charakterliche" Voraussetzung für den Job. Armselige Charakterkrüppel am HighTech-Arbeitsplatz.

Auch fällt auf, dass grade unter jenen hier zu Lande besonders heftig gegen Underdogs, DropOuts und andere Personen die schon einer Minderheit angehören oder noch isoliert werden sollen, vorgegangen wird, die selbst in dieses Land, in die westdeutsche Gesellschaft zugewandert sind, also selbst einer Randgruppe angehören und damit potentiell ausgegrenzt und ihrer Rechte entzogen werden. Da trampeln dann in den Westen gekommene Ossis, Balkan-Immigranten, Emporkömmlinge, Karrieristen und Neureiche besonders eifrig auf den schon vorhandenen Randfiguren der Westgesellschaft herum, wohl als Reflex und im Glauben, sich damit beim Mainstream der Gesellschaft beliebt zu machen und dem Eintrittstor zur Oberklasse ein Stück näher zu kommen.

Freitag, Februar 18, 2005

An der Front* gestorben / Was zu weit geht, geht zu weit ...

Ein Mann hat in NRW einen Zahnarzt in dessen Praxis erschossen. Der Tatverdächtige hat sich selbst gestellt. Angeblich fühlte er sich schon vor der Tat verfolgt und bespitzelt.

Hoffentlich geraten jetzt jene in's Raster, potenzielle GewalttäterInnen zu sein, die immer wieder ohne Grund behaupten, von angeblichen Stalkern belästigt zu werden.

Wie sich herausstellte, war bereits mehrmals gegen den Mann ermittelt worden, unter anderem wegen des Verdachts eines Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz. Das Verfahren war jedoch eingestellt worden, nachdem eine Wohnungsdurchsuchung ergebnislos blieb.
http://www.wdr.de/themen/panorama/kriminalitaet05/mord_oelde/index.jhtml?rubrikenstyle=panorama

Auffällig und merkwürdig: Gegen den Mann wurde also dauernd ermittelt, sogar seine Wohnung wurde auf den Kopf gestellt - ohne dass je etwas Verdächtiges gefunden wurde. Offenbar fühlte er sich dann ja nicht ohne Grund ständig verfolgt und bespitzelt.

Wie nennt man sowas? Sich selbst erfüllende Profezeihung oder StossStangentaktik resp. KundenZucht des Justiz- und PolizeiApparates?

Wem ist jetzt geholfen? Dem Mann nicht - der wandert für Jahre in den Knast. Dem Arzt nicht - der ist tot. Seinen Patienten vielleicht, wenn er ein Pfuscher war, aber da sollte es bessere Methoden der Abhilfe geben. Die Praxishelferinnen werden arbeitslos. Allein der Justiz- und PolizeiApparat profitiert: Man kann sich bestätigt fühlen, der Mann war gefährlich - wenn auch vielleicht erst durch die Jahre lange Drangsalierung und Bespitzelung - und man hat jetzt wieder Arbeit mit dem Fall. Toll. Klasse.

*Den Begriff Front für den Kontakt zwischen Arzt und Patient habe ich erstmals vor paar Jahren von einem Arzt gelesen und ich fand dieses Wort ebenso bezeichnend wie ätzend und deplatziert. Grade habe ich es wieder auf einer Mediziner-Seite gefunden. Soll sich jeder eigene Gedanken zu diesem militärischen Terminus und der dahinter zu vermutenden Haltung machen.
Über einen Exorzisten in einem Exorzismus-Seminar im Vatikan:

Täglich sieht er zehn "Patienten"; kurioserweise seien besonders viele Mediziner darunter. www.sueddeutsche.de/,tt4m3/panorama/artikel/26/47978/

Tatsächlich auch nach meinem Eindruck, scheinen nicht wenige katholische Ärzte vom Teufel besessen zu sein. Kurios kann das wohl nur ein Exorzist finden. Für die Patienten sind solche Mediziner lebensbedrohlich.
Wobei es nicht unwahrscheinlich ist, dass ich vielleicht grade jene katholischen Ärzte als teuflisch empfinde, die von der katholischen Kirche als normal beurteilt werden, wohingegen die zu exorzierenden vielleicht die besseren, menschlicheren Ärzte sind?

