Meine persönlichen Erlebnisse, Ansichten, Anmerkungen als ortsfester Weltbürger im globalen Polizeistaat
Montag, September 27, 2004
Sogenannte Leistungsträger fordern immer mal wieder ein konsequentes Vorgehen gegen sog. Sozialschmarotzer.
Wenn ich mir vergegenwärtige, dass es in Deutschland jährlich etwa 40 000 Fälle von ÄrztePfusch gibt, also viele Menschen, die durch grobe ärztliche Fahrlässigkeit oder Vorsatz zu zeitweiligen oder dauerhaften Sozialfällen werden, dann missbrauchen Ärzte für ihre eigenen Dummheiten und/oder Vorteile nicht nur ihre Patienten, sondern auch die Sozialkassen.
Zur Rechenschaft gezogen werden idR aber nicht etwa die "sozialschmarotzenden" schlampigen oder gar kriminellen Mediziner. Es gibt sogar besinnungslose Leute, die hauen drauf auf geschädigte Patienten, die sollen gefälligst die Reste ihrer Existenz zusammenraffen, ihren Hintern hoch bewegen und sich ins Arbeitsleben eingliedern. Volkssturm-Mentalität.
Unter allen ärztlichen Schlichtungsstellen hierzulande herrscht bei der SchlichtungsStelle der bayerischen Ärztekammer die niedrigste Quote der Anerkennung von Patienten-Ansprüchen auf Schadenersatz und Schmerzensgeld.
Ich lese grade die Untersuchung des bayerischen Mediziners Prof. Dr. med. Arno Krug, zur Seriosität von ärztlichen Gutachten. Er nennt es Vertuschungsgutachten, schildert hanebüchene Zustände und spricht selbst von einem Skandal.
Die Patientin überlebte wie durch ein Wunder die Folgen einer einfachen Gallenblasenentfernung. Allerdings musste sie 50 Tage lang auf der Intensivstation unter künstlicher Beatmung und Luftröhrenschnitt behandelt werden. Anschliessend war noch eine 5-wöchige Behandlung auf einer chirurgischen Normalstation nötig, ehe eine mehr-monatige Rehabehandlung angeschlossen werden konnte.
5 chirurgische Hochschullehrer, davon 2 Direktoren von Universitätskliniken finden es ganz normal, wenn die Behandlung eines harmlosen Abszesses nach einer Gallenblasenentfernung zu derartigen Komplikationen führt und Kosten von über 100.000 DM verursacht.
Bei einer richtigen Behandlung wäre die Patientin nach 10-14 Tagen gesund nach Hause gegangen bei Kosten unter 5.000 DM.
(Aus einem Vortrag am 17.07.2004 in Rosenheim bei der Notgemeinschaft Medizingeschädigter in Bayern - Patient im Mittelpunkt- e.V.)
http://www.bag-notgemeinschaften.de/aktuell/aktuell.html
Sowas ist kein Einzelfall. Ganz im Gegenteil.
Wie wäre es, wenn sog. Leistungsträger mal an dieser Stelle vor der eigenen Haustür aktiv gegen solche "Sozialschmarotzer" vorgehen würde? Und zwar sowohl vorbeugend als auch heilend. Also dafür sorgen, dass ärztliche Arbeit seriös wird und gar nicht erst Patienten zu Schaden kommen. Und wenn es passiert ist, dann die ärztlichen Gold-Nasen zur Kasse bitten - auf dass die Solidargemeinschaft und die geschädigten Patienten wenigstens finanziell entlastet werden.
Allein der o.g. Fall von ÄrztePfusch hatte der Solidargemeinschaft also etwa 100 000 DM unnötigerweise gekostet.
Wenn man mal bescheiden einen Schnitt von nur 10% dieser Summe annimmt, also etwa 10 000 DM unnötige Kosten bei den o.g. 40 000 Fällen, dann kommt man auf eine jährliche Last von 400 Mio. DM unnötige Kosten für die Sozialkassen.
Verursacht von akademischen Leistungsträgern und angeblichen Gesundmachern (Ärzten), die sich diese Summe in die eigenen Taschen "erpfuschen". Eine Hand wäscht die andere.
Solange Gutachter, Gerichts-Juristen und Politiker solche Praktiken unterstützen, geht dieser Wahnsinn weiter. Naja, und last but not least ist natürlich auch jeder Bürger zum Widerstand gegen solche Zustände und Praktiken aufgefordert.
Samstag, September 25, 2004
James Surowiecki, Journalist beim "New Yorker" Magazin, ist zur Ehrenrettung der Menge angetreten.
Bei seinen Recherchen sei ihm auf einmal klargeworden, dass Gruppen unter den richtigen Voraussetzungen, wenn sie gut gemischt und ihre Mitglieder unabhängig sind, bessere Entscheidungen treffen können als einzelne, egal wie klug die sind.
Niemand möchte auf Spezialisten verzichten, wenn es ums Fliegen oder um die eigene Gesundheit geht. Doch selbst bei Ärzten wäre manchmal mehr tatsächlich mehr. "Wenn man Ärzte unabhängig von einander um die Diagnose von zehn Röntgenaufnahmen bittet", so Surowiecki, "kann man zum einen feststellen: Die Ärzte widersprechen sich, sie kommen oft zu verschiedenen Ergebnissen. Erschreckender aber ist: Wenn man einen Arzt zehn Röntgenbilder analysieren lässt und ihm ein paar Tage später die gleichen Bilder gibt, aber in einer anderen Reihenfolge, kommt er in etwa 20 Prozent der Fälle zu einer anderen Diagnose. Das ist ziemlich beängstigend. Bei einem Ärzte-Team würden die Chancen auf eine richtige Diagnose deutlich steigen."
Dass die Weisheit der Massen ihre Grenzen hat, räumt auch Surowiecki ein.
Den größten praktischen Nutzen seiner Theorie sieht Surowiecki für Wirtschaft und Politik. Unternehmen könnten viel erfolgreicher sein, wenn sie nicht allein auf die Weisheit ihrer Chefs vertrauen würden, sondern das kollektive Wissen ihrer Angestellten nutzen würden. Teamarbeit, bei der nicht Kompromisse gefragt sind, sondern die ehrliche Meinung des Einzelnen: "Ich meine wirklich eine Gruppe, in der jeder einzelne sein bestes gibt, um ein Problem zu lösen", sagt Surowiecki. "Die jeweiligen Vorschläge müssen dann ausgewertet und zu einer Einzel-Lösung zusammengefasst werden. Der Schlüssel dazu ist: Die Leute müssen unterschiedliche Meinungen haben und wirklich unabhängig voneinander sein. Diese Bedingung ist am schwersten zu erfüllen."
Surowiecki hofft, "dass das Buch dazu beiträgt, dass wir weniger Zeit mit der Suche nach heroischen, visionären Einzelhelden verschwenden. Dass wir begreifen, dass wir unter den richtigen Bedingungen, und die herrschen öfter als viele glauben, wirklich die Intelligenz von ganz normalen Leuten in Organisationen und Unternehmen "anzapfen" können."Die Weisheit der Massen" ist ein Buch nicht ohne Schwächen. Doch Surowiecki zeigt mit vielen faszinierenden Beispielen, dass wir zusammen weitaus cleverer sind, als bislang vermutet, auch wenn die Topverdiener in den Chefetagen das sicherlich nicht gerne hören.
Wobei ich eine Überlegung interessant fände, ab wann im obigen Sinne unterschiedliche und unabhängige Menschen, als Mitglieder einer Gruppe oder als Einzelkämpfer betrachtet werden. Auf diverse Art und Weise ist ja auch ein Einzelkämpfer Mitglied - mehr oder weniger real oder virtuell - einer oder mehrerer Gruppen. Nur eben auffallend unabhängig.
Schon damals in der Schule im Biologie-Leistungskurs hat mich der Teilbereich Verhaltensbiologie sehr fasziniert. Quasi eine Vorstufe zur oder eine archaische Schnittmenge mit der Psychologie.
Der ganze Kulturzeit-Artikel auf 3sat: http://www.3sat.de/SCRIPTS/print.php?url=/kulturzeit/lesezeit/70732/index.html
Donnerstag, September 23, 2004
wird seit längerem beklagt und durch Hartz vermutlich noch schlimmer werden.
Warum als Ausgleich nicht sowas wie eine SchulSpeisung einführen? So in der Art eines gemeinsamen KlassenFrühstücks oder MittagEssens. Das könnte womöglich gleich mehrere Probleme lösen:
- Dem Problem der Kinderarmut könnte in einem Kernbereich ein bisschen die Schärfe genommen werden, ohne die individuellen Sozialleistungen zu erhöhen.
- Gemeinsames zubereiten und essen schafft eine gemeinsame Basis in der Klasse, entschärft Konflikte zwischen Schülern, sodass womöglich ein Schulpsychologe oder Sozialarbeiter eingespart werden kann.
- Das gemeinsame Essen könnte eine so hohe Attraktivität bei den Schülern geniessen, dass es weniger Schulschwänzer und Zuspätkommer gibt - also weniger Polizeieinsätze und weniger Störung des Unterrichts durch laufend neu eintrudelnde Schüler, also wieder ein flüssiger Unterricht.
- Ein leerer Bauch studiert nicht gern - nach einem gemeinsamen Frühstück oder Mittagessen lernt es sich bestimmt für alle besser.
- Die Schüler lernen gesunde Ernährung, mithin also elementare GesundheitsPflege, was sofort den Schülern und später dem Gesundheitswesen zu Gute kommt.
- Wenn dazu womöglich noch gemeinsames Einkaufen gehört, dann lernen die Schüler gleich nebenbei auch noch praktische Ökonomie, Umgang mit Geld, kritisches Konsumverhalten - was dem heutigen MissStand zuvieler überschuldeter und verwahrloster Haushalte für die Zukunft entgegen arbeiten würde.
- Die laut PISA verfehlte deutsche Verteilung der BildungsGelder - zuviel für die ohnehin privilegierten Gymnasien, zuwenig für die Grundschulen - könnte endlich sinnvoll umgekehrt werden.