Dienstag, Februar 15, 2005

polymorph-perverse Spitze des Eisbergs
München ein Hort perverser Ärzte unter dem "Schutz" der Justiz?

www.sueddeutsche.de
nochmal www.sueddeutsche.de
http://gehe.blogspot.com/2005/01/verbrechen-lohnt-sich-womglich-wenn.html

Freitag, Januar 28, 2005

Veralberung des Publikums

Manche "Restriktionen"
(gegen den ungehinderten Polizei-Zugriff auf Bürger-Daten) laufen regelrecht auf eine Veralberung des Publikums hinaus. Man lese einmal Artikel 31 des Bayrischen Polizeiaufgabengesetzes. Da ist erst akribisch beschrieben, über welche Personenkreise die Polizei Daten erheben und verarbeiten darf. Und am Ende heißt es dann: "... und über sonstige Personen".
Eine Begrenzungsfunktion polizeilicher Maßnahmen hat eine solche Vorschrift nicht.
-
Helmut Bäumler, ehemaliger Datenschutzbeauftragter des Landes Schleswig-Holstein: "Es ist ungewiss, wie lange und wie sicher wir uns darauf verlassen können, dass die Polizei keinen Unfug mit ihren vielen Befugnissen und Instrumenten macht".
"Die Zukunft der Überwachung", von Michael Voregger, bei www.spiegel.de

Also beten und hoffen? Mir ist erst kürzlich klarer bewusst geworden, dass allein die Polizei nicht nur das GewaltMonopol des Staates mit Waffen exekutiert, also quasi der bewaffnete Arm des Staates gegen seine eigenen Bürger ist, sondern die Polizei hat auch totale ZugriffsBefugnisse auf sämtliche in Deutschland vorhandenen Bürger-Daten und verfügt damit über alle Informationen, die je über einen Bürger irgendwann mal erfasst wurden. Das Netzwerk vergisst nie. Wenn man sich vergegenwärtigt, was vor 60-70Jahren schon alles von den Bürgern erfasst wurde und trotz Weltkrieg zT immer noch vorhanden ist, dann gibt das eine Ahnung von der heutigen Situation.

Eine ungeheure Machtfülle für eine einzige Institution: InformationsMacht und WaffenGewalt. Eine ähnlich totalitäre Machtfülle besitzt nur noch die Ärzteschaft.
Wenn beide HalbGott-Instanzen miteinander kooperieren kommt allzu oft Teuflisches dabei heraus. Vor etwa 60 Jahren hatten wir hier in Deutschland diese Situation. AberMillionen Menschen wurden umgebracht. Von Ärzten und Polizei ähnlichen Kräften (GeStaPo, SA, SS). Jede andere Berufsgruppe hat im Vergleich dazu die Macht eines PapierTigers.

Vor dem Hintergrund finde ich den Vorschlag eines Politikers, vor einiger Zeit, ganz interessant, alternativ oder parallel zur Wehrpflicht, den StaatsBürger in PolizeiUniform einzuführen. Mehr Transparenz in dieses vom CorpsGeist verriegelte MachtMonopol, wenn jeder junge Mann und jede junge Frau einmal in ihrem Leben für ein paar Monate den Justiz- und Polizei-Apparat von innen live-haftig erlebt.

Donnerstag, Januar 27, 2005

Bitte anschnallen!: www.psychotherapie.de

Mittwoch, Januar 26, 2005

Aus heiterem Himmel

Ein herrlicher Hochsommertag Anfang August, Mitte der 80er Jahre. Ich bin mit dem Fahrrad allein unterwegs, auf dem Weg von Lübeck nach Witten/Herdecke. Hinter Lüneburg und dann Ülzen suche ich mir weiter möglichst ruhige, Auto freie Wege und Strassen. Immer wieder auch in kleinen Orten halten, um das nächste Etappenziel auf der Karte auszugucken, also welchen Ort ich als nächsten anfahre. Dann in Bergen stehe ich wieder an einer ländlichen Weggabelung und schaue auf die Karte. Nächster Ort auf meiner Strecke wäre Belsen. Mh, irgendwie bekannt klingende Namen, hier in dieser norddeutsch-ländlichen Einöde. Langsam dämmert mir eine Assoziation. Bergen hier, Belsen dort. Bergen-Belsen? Das Bergen-Belsen? Kann das wirklich sein, hier in der Nähe war ein Konzentrationslager? Aus heiterem Himmel mitten in der Lüneburger Heide ganz banal und ungewollt bei einer Radtour treffe ich auf eine Stätte tausendfacher Vernichtung von Menschen. Ohne jede Vorbereitung, ohne offiziellen Termin. Ich kannte aus der Schule nicht von vielen ehemaligen KZ die jeweilige örtliche Lage auf der Landkarte, hatte keine genauere Vorstellung von deren örtlicher Lage. Vermutlich in der weiten Wildnis irgendwo im fremden Osten, und im Süden Deutschlands in den Industriegebieten grosser Städte, wo die industrielle Verwurstung von Menschen vielleicht weniger auffällt. Im Nachhinein fällt mir auf, dass wir in der Schule sehr umfassend und intensiv die NaziZeit thematisiert hatten, jedoch ihr jeweiliger Ausdruck in der örtlichen Nähe, wurde offenbar umgangen. Besichtung der Hinrichtungsstätte in Berlin Plötzensee, aber die Stätten des Terrors im eigenen und den angrenzenden Bundesländern waren offenbar kein Thema.