Mittwoch, September 22, 2004
Als ich vor Jahren mal in einer Filiale meiner Bank ein Problem mit einem der Terminals hatte und mich an eine Sachbearbeiterin wandte, war ich ziemlich angetan von der strahlenden Lebendigkeit und ausgeglichenen Freundlichkeit dieser Frau. Als ich sie darauf ansprach, bzw. ihr das Kompliment machte, sagte sie, dass sie nur halbtags tätig sei, wegen Mutterschaftsurlaub und sie sei ihrem Arbeitgeber dankbar, dass das möglich sei.
Ich habe diese äusserst angenehme Person nie wieder in dieser und auch nicht in der anderen Filiale gesehen. Keine Ahnung warum. Wahrscheinlich weil Gutes bekanntlich nach kürzester Zeit verschwindet.
ist nicht unbedingt preiswert. Preiswert klingt nur besser. Auch Teures kann seinen Preis wert sein und Billiges kann wertlos, also nichtmal seinen geringen Preis wert, sein. Preiswert sagt also eigentlich nichts über die Höhe des Preises aus, sondern eher über die Person, die den Begriff benutzt. Sie will damit sagen, dass sie bescheiden ist und gut mit Geld umgehen kann - auch wenn's vielleicht gar nicht stimmt.
Samstag, September 18, 2004
Buch: Torheiten + Trugschlüsse in der Medizin
Aus diesem vorzüglichen Buch von Petr Skrabanek und James McCormick - beide selbst Ärzte - habe ich ein paar Zeilen abgetippt:
"Sprichst du mit Gott, dann betest du; spricht Gott mit dir, dann giltst du als schizophren."
"Psychische Erkrankungen werden meist auf der Grundlage ungewöhnlicher, inakzeptabler oder "abweichender" Verhaltensmuster diagnostiziert.
Ungewöhnliche Traurigkeit heisst Depression, ungewöhnliche Besorgtheit Angstneurose, ungewöhnliche sexuelle Betätigung Perversion, ....
Im gewissen Sinne ist die Psychiatrie die anerkannte Methode zur Kontrolle abweichenden Verhaltens.
"Nicht immer ist klar, ob unerwünschte Verhaltensweisen vorsätzlich (verdorben) oder unwillkürlich (verrückt) sind. Bisweilen erscheint die Entscheidung darüber, ob ein Mensch ins Krankenhaus oder ins Gefängnis eingesperrt wird, weitgehend zufällig. Tatsächlich gibt es viele unglückliche Menschen, die beides am eigenen Leib erfahren haben."
In einem Leitartikel im Lancet 1976 wurde die Frage "Ist Trauer eine Erkrankung?" erörtert und folgender Schluss gezogen:
"... der wichtigste Grund, die Trauer als eine Erkrankung zu betrachten, besteht darin, dass sie dadurch zu einem legitimen Gegenstand medizinisch-wissenschaftlicher Untersuchungen würde ...
"Jemand beschrieb im Jahre 1943 psychopathologische Diagnosen als einen "modernen Ersatz für moralische Normen und Urteile".
Verhaltensweisen, denen keine Mehrheit frönt und die der Staat nicht befürwortet, werden für psychopathologisch erklärt. Die Übertragung von bürgerlich-moralischen Vorstellungen auf medizinische Diagnosen geschieht in den meisten Fällen versteckt, allerdings scheint bei genauerer Betrachtung die zugrunde liegende sittliche Haltung durch. Der Missbrauch der Psychiatrie in der Sowjetunion zur Gängelung der Dissidenten ist zwar berüchtigt, aber keineswegs ein Einzelfall."
"Die Einteilung von Erkrankungen ändert sich ständig. Neue Krankheiten werden entdeckt und alte fallen gelassen. Da Diagnosen nicht durch strenge Kriterien bestätigt werden müssen, läuft besonders die Psychiatrie Gefahr, Krankheiten zu erfinden.
Nur wenige wissen heute, was unter dem Begriff Drapetomanie zu verstehen war ("drapeta" = entlaufener Sklave). Diese Krankheit grassierte im letzten Jahrhundert unter schwarzen Sklaven im Süden der vereinigten Staaten. Das Hauptsymptom war "unwiderstehlicher Drang wegzulaufen". Dieses Verhalten wurde als völlig unvernünftig angesehen. "Vom Weissen zur Arbeit gezwungen, vollführt er die ihm zugeteilte Aufgabe ungestüm und unachtsam. Er tritt die Pflanzen, die er pflegen soll, mit Füssen oder schneidet sie mit seiner Hacke durch, er zerbricht seine Werkzeuge, und alles, was er anfasst, macht er kaputt."
Latinismen und Gräzismen verleihen zweifelhaften Begriffen Substanz. Agoraphobie (agora = Versammlung oder Marktplatz), die Angst, auf der Strasse zu gehen; Klaustrophobie (claustrum = geschlossener Raum), die Angst, eingeschlossen zu werden; Thanataphobie (thanatos = Tod) die Angst vor dem Sterben. Griechisch-Kenntnisse sind bei der Beschreibung neuer Erkrankungen besonders wertvoll: Silurophobie, die Angst vor Katzen; Kynophobie (häufig bei Briefträgern), die Angst vor Hunden; Arachnophobie, die Angst vor Spinnen; Iatrophobie (durchaus verständlich), die Angst vor Ärzten; Ergophobie, die Angst vor der Arbeit; oder Phobophobie, die Angst vor der Angst.
Es liegt uns fern zu behaupten, dass Menschen, die überängstlich sind oder in gewissen Situationen unruhig werden, kein echtes Problem hätten; auf der anderen Seite muss ein solches Problem noch lange keine "Krankheit" sein."
Einschub vom Blogger: Grade vor ein paar Tagen berichtete ein seriöses TV-Politmagazin, dass die Deutsche Telekom damals beim Übergang vom Staatsbetrieb zur Aktiengesellschaft massenhaft Beamte loswerden musste und darum viele zwischen 30 und Mitte 40 Jahren, medizinisch auch gegen ihren Willen begutachtet und mit ärztlichen Diagnosen wie zB "Grübelzwang" in Frührente geschickt wurden. Geh' mir los mit Ärzten.
Ein letzter Abschnitt aus dem o.g. Buch:
"Im British Medical Journal erscheint seit längerem eine Kolumne, in der eine Art Lebensberatung aus zweiter Hand betrieben wird. Dort geben Experten Ratschläge bei schwierigen Problemen, mit denen Ärzte konfrontiert werden, wobei man bisweilen den Eindruck hat, dass es sich eigentlich um die eigenen Probleme der Ärzte handelt, die aber Patienten zugeschrieben werden.
Eine Frau, 29 Jahre alt, hat sich schon immer vor Krankenhäusern, Ärzten und Krankenschwestern gefürchtet. Sie fürchtet nicht die Schmerzen, Unbequemlichkeiten oder diagnostischen Masznahmen usw., sondern die Macht, die Ärzte und Krankenschwestern über sie ausüben. Sie ist sich sehr wohl im klaren darüber, dass ihre Angst übertrieben ist, kann sie aber nicht überwinden. Welche Behandlung würden Sie vorschlagen?
Der Experte bietet folgenden Trost an: "Die Phobie dieser Frau sollte am besten durch eine direkte Konfrontation mit der Situation behandelt werden ... es wäre bei dieser Patientin vielleicht das beste, zumindest anfänglich wöchentliche therapeutische Sitzungen durchzuführen...."
Angst vor Ärzten und trotzdem gesund? Aber nein! Die Iatrophobie erfordert eine professionelle Behandlung."
Dienstag, September 14, 2004
(Ode aus dem Leben eines Chefarztes?):
Geld Knete Kohle
Geld, Knete, Kohle und Moneten
Franken, Dollar, D-Mark und Peseten
Sloty, Rubel, Gulden und Dinar
Moos, Cash, Asche, Pinke-Pinke ah
Ist das öde, so viel Geld zu haben
weil ich mir einfach alles leisten kann
zum Relaxen auf die Malediven fliegen
bei Schnorchelpausen kann ich auf meiner Yacht ’rumliegen
Ich habe Autos, verschiedene Sorten
Wochenendvillen an verschiedenen Orten
ich habe meinen eigenen Innenarchitekt
hab 'n Butler, der mir das Tischlein deckt
Ich kann die tollsten, supersten Frauen kriegen
die sich um mich reißen und an mich schmiegen
jung, knackig, alle von Adel
ich schlürfe Champagner aus ihrem Nabel
Ich kann vor Geld kaum laufen
meine Gene sind aus Gold
ich kann mir alles kaufen
ach, ich hab's mir schon geholt
Ich verdiene mich dumm und dämlich
mit jedem Tag noch mehr
doch es bedeuted mir so wenig
mein Leben ist so leer
Manchmal fahr ich in ein fremdes Land
und kaufe mir nen Kunstgegenstand
zu Hause hab ich jede Menge Antiquitäten
zu Hause bin ich in mehreren Städten
Habe Aktien und Wertpapiere
und selbst, wenn ich deren Wert halbiere
verdiene ich im Schlaf immer noch jede Menge Scheine
aber tief in meinem Innern bin ich ganz alleine
Neulich war ich essen mit Gunilla von Bismarck
Elton John hat gesungen, weil die das mag
die ganze Zeit das Klaviergedudel
und dann auch noch Elton Johns schwuler Pudel
Danach war ne Party bei Claudia Schiffer
mit Dennis Hopper, dem alten Kiffer
und ich hielt mir Naomi Campbell vom Leib
denn Sex ist ein billiger Zeitvertreib
Ich kann vor Geld kaum laufen
meine Gene sind aus Gold
ich kann mir alles kaufen
ach, ich hab's mir schon geholt
Ich verdiene mich dumm und dämlich
mit jedem Tag noch mehr
doch es bedeuted mir so wenig
mein Leben ist so leer
Es ist so schwer und unerträglich zu ertragen
all diese erfüllten Wünsche zu haben
und dann noch all diese verwirklichten Träume
ich hab 'n Garten voller Bonsaibäume
hab 'n Zierfischteich, der ist zierfischreich
In schlaflosen Nächten sitz ich vor dem Kamin
und frage mich: hat mein Leben noch einen Sinn
ich hab nachgedacht und kam zu dem Entschluss
dass ich wohl damit leben muss
Sonntag, September 12, 2004
Montag, September 06, 2004
"Auftragskiller laufen frei herum, Mafiapaten bleiben unbehelligt: Hat die Polizei den Kampf gegen die organisierte Kriminalität tatsächlich aufgegeben? Der Journalist Jürgen Roth behauptet: Ja.
Deutschland sei unter die Räuber gefallen, sagt einer der renommiertesten investigativen Journalisten.
Ein politischer Skandal. Roths Vorwurf: Einige Kriminalitätsformen würden bewusst nicht mehr verfolgt. Politische und wirtschaftliche Eliten seien so eng verflochten, dass Aufklärung unmöglich gemachtwerde. Und das alles, glaubt Roth, sei politisch gewollt.
Fehlende Zukunftsperspektiven, kulturelle und soziale Verelendung arbeiteten mafiösen Strukturen in die Hände.
So fragt Roth: Wie stark ist unsere Gesellschaft von subversiven Strukturen unterwandert? Wie gefährlich können sie unserer Demokratie werden?
Soweit aus dem Online-Text der Kulturzeit auf www.3sat.de
Na immerhin tut er noch so, als hielte er dieses System noch für eine Demokratie.
Im TV-Interview sprach Roth aber auch von den korrumpierten Medien resp. Journalisten, die bei dieser Plutokratie mitmachen und daran partizipieren.
"Angstgefühl kann auch zurückgehen, wenn eine Situation weiterhin schlecht bleibt - und zwar dann, wenn Ungewissheit in Gewissheit umschlägt. Die Menschen sind sozusagen erschöpft von ihrer Angst und schalten auf „Autopilot". Dabei erhöhe sich jedoch das Risiko für die Entwicklung von Langzeitstörungen, denn Angst und Aggression seien eng verknüpft."
Aus der Süddeutschen vom 08.September, www.sueddeutsche.de
Samstag, September 04, 2004
Deutlich erhöhtes Risiko für eine geistige Beeinträchtigung im Alter sowohl bei den Teilnehmern, die in der Vergangenheit häufig getrunken hatten, als auch bei denen, die Alkohol überhaupt nicht anrührten.
Meldet www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,druck-316424,00.html
Schwierig, wenn nicht sogar unmöglich, scheint es, einem Arzt klar zu machen, dass der Patient die rigorose Aversion seines eigenen Körpers gegen Alkohol, selbst als Krankheit empfindet / interpretiert, weil er zuvor Jahre lang gelegentlich Alkohol genossen hatte. Der Arzt findet es völlig in Ordnung und gesund, dass der Patient Aversionen gegen jede Form von Alkohol verspürt.
Obwohl medizinische Forschung seit längerem immer wieder herausfindet, dass völlige Abstinenz gesundheitlich ähnlich bedenklich ist, wie zuviel Alkohol. Abstruserweise könnte man also auch Abstinenz als selbstschädigendes Verhalten bezeichnen. Aber sowas wird vermutlich jeder Arzt ignorieren, also keinen Krankheitswert erkennen, obgleich subjektiv und objektiv einer gegeben ist.
Warum tut der Arzt das? Weil er Forschungsergebnisse nicht kennt oder ignoriert? Weil er anderen den Genuss oder eine bessere Gesundheit nicht gönnt? Weil er alle Patienten über einen Kamm schert, mit Leistungsträgern, die ihre TotalAbstinenz für zivilisiert und gesund halten? Weil er ein steriler Saubermann im weissen Kittel ist, dem alles Irrationale, Emotionale, Unkontrollierbare ein Greul ist? Oder weil er weiss, dass völlige Abstinenz das Pendant zum AbUsus ist? Mithin aus Arzt-geschäftlicher Sicht eine bessere Chance besteht, dass ein/e Abstinzler/in bei einer Krise dann zur Alkoholikerin wird, die er in ärztliche Obhut nehmen kann, als dass es mit jemandem passiert, der Alkohol in angemessenen Mengen zu genieszen weiss.
Freitag, September 03, 2004
Fragt ein Schweizer Magazin und lässt die Leser abstimmen:
http://www.facts.ch/dyn/magazin/wochenfrage/411190.html
"Gesetze, Erlasse, Verordnungen dienen im Grunde zwei Zwecken: Sie stellen klar, welche Kompetenzen der Staat und seine Beamten haben. Und sie regeln das Zusammenleben der Bürger. Doch der heutige Selbstbeschäftigungsstaat ordnet Konflikte, die es nicht gibt. Patriarch Staat mischt sich in Fragen ein, die ihn nichts angehen."
"Der Ruf nach weniger Staat und mehr Selbstverantwortung ist allgegenwärtig – das Gegenteil aber ist Realität. Der bürokratische Staat von heute ist ein monströses Paradox"
"Der Bürger reagiert sauer. Er wendet sich ab in kleinere und grössere Illegalitäten – gesetzestreu kann sowieso niemand mehr sein."
Genau ins Schwarze. Die wirklich staatlichen Aufgaben werden vernachlässigt und gemieden. Der Staat geht eben auch bevorzugt den Weg der Bequemlichkeit.
Dienstag, August 31, 2004
"Die Vernachlässigung des Sozialen und eine Überbetonung des Biologischen im Medizinstudium dürften Gründe dafür gewesen sein, dass Ärzte sich mehr als andere zur NSDAP hingezogen fühlten." Sagt heute ein ehemaliger Arzt der Nazizeit.
Aber: Sophie Scholl, die bekannteste und eine heftige Widerständlerin gegen das Nazi-Regime, war Studentin der Biologie, war also mit einer vergleichsweise hohen "Dosis" damaliger "Biologie" konfrontiert.
Und: Das "Soziale" steckt doch sehr betont im Namen "NationalSozialisten" und war auch dienlich für das Bild vom "gesunden Volkskörper".
"Wer hier nach Antworten sucht, erfährt rasch, dass er sich auch 60, 70 Jahre danach in einer Tabuzone bewegt."
Es scheint mir nicht "das Soziale" zu sein, dass vor den Ungeheuerlichkeiten einer Nazi-Ideologie schützt/e, sondern im Gegenteil der Respekt vor dem Menschen als Individuum.
Im Sozialen steckt auch wieder etwas Erstickendes, Unterdrückerisches, wie Formulierungen zeigen, vom "sozialverträglichen Früh-Ableben" oder jemand sei "sozial-inkompatibel" oder "a-sozial", was seinerzeit staatlich bestellter oder gedeckter Mord bedeuten konnte, mit Ärzten als Ausführende ...
Mir scheint, es kommt darauf an, aus welcher Wahrnehmungsrichtung man sich der Realität einer Gesellschaft nähert: Von der Masse als Basis her, den möglichen Wert des Einzelmenschen partiell wahrnehmend und akzeptierend - aber immer von seiner Einbindung und Nützlichkeit für die Gesellschaft als Maszstab ausgehend.
Oder immer erst den Einzelmenschen sehend, der mit vielen anderen Individuen zusammen eine Gesellschaft bildet. Also quasi die Gesellschaft als zu regelnder Überbau des Individuums, als das eine Bild, und das andere wäre die Gruppe, die Masse, die Gesellschaft als NutzHerde, die manche für sich vernsuchen zu nutzen und wo der Einzelmensch sich diesem Nutzwert unterordnen muss - ansonsten wird er untergeordnet oder aussortiert und isoliert.
Die beiden zitierten Sätze sind von www.freitag.de vom 21.11.2003
Sonntag, August 29, 2004
Ärzte bekommen nur Geld, wenn wir Bürger krank sind, nicht aber für unser Gesundsein.
Der übermächtige Part beim Arzt-Patient-Kontakt ist nicht der Patient, sondern der Arzt.
Also sind die finanziellen Interessen mächtiger als die gesundheitlichen Interessen.
Wie kann man diese widerstrebenden Interessen möglichst so aus-balangzieren, dass sowohl die Patienten so gesund wie möglich bleiben oder werden können und dennoch die Ärzteschaft ihr Ein- und Auskommen hat?
Bislang spielt es für die Honorierung des Arztes ja keine Rolle, wie zufrieden der Patient mit der ärztlichen Dienstleistung ist.
Der Arzt rechnet genormte Dinge ab - wie zB GeräteNutzung, Gesprächs-FixZeit und so weiter.
Wohl jeder Mensch weiss das und denkt so - und auch laut WHO-Definition gehören zur Gesundheit auch so weiche Faktoren, wie perspönliches und soziales Wohlbefinden.
Ärztlicher Dienst an der Gesundheit ähnelt im Kern eher der Tätigkeit der LeistungsErbringer in der Gastronomie, wie zB der Arbeit des Kochs, der sowohl ein wohlschmeckendes als auch gesundes Essen zubereiten soll, während die Servierkräfte und die anderen Beteiligten für ein möglichst angenehmes, menschliches Ambiente sorgen sollen. Das ist etwas ganz anderes, als zB die Arbeit von Handwerkern, Technikern, Ingenieuren, die nach Norm bestimmte technische Geräte optimieren oder reparieren.
Wie wäre es, die Honorierung des Arztes zum Teil von der persönlichen also subjektiven Einschätzung/dem Urteil der Patienten abhängig zu machen. Ein anderer Teil müsste sowas wie eine finanzielle Grundsicherung sein, damit kein Arzt in den finanziellen Abgrund stürzt, falls er alle Patienten seiner "Gemeinde" gesund therapiert haben sollte.
Warum könnten zB nicht die Patienten - ähnlich wie das Trinkgeld in der Gastronomie - am Ende eines jeden Quartals ihr persönliches Urteil darüber abgeben, ob sie sich von dem Arzt/den Ärzten, die sie im vergangenen Quartal aufgesucht hatten, gut oder eher schlecht untersucht und therapiert fühlten - und dafür jeweils Bonus- oder MalusPunkte vergeben, die mit Extra-Vergütungen belohnt werden.
Der Trick bei der Sache ist der, dass anders als beim "Trinkgeld" in der Gastronomie, wir Patienten die Bonus-Beträge nicht direkt selbst aus eigener Tasche zahlen - was die Freiheit des Urteils natürlich verfälschen würde - sondern diese Regelung wird zu einer Komponente der Budget-Verteilung.
Vorteil dieser Regelung wäre, dass Ärzte einen finanziellen Anreiz hätten, den Patienten als Individuum mit einem subjektiven eigenen Urteil wahr zu nehmen und sich für dessen Wohlmeinung zu interessieren.