Anfang der 90er war ich wiedermal mit dem Rad allein auf Tour. Von Frankfurt am Main nach Leipzig. Über den Thüringer Wald, durch Erfurt und dann später am Nachmittag war ein Waldgebiet in der Nähe und ich suchte mir hier ein Plätzchen zum übernachten. Es war ein leichter Hang, unten lief parallel die Landstrasse, oben das Waldgebiet. Über die Silhouette der Baumwipfel ragte ein merkwürdiger, düsterer Turm mit seiner Spitze. Der Turm wirkte auf mich so unheimlich und bedrückend, dass ich mich fragte, wozu der wohl sei und ob ich hier wirklich im Wald übernachten will oder nicht doch lieber ein Stück weiterfahre. Ich überlegte, ob das vielleicht ein Wachturm eines DDR-Knasts ist oder ein geheimes Lager der Sowjets in der DDR oder ein aktueller Ost-Knast. Ich blieb dann doch und nächtigte dort am Fusse im Wald. Am nächsten Morgen weiter in Richtung der nahen Stadt Weimar und erst später wurde mir klar, dass dieser bedrohlich wirkende Turm zum KZ Buchenwald gehört.

Bei der grundlegenden Suche nach den schönen und einfachen Dingen des Lebens in diesem Land, stösst man immer wieder auf die Scheisshaufen Menschen fressender deutscher Geschichte und es fällt auf, dass es sehr viele sind und auch aktuell im Kleineren weiter geschissen wird. Alles bewältigt - nix verstanden.

Dienstag, Januar 25, 2005

Kauder-Welsch / Verschwörungs-Praxis

Was der neue GeneralSekretär der CDU, Kauder, zum Einstand sagte, seine Partei müsse eine verschworene Truppe treuer Freunde werden, klingt mehr nach Camorra oder Mafia, als nach einer demokratischen politischen Partei eines säkularisierten Landes.
I love rss - warum? Neugiertool (TM?) RSS?

Wer als Blogschreiber in die dazu gehörenden Log-Daten blicken kann, erfährt wohl - was den Zeitfaktor angeht - lediglich wenn und wann ein Leser das Weblog ansurft (und wieder wegsurft). Wann der Surfer sich vorher ins Netz einwählte, geben die Logdaten wohl nicht so ohne weiteres her - schon gar nicht, wenn der Surfer das Blog mal gar nicht anklickt.
Das wird mittels RSS anders sein. Sobald man sich ins Netz eingewählt hat, nimmt der Browser oder externe RSS-Reader automatisch Kontakt zu den jeweiligen Feedern auf und sammelt die Texte ein. Vermutlich kann feeder-seits sowohl angezeigt werden, wann Daten abgerufen werden, also auch an welche Adresse sie gehen. Wählt sich beispielsweise jemand OHNE RSS-Reader fünfmal am Tag ins Netz ein und surft aber keine seiner üblichen Feeder-Sites an dem Tag an, so bekommt der FeedBetreiber idR gar nichts davon mit, ob einer seiner Leser an dem Tag im Netz war oder nicht.
Setzt der jedoch einen RSS-Reader ein ist das anders. Jeweils kurz nach allen fünf Einwahlen, zeigt der RSS-Reader durch seine automatische Kontaktaufnahme zum RSS-Feeder die grade erfolgte Einwahl an, und das auch wenn der Surfer an dem Tag vielleicht gar keine der RSS-FeederSeiten ansurfen will.
Damit wäre das RSS-System fast sowas wie ein Überwachungs-Tool. Neugiertool scheint aber auch ein ziemlich passender Begriff zu sein.