Es geht um eine Art Weichenstellung welchem Bild eines Gesundheitswesens man folgen will:
Die Ärzteschaft mit IHREM Medizinwesen hält sich die Patientenschaft ähnlich wie Bauern ihr Vieh, nutzt also die Bürger für ihre ökonomischen, medizinischen und Karriere-Zwecke?
Oder aber Ärzteschaft und Medizinwesen ist für uns Bürger da und stellen sich in den Dienst um unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden zu fördern und wieder her zu stellen - also Dienstleister an der Hauptperson des Verfahrens: Dem Patienten?
Wünschenswert ist sicher nur das zweite Modell. Für bittere bundesdeutsche Realität halte ich jedoch leider eher die erste Beschreibung.
Das zweite Modell setzt voraus mündige Bürger die sich schon frühzeitig interessieren für ihre Gesundheit und die gesellschaftlichen Bedinungen, in den das alles passiert und die eine Macht aufbauen, die der Macht des medizinisch-industriellen Komplexes überlegen ist, aber zumindest Paroli bieten kann. Leider ist das Gegenteil die Wirklichkeit.
Mit-Entscheidend sind jene Leute, die keiner der beiden Seiten angehören: Also weder krank, also keine Patienten sind, aber auch nicht dem medizinsch-industriellen Komplex angehören. Wenn diese Leute auch noch Macht haben, wie Leute an den Hebeln und Schaltstellen von Justiz und Politik, dann kommt es besonders auf sie an. Leider gibt es einen fatalen aber informellen sogenannten Akademiker-Beistandspakt zwischen Ärzten und Juristen. Weil sehr viele Politiker auch Juristen sind, herrscht hier also eine Allianz der Macht-Elite über die Rest-Bürger aus Nicht-Ärzten und Nicht-Juristen. Eine Mischung aus Iatrokratie (Ärzte-Diktatur) und Plutokratie (Diktatur der Reichen und Mächtigen). Das schreit nach einer Revolution der Bürger - oder? WIR sind das Volk.
Wir leben in einer arbeitsteiligen Gesellschaft mit hochgetriebener Spezialisierung des Individuums. Fraglich ist, ob das noch extremer auf die Spitze getrieben wird oder sie den Zenit bereits erreicht und überschritten hat oder sogar wieder zurück geht/gehen muss.
Samstag, August 28, 2004
Schreibt Andrea Naica-Loebell in der Telepolis www.heise.de/tp/
Wohl fast jeder kennt solch kranke Menschen - ob nun im sog. real life oder aus dem Internet - und weiss darum wer gemeint ist.
Ähnliches zu Ähnlichem schreibt jemand bei http://www.inkultura-online.de/chef.htm
"Wir haben es schon immer gewußt: Unsere Manager sind geistesgestört. Sie sind seelische Krüppel, von der Macht besessen und zerfressen. Ihr Beruf scheint für sie die einzige Rettung vor der Irrenanstalt, (Verzeihung, ich meine natürlich Psychiatrie) zu sein. Ihr Berufsfeld scheint ideal, um die eigene kaputte Seele an anderen, an Untergebenen, zu rächen."
Und die Wikipedia (Link siehe rechts) meint dazu:
"Begriffsabgrenzung
Zu den psychischen Störungen zählen alle körperlich nicht begründbaren psychischen Erkrankungen; jedoch auch solche, die als Folge von körperlichen Erkrankungen (z. B. Hirnhautentzündungen oder Hirnverletzungen) vorliegen und eine Bedeutung mit Eigenwert erlangt haben.
Heute wird dieser Begriff jenem der "psychischen Krankheit" vorgezogen, um eine Stigmatisierung der Betroffenen zu erschweren: Störung ist neutraler und entzieht sich einer - in diesen Fällen regelhaft negativen - Bewertung mehr, als dies mit dem Begriff Krankheit möglich ist. Durch Kostenträger (Krankenkassen, Rentenversicherungen), die in ihrem Leistungskatalog den Krankheitsbegriff als elementare Voraussetzung eines Leistungsanspruches haben, wird die Bezeichnung "Krankheit" durch die Hintertüre allerdings wieder eingeführt, indem von Störung von Krankheitswert gesprochen wird. Gerade bei psychischen Störungen als Beeinträchtigungen vorübergehender Art mag diese Unterscheidung sinnvoll sein, um übermäßige und ungerechtfertigte Leistungsforderungen abzuwehren. Letztlich dient die Verwendung des Begriffs "Störung" somit dem Zweck, den Paradigmenwechsel in der Beurteilung psychischer Probleme aus ärztlicher/therapeutischer Sicht auch im Sprachgebrauch zu dokumentieren.
Klassifikation
Die Klassifikation psychischer Störungen ist länderspezifisch unterschiedlich und oft auch von der psychologischen oder medizinischen Schule abhängig.Es gibt 2 gängige Diagnose- und Klassifikationsschematas. Zum einen das weit verbreitete ICD-10. Zum anderen das besonders in der psychologischen Forschung gebräuchliche DSM 4. Diese Störungen sind zusammengefasst in der Liste der psychischen und Verhaltensstörungen.
Verbreitung
Psychische Störungen sind weit verbreitet. Nach einer Studie der WHO leidet weltweit jeder vierte Arztbesucher an einer solchen Störung. Deutsche Studien sprechen von ca. 8 Millionen Deutschen mit behandlungsbedürftigen psychischen Störungen. Die meisten Störungen würden jedoch nach einiger Zeit abklingen.
Behandlung
Der Begriff psychische Erkrankung ist oft angstbesetzt, u. a. aufgrund der Erfahrungen im Nationalsozialismus, wo diese Einordnung zu staatlich angeordnetem Mord führen konnte. Deshalb ist ein vorsichtiger Umgang mit diesem Begriff notwendig, im Bewusstsein, dass nach wie vor gilt: "Irren ist menschlich."
Bei der Beurteilung psychischer Erkrankungen ist zu beachten, dass sie teilweise eine wichtige Schutz- und Signalfunktion haben, d.h., nicht verschwinden können, ohne dass "sich etwas ändert". Außerdem ergeben sich einige psychische Erkrankungen aus einem Wechselspiel zwischen dem Kranken und seiner Umwelt, so dass bei einer Behandlung die Umwelt des Kranken mit einbezogen werden sollte."
Trab reiten; im Trab, in lockerem, leichtem, starkem, hartem, scharfem Trab reiten; das Pferd fiel in Trab, wurde in Trab gesetzt; ÜBERTR.: er setzte sich in Trab (ugs., begann zu laufen); [nun aber] ein bisschen Trab!(ugs.; beeil dich!); » jmdn. auf Trab bringen (ugs.; jmdn. zu schnellerem Handeln, Arbeiten antreiben); jmdn. auf/in Trab halten (ugs.; jmdn. nicht zur Ruhe kommen lassen); auf Trab sein (ugs.; in Eile sein; viel zu tun haben): ich war die ganze Woche auf Trab.
(Aus dem Duden)
Eine altbewährte Strategie, die in KZ, anderen Lagern und Knästen, manchen Familien und in Betrieben angewendet wurde und wird, Leute in Trab zu bringen und zu halten, also nicht zur Ruhe kommen zu lassen, um zu verhindern, dass die sich über ihre Situation bewusst und klar werden - und sich entsprechend wehren.
Der Bezug zu sich selbst soll also gestört werden, um stattdessen eine Anbindung an äussere Verhältnisse und Personen zu erzwingen. Die Manipulierer und AgitPropper reden sich ihr destruktives Tun mit dem Euphemismus "soziale Einbindung" selbst legitim.
Durch Suggestionen und Indoktrinationen wird das bei-sich-Sein des Individuums gestört und ein fremdes Koordinatenkreuz und ein fremder Takt an Stelle des eigenen, soll sein Leben bestimmen. Einer vermeintlich "unsauber" tickenden LebensUhr des Individuums wird der Takt einer national-sozialen Gruppe aufgezwungen. Kühle Strategie blonder Herrenmenschen und anderer, die sich dafür halten: Zerstörung von Individualität anderer, mit allen Mittel - Gesetze sind kein Hindernis - denn die sind so schwach wie die Leute, für die sie geschaffen wurden.
Freitag, August 27, 2004
"Mich beunruhigt die Mischung von Leuten, die wirklich engagiert für Gerechtigkeit eintreten, und ziemlich vielen, die nur Unmut und Frust verbreiten wollen, um davon politisch zu profitieren.
Die neoliberale Denkweise, die davon ausgeht, man müsse die Gesellschaft möglichst stromlinienförmig an die Marktwirtschaft anpassen, beherrscht die öffentliche Debatte. Die Menschen ärgert, dass Politiker sich von der Wirtschaft die Gesellschaftsentwürfe diktieren lassen. Und es ist richtig, wenn man sich dieser Ideologie nicht unterwirft. Dann muss man sich allerdings auch die Mühe machen, die Problemlage genau zu analysieren, und darin liegt die Schwäche der Proteste. Die Menschen, die da demonstrieren, geben sich nicht genug Mühe, die zweifellos komplizierter gewordene Welt zu durchschauen.
Wir merken hier sehr deutlich: Der Markt hat kein soziales Gewissen. Viele sagen: Früher, zu DDR-Zeiten, stand das in unseren Staatsbürgerkunde-Lehrbüchern in der Schule - damals glaubten wir nicht, dass es stimmt, heute erleben wir das."
Aus einem aktuellen Interview der Frankfurter Rundschau www.fr-aktuell.de (Viele fühlen sich gedemütigt) mit dem ehemaligen Ministerpräsidenten von Sachsen-Anhalt, Reinhard Höppner
"Doch diese Mittelschicht lebt praktisch nicht mehr auf dem Boden dieser Gesellschaft. In Sao Paulo, um ein Beispiel zu nennen, gibt es einen Taxi-Verkehr ganz eigener Art: 600 Hubschrauber sind unterwegs als Taxis. Die reich gewordene Mittelschicht lebt praktisch in der Luft. Sie bauen nur noch Häuser mit Helikopter-Landeplätzen und gehen nicht mehr auf die Straße. Das ist doch eine gespenstische Situation ...."
Der Soziologe Oskar Negt im Interview mit BerlinOnline www.berlinonline.de
"Seit Donnerstag vergangener Woche sind bei 16 nächtlichen Angriffen auf Wohnungslose im Zentrum von São Paulo sechs Menschen getötet worden. Weitere neun Stadtstreicher liegen mit teils schweren Schädelverletzungen in Krankenhäusern.
Die Vermutung, brasilianische Neonazis könnten die Überfälle begangen haben, werden durch die Aussagen von Überlebenden gestützt.
Offiziellen Angaben zufolge hat sich die Zahl der Wohnungslosen in der brasilianischen Metropole seit 1991 verdreifacht, von 3400 auf 10 400 im vergangenen Jahr."
Quelle: Frankfurter Rundschau www.fr-aktuell.de
Mittwoch, August 25, 2004
"Privatsphäre bedeutet letztendlich auch die Freiheit, sich einmal
so zu benehmen wie man will ohne dafür gebrandmarkt zu werden. Es
bedeutet, ruhig einmal in den Strapsen der Freundin durch die Wohnung
zu spazieren ohne für einen Transvestiten gehalten zu werden, es
bedeutet, mal sexuelle Abarten auszuprobieren ohne dass die Nachbarn
am nächsten Tag einen Riesenbogen um einen machen oder der Chef einem
"betriebsbedingt kündigt"."
Schrieb jemand mal im heise-forum.
Immer mehr Ärzte zieht es aus Deutschland weg und sie praktizieren in England oder Skandinavien aushilfsweise oder lassen sich dort ganz nieder.
Das ist schon merkwürdig, denn angeblich gibt es in Deutschland zu wenig Ärzte - da sollte man doch meinen, jeder Arzt findet hier seinen Platz.
Warum gehen die trotzdem weg aus dem deutschen Medizinwesen?
In Schweden zB, verdienen Ärzte wesentlich weniger als ihre Kollegen in Deutschland, aber attraktiv sind die flacheren Hierarchien, mehr Team und weniger Arbeit als in Deutschland. Der durchschnittliche Arzt behandelt dort pro Arbeitstag vier Patienten!
(Quelle: Dr. med. Mabuse vom Mai/Juni 2004)
fordert der Chef aller Kassenärzte, als erste Masznahme gegen die Abwanderung deutscher Ärzte ins Ausland: http://www.kbv.de/presse/5968.htm
Tja, wer opfert sich? Als Patient für finanzbedarfsorientierte Untersuchen, überflüssige Arznei-Verabreichungen und unnötige Operationen?
Ahja - alle. Na prima.
Montag, August 23, 2004
sagte die Richterin eines Melbourner Gerichts zu dem Angeklagten, der ein halbes Jahr lang als falscher
Den Satz der Richterin sollte man auch hierzulande als Tatvorwurf gegen pfuschende und schwerkriminelle Ärzte einführen.
Statt dessen hält man die ärztlichen Verfehlungen im Medizinwesen unter der Decke.
Falsch verstandene "Imagepflege" für's "Gesundheitswesen" auf Kosten von Körper, Psyche und Geld, zigtausender Patienten jedes Jahr.
Samstag, August 21, 2004
Freitag, August 20, 2004
"An den Misshandlungen im Gefängnis Abu Ghraib bei Bagdad sollen nach Angaben eines amerikanischen Wissenschaftlers auch Ärzte beteiligt gewesen sein. Sie sollen Totenscheine von Gefangenen gefälscht und Beweise für Folterungen verwischt haben.
So seien die Befragungsmethoden in Abu Ghraib von einem Psychiater und einem weiteren Arzt entworfen und genehmigt worden. In einem Fall sei ein Gefangener nach Schlägen bewusstlos zusammengebrochen. Nach seiner Versorgung durch Pfleger sei er weiter misshandelt worden.
In einem anderen Fall soll einem zu Tode gefolterten Häftling eine Infusionsnadel in die Vene gelegt worden sein, um eine medizinische Behandlung vorzutäuschen. "Die Ärzte bestätigten routinemäßig den Tod durch Herzinfarkt, Hitzschlag oder andere natürliche Todesursachen"."
http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID3538732_TYP4,00.html
Donnerstag, August 19, 2004
"Es ergibt sich das Bild eines doppelten Sadismus. Auf der einen Seite haben wir ein generell zu Bestrafung, Überwachung und Gängelung neigendes System, das dem Einzelnen nur um den Preis der totalen Selbstverleugnung eine Chance lässt, und einer ständig wachsenden Zahl von Menschen überhaupt nicht mehr. Ein Versagen in diesem System ist immer die Schuld des "Kunden" selbst, der sich nur nicht genug angestrengt hat. Pflichten hat er viele, Rechte hat er keine, er soll in die Ecke gehen und sich schämen, vor allem froh sein, wenn man ihm überhaupt noch ein Gnadenbrot zuweist.
Vom früher so gern beschworenen "mündigen Bürger" ist in dieser Administrationsmaschine nichts übrig geblieben, und der Begriff "Kunde" ist nur der Spottname für die Objekte, die von ihr administriert werden."
Aus der Telepolis www.heise.de/tp/
Vernünftig finde ich, dass für den sozial finanzierten Unterhalt eines LangzeitErwerbslosen, es weniger einer Rolle spielt, wie hoch sein letztes Einkommen vor Jahren war, sondern wichtiger ist, wie seine finanzielle Bedürftigkeit momentan aussieht. Und ich finde es okay, dass jeder zunächst sein vorhandenes Vermögen zum eigenen Unterhalt einsetzen muss, bevor die Sozialsysteme aktiv werden.
Es geht immerhin um die Finanzierung von etwa fünf Millionen erwerbslosen Menschenleben und um einen horrende überschuldeten Staatshaushalt und eine lahme nationale Wirtschaft.
Nicht nachvollziehen kann ich allerdings, wenn für die Zahlung der Versicherungsleistung Arbeitslosengeld zukünftig die Dauer der Einzahlung keine Rolle spielen soll. Wenn jemand der zB 20 Jahre lang eingezahlt hat, genauso lange Arbeitslosengeld bekommt, wie einer der zB 5 Jahre eingezahlt hat. Warum man keine zeitabhängige Formel dort eingebaut hat, ist mir schleierhaft.
Wichtig scheint mir dreierlei: Die finanzielle Grundsicherung muss wirklich ausreichen für ein menschenwürdiges Leben, also auch Teilhabe am gesellschaftlichen Leben.
Der Staat muss seine eigenen Pflichten besser wahrnehmen, also darf seine Bürger nicht um ihre Grund-, Menschen und sonstigen Bürger-Rechte prellen. Und der Staat darf seine Bürger nicht an anderer Stelle finanziell ausbeuten, sondern muss im Gegenteil entlasten.
So ist laut Medienberichten in der Bevölkerung in den letzten Monaten das Konfliktpotential angestiegen, es gibt mehr und heftigeren Streit und Zoff untereinander. Vermutlich wegen der angespannten wirtschaftlichen und sozialen Lage im Lande. Sind nicht auch Gebühren und Kosten für Rechtsanwälte und Justiz angehoben worden?
Grundsätzlich verschärfend ist die Konstruktion, dass es einen juristischen Marktwert für Kraftausdrücke gibt. Streit und Händel nicht als Anlass, hier schlichtend und beruhigend ein zu wirken, sondern daraus wollen Juristen Kapital schlagen, resp. der Justizapparat repressiv einwirken.
Dazu kommt noch das überkommene und international einmalige Verbot uneigennütziger also kostenloser RechtsBeratung durch Juristen und des rechtlichen Beistandes durch kundige Laien oder anderweitig juristisch Gebildete. Der Bürger bewegt sich im Alltag durch ein juristisches Minenfeld - ein falscher Schritt, ein falsches Wort und er muss erheblich investieren: Zeit, Geld und Nerven. Sowas stört die Entwicklung eines entspannten Miteinanders und einer im Kern befriedeten Gesellschaft mit zufriedenen Einzelindividuen.
Meiner Ansicht nach hat der Staat hier die Pflicht, für Ausgleich zu sorgen zB indem das Mittel der Streitschlichtung und Mediation ausgebaut und rechtliche Beratungen von Restriktionen befreit werden. Viele Auseinandersetzungen könnten ohne teure Anwälte und zeit- und kostenaufwändige Prozesse beigelegt, geschlichtet werden. Das würde die überlastete Justiz frei machen für wirklich notwendige und wichtige Prozesse und sie beschleunigen, und es würde das menschliche zivile Miteinander befrieden, weil es gerechter ist, weil es de-eskaliert und den Bürgern KostenStress erspart.
Wenn der Staat einerseits den finanziellen Druck auf die Bürger erhöht und damit Stress erzeugt, dann muss er auf der anderen Seite beruhigend, de-eskalierend, befriedend wirken, sonst droht die Gesellschaft zum Pulverfass zu werden. Repression löst und befriedet nicht, sondern produziert tendenziell Terror.
So verunsichert wie viele Bürger momentan sind, was ich nachvollziehen kann, grade alte und kranke Menschen, Menschen die extrem beansprucht sind mit ihren Problemen, dass es schändlich und würdelos ist, Unsicherheit und Angst in deren Leben zu zwingen, sie wie Objekte zu behandeln, die man beliebig bearbeiten, manipulieren und hin und her schieben kann, nimmt der Staat seine FürsorgePflicht nicht ausreichend wahr.
Fein raus sind natürlich jene Leute, die schon früh ein stattliches Immobilien-Vermögen geerbt haben und nun durch die Mieteinnahmen ein finanziell sorgenfreies Leben haben. Das dürften überwiegend Wessis sein. Die brauchen sich wohl keine Gedanken um Hartz sonstwas oder ihre Rente zu machen. Brauchen nicht arbeiten gehn, fahren x-mal im Jahr in den Süden - Urlaub vom Müsziggang in Deutschland machen. In deren Alter starten andere nach dem Studium ins Berufsleben - die jungen Immobilienbesitzer hingegen haben jetzt schon ausgesorgt.
Mittwoch, August 18, 2004
Vor Jahren schilderte in einem zufälligen Gespräch mir mal eine Dame eine Story, die ich damals eher unappetitlich bis abstrus - bestenfalls kurios empfand - mitlerweile erinnere ich mich wieder daran und finde die Sache doch ziemlich bedenklich.
Ich erinnere mich vage an ihre Schilderung eines behördlichen Verwaltungsakts - worum es dabei ging, weiss ich nicht mehr - jedenfalls war es der angeblich nicht seltene Fall, dass nach dem sog. gesunden Menschenverstand die Sache eigentlich klar sein müsste - aber die Behörde entschied genau das unanfechtbare Gegenteil.
Irgendwie war es dann aber wohl so, dass die Dame irgendwoher erfahren hatte, dass die Amtsperson, die den Fall entschieden hatte, angeblich unter dem Einfluss von Psychopharmaka stand. Das wurde dann irgendwie eingebracht und das Ergebnis war dann am Ende für die Dame positiv, wohl weil die Entscheidung deswegen revidiert wurde.
Meine Einschätzung pendelte damals von, es schmutzig zu finden, derart den medizinischen Bereich zu instrumentalisieren, um Leute resp. deren Entscheidungen zu diskreditieren, und interessiertem ÜberraschtSein von so einem mir bis dato unbekannten Problem.
Sie meinte aber, dass es problematisch sei, wenn Entscheider und andere Amtsträger im Alltag wichtige Entscheidungen quasi unter dem Einfluss von PsychoPharmaka fällten und darauf angewiesen, also abhängig wenn nicht sogar süchtig seien.
Ich fand es damals übertrieben, sowas als echtes Problem bei Behörden zu sehen.
Erstens, so dachte ich, wird es nicht allzu viele solche Fälle geben, wo derart mächtige Personen quasi durch den Ge- oder Missbrauch von Psychopharmaka quasi nicht mehr ganz zurechnungsfähig sind und völlig abstruse Entscheidungen treffen und zweitens sind solche Präparate verschreibungspflichtig und ihre Wirkung auf den Patienten werde vom Arzt kontrolliert - dachte ich.
Über beides bin ich mir nicht mehr so sicher. Ich hab grad keine Zahlen, aber die massenhafte Einnahme von Psychopharmaka ist eigentlich bekannt - und es sind sicher nicht alles nur Christiane F.-Typen am Bahnhof Zoo. Grade in den oberen Berufsgruppen und Schichten mit hoher psychischer Belastung scheint mir die Gefahr besonders grosz. Das sollte man wohl im Auge behalten. Wenn Alkohol grundsätzlich bei der Arbeit und hinterm Lenkrad verboten ist, dann darf man die viel stärker wirksamen legalen, chemisch-synthetischen Psycho-Drogen (Mothers little helper) nicht unterschätzen. Wer weiss, was schon schlimmes Berufliches verbrochen wurde, unter deren Einfluss.
Und auch was die Kontrolle durch den Arzt angeht, habe ich doch erhebliche Zweifel. Wie sollte ein Arzt zB einen Staatsanwalt oder eine Richterin, die Psychopharmaka einnehmen, kontrollieren?! Die fühlen sich mit dem Zeug wohl - und basta. Was die jeweils für Irrsinn praktizieren, fällt womöglich nur dann auf, wenn die auch noch in die Öffentlichkeit streben wie der sog. Richter "Gnadenlos" Schill, oder sich die Skandal-Urteile und Praktiken häufen. Ich denke mitlerweile, dass es ein echtes Problem ist, dass man im Auge behalten sollte.
Angeregt durch einen Bericht in Frontal 21 gestern, über eine betroffene Kämpferin gegen ihre Berufsgenossenschaft, dann im Internet gefunden:
"Erstmals in der Geschichte des international tätigen Vereins „Hamburger Umweltinstitut – Zentrum für soziale und ökologische Technik e.V.“ werden zwei Laien mit dem Forschungspreis des Institutes ausgezeichnet.
Frau Christel Brem aus München hat beispielhaft über giftige Chemikalien in der Kleidung, wie beispielsweise das gefährliche Pestizid Lindan gearbeitet. Während die Fachwelt, insbesondere die Fachmedizin, jämmerlich versagte, hat Frau Brem zunächst als Betroffene mit großer wissenschaftlicher Sorgfalt Daten gesammelt und ausgewertet. Anstatt sich dabei nur auf Ihre eigenen schweren gesundheitlichen Schädigungen zu konzentrieren, hat Frau Brem die wissenschaftlichen Grundlagen für den weltweit anerkannten Öko-Tex Standard 100 für Textilien geschaffen.
...
Es besteht ein fatales Kartell zwischen der klassischen Wissenschaft, der Politik und der Industrie, gerade im Bereich des Verbraucherschutzes nicht zielgerichtet und lösungsorientiert zu forschen. Nur solange Dinge als ungeklärt gelten, gibt es Forschungsgelder für Hochschulen. Also werden Dinge künstlich als Probleme erhalten, die längst gelöst sind. Dadurch werden neue verbraucherrelevante Fragestellungen nicht bearbeitet. Die Politik braucht solange nicht zu handeln, wie vermeintlich kontroverse wissenschaftliche Auffassungen bestehen. Die Industrie hat kein Haftungsproblem, denn es wird ja erst noch geforscht.
Dieses gefährliche Kartell haben Frau Brem und Herr Stelting mit Ihren bahnbrechenden Arbeiten in zwei wesentlichen Bereichen als Laien, die Wissen schaffen, durchbrochen."
Auszüge aus einer Pressemitteilung vom 2. Juli 2003 von: www.hamburger-umweltinst.org
"Krankenhäuser wie Privatfirmen entdecken den kommerziellen Wert von menschlichem Gewebe und Erbmaterial. Entsprechende Proben werden mit Informationen über die Probenspender (wie z.B. Krankheitsgeschichte und Lebensstil) verbunden und in Form von sog. Biobanken an zahlungskräftige Käufer weitergegeben." (Hamburger Datenschutzbeauftragter)
"Brisanz wird der Kontroverse um Speicherung und Analyse menschlicher Blut- und Gewebeproben auf den ersten Blick dadurch genommen, daß dieses Thema bislang in Deutschland kaum öffentlich diskutiert wurde." http://www.aerztezeitung.de/
"Unersättlich fordert die Forschung »Menschenmaterial« aus allen Ecken der Welt an. Mit dem gesammelten Wissen werden Risiken individualisiert. Das schafft den Nährboden für soziale Stigmatisierung und kann entsprechende Ausschlüsse nach sich ziehen.
Biotheken sind privat oder öffentlich finanzierte Institutionen, welche die Gewinnung, Speicherung, Handhabung und Nutzung von Körpersubstanzen sowie persönlichen Daten langfristig gewährleisten. Man kennt das nur zum Teil von Blut- und Organbanken. Biotheken sind insofern absolut neuartig, als daß sie die genetischen Informationen verknüpfen mit personenbezogenen Daten der Spendenden. Deren Angaben zu Krankheiten, psychischen Dispositionen, Familienverhältnissen oder Lebensstil werden mittels Befragung erhoben.
Da in der Bioethik das Prinzip der Nichtkommerzialisierung des Körpers gilt, wird von den Spendern Altruismus gefordert. Wohin das führt, kann man an den an Asthma erkrankten Einwohnern der Südatlantikinsel Tristan de Cunha sehen. Kanadische Forscher und das US-Unternehmen »Sequana« entnahmen ihnen 1993 Blut, identifizierten das verantwortliche Gen und verkauften das Patent für 70 Millionen Dollar an Boehringer Ingelheim. Die Kranken hatten nichts davon.
Die endokrinologische Poliklinik des Uniklinikums Benjamin Franklin, Berlin, verweigert die Behandlung, wenn keine Erklärung unterschrieben wird, die die Patienten zu Forschungsobjekten ohne Anonymisierung macht."
Zitiert aus zwei Texten von Ulrike Kopetzky, erschienen bei WELT und Junge Welt http://www.jungewelt.de/index.php
http://www.welt.de/
"Das größte deutsche Biobank-Projekt will popgen („populationsgenetische Rekrutierung von Patienten und Kontrollen“) in Kiel werden. BiobankerInnen benötigen aber nicht nur Blut- und Gewebeproben gutgläubiger Menschen, sondern auch einheitliche Qualitätsstandards und rechtliche Rahmenbedingungen, die ihr Geschäft langfristig absichern helfen. Regelungsvorschläge für Deutschland hat der „Nationale Ethikrat“ des Bundeskanzlers präsentiert. Sie lesen sich wie eine Wunschliste der Genforschungslobby." http://www.bioskop-forum.de/
Ich selbst als Patient, sehe mich als Opfer von Organ- und Gewebe-Raub durch einen forschungsgeilen, skrupellosen med. Prof. einer katholischen Klinik in München.
Und ich halte die Gefahr für nicht gering, dass prinzipiell jeder Patient während eines chirurgischen Eingriffs das Opfer illegaler Organ- und Gewebeplünderungen werden kann. Denn wer schert sich darum, ob und wenn ein Chirurg etwas mehr aus dem vollnarkotisierten Patienten heraus schneidet? Der unmittelbar Betroffene merkt's vielleicht nichtmal danach - und wenn doch - wie will, kann und soll er seine Wahrnehmung, seinen Verdacht beweisen? Der Mensch als verfügbares frisches Organ- und Gewebe-Lager auf zwei Beinen.
"Die NPD-V-Mann-Affäre hat, so Gössner, eine "lang verdrängte Tatsache wieder ins öffentliche Bewußtsein geholt: die Tatsache nämlich, dass Geheimdienste im Auftag der verantwortlichen Regierung mit ‚schmutzigen' Mitteln und Methoden zu arbeiten pflegen.
Er listet auf, welche Straftaten V-Leute veranlasst, angestiftet, selbst begangen oder vertuscht haben, wie viele Angriffe auf Flüchtlinge, Obdachlose, Linke, welche Brandstiftungen und Körperverletzungen und wie viele Hakenkreuzschmierereien und NS-Propagandadelikte auf ihr Konto gehen."
Zitiert aus einer Buchrezension von Hannes Honecker auf der Website der Humanistischen Union, zum Buch: Rolf Gössner, Geheime Informanten
V-Leute des Verfassungsschutzes: Kriminelle im Dienst des Staates
Montag, August 16, 2004
Kürzlich fragte ich per eMail bei der Patientenbeauftragten an, ob sie mir bei der Gutachtersuche behilflich sein könne.
Antwort: Sie leiste keine Hilfe in Einzelfällen.
Auf meine zweite Anfrage, da es bekanntlich in Deutschland an einem seriösen medizinischen Gutachterwesen mangele, was sie als Patientenbeauftragte den suchenden Patienten rate, habe ich bis heute keine Antwort bekommen.
Verdammter Mummenschanz da Oben. Keine Antwort ist auch 'ne Antwort.
Benz: Letztlich kann man es nicht erklären. Denn ein Studienrat, der Goethe und (Heinrich) Heine liest, kann eigentlich kein Nationalsozialist sein, wenn er versteht, was er da liest. Er versteht das auch, aber schizophren wie er ist, will er auch Studiendirektor werden. Er passt sich an und ordnet seiner Karriere seine ethischen Überzeugungen unter."
http://www.netzeitung.de/spezial/deranderewiderstand/
"Längst sind die Spitzensportler in viele Haustierrassen zerfallen, die einen züchtet man auf Brust, die anderen auf Keule, und damit haben sie ihren Zweck erfüllt."
"Besonders aber drängen sich die Unzugehörigsten von allen ins Bild, die Nationen. Gibt es etwas Privateres, etwas, das in einem engeren Sinn nur dem Individuum gehört, als seine körperliche Beschaffenheit? Es wird niemals gelingen, die Fähigkeit, mit den Ohren zu wackeln, zu vergesellschaften, denn der Eine kann's, der Andere nicht, hier klafft ein Abgrund. Und trotzdem erzeugen sportliche Großveranstaltungen unweigerlich eine Atmosphäre, in der die Vorstellung völlig plausibel erscheint, dass hier jemand, der mit den Ohren wackelt, dies für Luvonien tue."
http://www.sueddeutsche.de/kultur/artikel/906/36870/
Natürlich - No Drugs. No Future
"Eine Jugendbefragung in Luxemburg hat herausgefunden, dass die Bereitschaft, illegale Substanzen wie Ecstasy und andere sogenannte Partydrogen zu schlucken, um so größer ist, je mehr Vorerfahrung die Betreffenden mit Pillen und Tabletten in ihrer Kindheit hatten. Der routinierte Griff zur Pille schließt die Bereitschaft ein, sich mit der Bekämpfung von Symptomen zu begnügen, und nach den Ursachen der Müdigkeit, des Stresses, der Antriebslosigkeit, des Schmerzes, der Traurigkeit, der Angst und der Depressivität nicht mehr zu fragen. Das führt zu einem Verlust aller gesellschaftlichen und politischen Bezüge."
Sagt DrogenExperte Günter Amendt im Interview in der Telepolis http://www.heise.de/tp/
Montag, August 02, 2004
Vor vielen Monaten hatte ich schoneinmal dieses Problem hier in einem Posting thematisiert - es war zu sehr in Panik abgefasst und weil ich es darum nicht rund genug fand, hatte ich es nach ein paar Wochen wieder gelöscht, um es nach Verbesserung später wieder zu posten.
Der inhaltliche Kern hat sich nicht geändert und aus gegebenem Anlass mache ich nun einen neuen Versuch, deutlich zu machen, worum es mir geht.
Als die Nazis hier zu Lande offen die Macht hatten und nach innen und aussen aggressiv vernichtend gegen Leben fortschritten, waren es die Ärzte, die wie keine andere Berufsgruppe so schnell und in Scharen sich zur Partei der faschistischen Machthaber bekannten und dort Mitglied wurden.
Es wurden Menschenparks für unliebsame Massen und Individuen eingerichtet. Lager und Anstalten in denen auf divers-perverse Art an Menschen medizinisch experimentiert und gemordet wurde.
Die spezielle Situation der Menschen in einem Lager oder einer Anstalt bot den Ärzten ungewöhnliche Möglichkeiten, wie sie es bisher nur bei Experimenten mit Tieren hatten.
Die Ärzte mussten nicht auf die Gesundheit der Menschen achten, die Gesunheit konnten sie links liegen lassen - sondern sie "durften" bis zum exitus letalis an den ohnmächtigen, hilf- und wehrlosen Menschen herumexperimentieren, wie es ihnen beliebte.
Die Experimente konnten von ein und demselben Arzt oder Team begonnen, durchgeführt und beendet werden - egal wie lange sie dauerten - denn der "Patient" konnte ja nicht weglaufen. Zur Untersuchung der Ergebnisse musste man sich auch nicht auf das unverletzte lebende "Objekt" beschränken - der Insasse wurde "abgespritzt" (getötet) ähnlich wie Versuchstiere preisgünstig und schnell vom Leben in den Tod geschickt werden - und dann konnten die selben Ärzte den gesamten Körper auseinander nehmen und untersuchen. In dieser Zeit haben deutsche Ärzte dadurch zahlreiche Forschungsergebnisse gewonnen, die heutigen Medizinstudenten noch als Lehrinhalte vermittelt werden und die ohne die damalige Anstalt- und Lagersituation so nicht möglich gewesen wären.
Was machen forschende Ärzte, Professoren darum heute, um die fehlende Immobilität ihrer Forschungsobjekte zu kompensieren? Sie vernetzen sich wie die Weltmeister uneinander: Der eine Arzt / Professor erzeugt die Verletzung, der Patient flüchtet zu einem anderen Arzt, und dieser erhebt dann die Befunde quasi als Ergebnisse des Experiments. Während der Patient glaubt, tatsächlich einen anderen Arzt gefunden zu haben dem er vertrauen kann, werden die gesamten Daten über ihn durch das perfekte Medizin-Netz geschickt und zentral gesammelt.
Bekanntlich wird von fachkundiger resp. erfahrener Seite, zwischen der Ärzteschaft und dem Juristenstand ein sogenannter "Akademiker-Beistandspakt" noch immer als vorherrschend gesehen, weshalb viele, durch Ärztepfusch und -fehler verletzte und geschädigte Patienten und die Angehörigen getöteter Patienten noch immer juristisch ins Leere oder gegen Wände geführt werden. Meine persönliche eigene Erfahrung ist die, dass selbst ein gezieltes vorsätzliches Schwerverbrechen (also keine Fahrlässigkeit) eines Arztes juristisch trotz Strafanzeige nicht verfolgt wird.
Also mit Rückendeckung (ob gewollt oder nicht) der Justiz, kann die Ärzteschaft medizinische Experimente an Patienten vornehmen und mittels exzellenter deutschlandweiter wenn nicht weltweiter Datenvernetzung könnte jeder Patient ziemich kontinuierlich verfolgt, überwacht, kontrolliert werden - was mich ein bisschen erinnert an die Situation der damals zu Patienten gemachten Anstalt- und LagerInsassen - denn ein zum Krüppel operierter oder therapierter Patient kann letztlich ähnlich ohnmächtig, hilf- und wehrlos den örtlichen Machthabern ausgeliefert sein. Damals hat mit Sicherheit die Ermordung am Ende gestanden. Wie es heute ist, lässt sich aus zwei Gründen schwer sagen: Wir sind noch involviert, als von aussen oder in der Rückschau zu einem klaren Ergebnis kommen zu können. Nur: Wenn auch hier der Mord am Ende steht, dann können anschliessend nur noch die Täter berichten, oder verschweigen.
Fazit: Aus meiner persönlichen Erfahrung als Patient, sehe ich das deutsche Medizinwesen als ein faschistoides. Die Justiz sehe ich diesbezüglich nicht als wirksames demokratisches Rechtsystem. Vielmehr bedienen sich beide Seiten augenscheinlich wechselseitig der jeweils spezifischen Machtmittel - um zB verfassungspatriotische oder vom faschistoiden "Gesundheitswesen" traumatisierte Menschen in den Griff zu kriegen. Eine Hand wäscht die andere.
Verhält sich jemand gesetzestreu und die Justiz kann ihn nicht packen, dann muss die Medizin rann, ihn in den Griff zu nehmen. Mit diversen Mitteln wie zB psycho-sozialer Eskalations-Techniken kann man jeden Menschen in emotionale Extremsituationen zwingen, sodass die Wahrscheinlichkeit steigt, dass er irgendetwas Strafbares oder Auffälliges tut - womit man ihn entweder polizeilich oder ärztlich abgreifen und internieren kann.
Weil das alles weder mit Rechtstaat noch mit Gesundheitswesen im WortSinne zu tun hat und mich an das erinnert, was ich über Macht der Ärzte und Ohnmacht kritischer und demokratischer Bürger damals im Machtsystem der Nazis weiss, darum ist das hiesige aktuelle System in meinen Augen korrupt und faschistoid.
Aber unbenommen auch unterhaltsam und auch lustig und schön und blond - eben auch wie damals - und das was Widerständler gegen das Naziregime meinten, die Deutschen hätten diese Opfer nicht verdient, weil sie nichts draus machen als wirtschaftlichen Aufschwung, das fürchte auch ich.
Ich bin ja immer wieder ziemlich angekotzt von dieser Art, mit der man für das was momentaner Stand der Dinge ist, keine wirkliche Kritik zulassen will - aber kaum gibt es etwas neues - hat die eben noch so tolle Sache plötzlich ganz viele Nachteile und Macken.
Geht es um harmlose Dinge wie zB den Wechsel von der Schallplatte zur CD und jetzt zur Audio-DVD, ist das nur nervig. Also wenn die CD in den Akustik-Himmel gelobt wird und der Vorwurf des blechernen Klanges im Vergleich zur Schallplatte nicht gelten gelassen wird, aber nun gibt es die Audio-DVD - und CDs klingen auf einmal doch nicht so gut.
Richtiggehend problematisch bis gefährlich finde ich so eine Art aber in der Medizin. Dort ist mir dieses Problem überhaupt erst dramtisch bewusst geworden. Wenn eine Methode, eine Technik, ein Verfahren dem Patienten als optimal "verkauft" wird, resp. wenn jede Kritik und jeder Einwand von Patientenseite ignoriert wird. Bis es ein neues Verfahren gibt. Dann wird mit genau der PatientenKritik plötzlich das alte und bis eben noch so tolle Verfahren verdammt. Die Ärzteschaft macht sich damit unglaubwürdig und schuldig. Patienten werden als beliebig manipulierbare Manövriermasse behandelt.
Sonntag, August 01, 2004
Psychiatrisierung - also einen Mitmenschen als psychisch krank zu deklarieren, ist eine altbekannte Methode, unliebsame Leute, die man auf seriöse Art nicht mundtot bekommen kann oder will, einerseits sozial zu isolieren und dann weg zu sperren aus der Öffentlichkeit. Das macht jede Diktatur mit Rebellen und Querdenkern und anderen unbequemen Menschen so. Der Ostblock war berüchtigt dafür, ebenso die Nazis - aber solche Strategien gibt es auch in Demokratien. Jeder kann alles und jeden als krank abqualifizieren, resp. seine Eigenheiten, seinen Charakter, seine Absonderlichkeiten in die Nähe von Kriminellem, Krankem, Gefährlichem stellen.
Manche finden es verdächtig und krank, wenn jemand sich von dem Geschnatter, den Manipulationsversuchen und dem psychischen Druck durch eine grosze Gruppe Menschen lange Zeit nicht beeindrucken lässt. Wenn Social Engineering nicht funktioniert - dann ist nicht die Ingenieurtruppe blöd, hat was falsch gemacht - nein, dann ist das Zielsubjekt suspect.
In den USA müssen Bewerber für einen Job die nötigen Aggression mitbringen, Sportler brauchen den richtigen "Killer-Instinkt", um letztlich bis an die Spitze zu kommen. Beharrlichkeit und fester Blick auf das Ziel wird als positive Charaktereigenschaft überall hochgeschätzt und Kindern fleissig anerzogen.
Aber wehe, jemand hat diese Eigenschaften - aber orientiert sich damit nicht an dem was die Gruppe, Horde, Herde will, sondern daran, was die Gruppe, Horde, Herde einmal als ihre Regeln aufgestellt hatte - dann wird nicht etwa die Gruppe wieder zur ihren Regeln zurückkehren - nein - der Verfassungs-Fanatiker wird von ihr als gefährlicher Aussätziger dargestellt, unterdrückt und ausgegrenzt oder kalt gestellt.
Freitag, Juli 30, 2004
Zwei Blogger von meiner Liste, genauer "Ebola" und "DaveKay", drohen mir anscheinend tatsächlich offen Prügel an.
Sehr bezeichnend übrigens, dass "Ebola" in seinem Blog anmerkt, es ging schon vorher darum, dass ich mich nicht sicher fühlen dürfe!
DAS ist in seiner ganzen Konsequenz perfide und krank.
Sag ich doch die ganze Zeit: Psychoterror via Blogs. Eben darum auch meine Liste. Notwehr quasi. Und Wenn Recht zu UnRecht wird, wird Widerstand zur Pflicht.
Die systematische SonderBehandlung bestimmter Menschen nannte man früher "Vernichtung durch Arbeit", heute ist es dann "Vernichtung durch Dauerstress" bis hinein in die eigene Wohnung? Die Benutzung des Internet dafür, ist nur ein perfider Teil dieser systematischen ZersetzungsStrategie.
Wer traut sich denn, hinter die Kulissen zu blicken und sich mit den Geächteten, Schwachen und Verlierern zu solidarisieren, wenigstens für deren Grundrechte mitzukämpfen.
Mittwoch, Juli 28, 2004
Falls einige Leser sich noch immer fragen, was sie von meiner kürzlichen Liste mit vermuteten PolizeiBloggern halten sollen, habe ich mal versucht mich in die Situation eines Bloggers auf meiner Liste zu versetzen und womöglich aufkommende Fragen nach zu vollziehen.
Ich stelle mir also vor, ein anderer Blogger würde mich auf so einer Liste nennen, mit der Vermutung, ich würde für die Polizei spitzeln und Propaganda machen, sei vielleicht gar selbst Polizist oder sowas ähnliches.
Zunächst mal würde ich als jemand, auf den diese Zuschreibung nicht zutrifft, den ListenErsteller wohl fragen, wie er darauf kommt und was er mit der Liste erreichen möchte.
Mich würde es auch einfach interessieren, wie sich die Blogs jeweils unterscheiden, woran er jeweils meint zu erkennen, ob jemand wirklich frei und privat bloggt oder eben so ein Polizei-Blogger ist.
Dann würde ich mit ihm diskutieren, was er meint, warum und wozu Polizisten sich als Privatblogger ausgeben und sogar ganze Blogger-Ringe bilden.
Wir würden uns wohl nebenbei erinnern, dass das Internet eine militärische Erfindung ist, darum vermutlich etliche militärische Grundzüge und Eigenschaften in sich trägt, womit bestimmte Dinge möglich und andere wieder unmöglich sind, die polizeilichen Interessen entgegen kommen.
Ich würde ihn wohl fragen, warum es für ihn eine Rolle spielt, ob jemand ein Polizeiblogger ist oder nicht.
Es fällt auf, dass keiner der angeblich harmlosen PrivatBlogger auf meiner Liste mich solche Fragen gefragt hat.
Stattdessen werde ich beleidigt, gewarnt/bedroht und es werden sogar die Beschädigungen und Diebstähle an meinen Fahrzeugen hier vor Ort für nachvollziehbar erklärt, wenn ich mich in meiner Stadt und Nachbarschaft genauso darstelle wie hier im Netz, denn ich sei seit längerem diesen Bloggern Dornen im Auge! Bin ich Freiwild für euch oder was?
Deren Gebaren ist aber leider auch eine erstklassige Bestätigung meiner Vermutungen mit der Liste und offenbart die Perversion der Situation.
Wer hat ein Problem damit, dass ich über Gedanken, Befürchtungen, Vermutungen, Eindrücke, Verdächte, Einschätzungen, Fast-Wissen und Glauben schreibe, die MICH und MEIN LEBEN unmittelbar betreffen?!
Doch keine echten Freidenker, Demokraten und Wahrheitssucher.
Noch keiner dieser Beleidiger und Pöbler von der Liste hat auch nur den Versuch gemacht, meine Einschätzungen sachlich zu kritisieren. Also inhaltlich liege ich augenscheinlich richtig - lediglich dass ich es öffentlich mache, halten die für verwerflich.
Sage also niemand ICH wäre irrational - IHR seid es!
Ich kann mir vorstellen, dass es für manche paranoid klingt, wenn ich meinen Eindruck äussere, mein Telefon und meine Wohnung werden abgehört, ich gar komplett observiert und Inhalte aus meinen Gesprächen werden in fremde Blogtexte gestreut.
Ich kann nicht mehr frei sprechen - mit keinem Anwalt, keinen Familienangehörigen - was ich plane, bespreche, wird vorher bekannt und konterkariert. Meine Gutachtersuche im Internet und per Telefon und per Post wird meiner Wahrnehmung nach observiert und auch sabotiert.
Ich frage mich selbstkritisch, ist das Einbildung oder kann das real sein. Wenn andere sich das nicht fragen, dann sind DIE auf dem verkehrten Dampfer, nicht ich.
Klingt vielleicht überzogen - aber ich will nicht, dass man erst in ein paar Jahren, wenn es mich vielleicht nicht mehr gibt, darüber als Doku-Roman liest, sich gruselt über die perfide Macht mancher Organisationen und des Staates und das als geilen Krimi lobt, während man im realen Leben die Augen vor solchen Tatsachen verschlieszt und rumnölt.
Das ist meine persönliche Einschätzung meiner Situation. Wenn Internet, Öffentlichkeit und Webloggen einen Sinn macht, dann wohl am ehesten für solche Anliegen wie dieses hier.
Montag, Juli 26, 2004
[Polizeistaat-Paranoia]
"V-Mann soll Neonazi Wiese angestiftet haben"
"Der geplante Anschlag auf das Jüdische Zentrum in München soll von einem V-Mann des bayerischen Innenministeriums unterstützt worden sein. Das sagt die Anwältin des angeklagten Neonazis." meldet die Netzeitung
http://www.netzeitung.de/deutschland/297498.html
Sonntag, Juli 25, 2004
Auf dem Display hier sind etwa 1, 2, 3 Pixelfehler. Einen weiss ich gleich von Beginn an und der ist auch statisch immer an der gleichen Stelle in einer Ecke - allerdings natürlich nur bei bestimmten Farben sichtbar.
Irgendwann kam dann noch ein zweiter dazu, mehr mittig. Nicht schön, aber grade noch okay wenn das nicht regelmäszig so weiter geht.
Merkwürdigerweise aber tauchte irgendwann ein dritter auf aber der zweite verschwand - man könnte auch sagen, der zweite hat seine Position gewechselt.
Das beobachte ich nun schon über Wochen, dass dieser zweite Pixelfehler mal hier mal da im Display auftaucht. Und gehe ich mit dem Mauspfeil exakt darauf, erscheint eine Art Scroll-Symbol, mit dem sich aber weiter nix machen lässt - zumindest nach dem Stand meiner bisherigen Versuche.
Demnach scheint klar dass der Pixelfehler kein echter der Hardware ist, sondern irgendwie von Software produziert wird. Frage ist nach der Funktion und dem Sinn und Zweck und welches Programm das generiert.
Gibt bestimmt ein paar Witzbolde die verschwörerisch meinen, das wandernde fremde Pixel ist nun ein umgepoltes Licht-Detektor-Modul mit Camera-Funktion oder so.
Freitag, Juli 23, 2004
Ein Blogger auf der Liste schreibt mir Folgendes in die Kommentare (nicht von seiner Rechtschreibschwäche täuschen lassen - der Mann ist erwachsen). Weil ich es so schwerwiegend finde, möchte ich es hier ganz deutlich hervorheben:
"Sie herr Geo, Gehe, Jerome, oder wie auch immer, ich verstehe nicht, was sie hier sagen wollen.
Das alles beruht sicherlich noch immer auf einer Diskussion, die lange zurück liegt. Ich erinnere mich gut daran.
Auch erinnere ich mich, wie wir damals gelacht haben, vornehmlich über sie.
Heute schäme ich mich dafür, dass ich über sie gelacht habe, denn das war damals keine temporäre Dummheit ihrerseits, nein, sie sind offensichtlich krank.
Erklären sie mir mal eines, wir sind nicht in der Lage, das Netz permanent auf die Legalität seiner Inhalte zu überprüfen, schaffen es aber, alle user zu überwachen, die im Vergleich zu Webseiten absolut in der Mehrheit sind. Denken sie mal drüber nach, da passt was nicht.
Was sie hier von Menschen behaupten, die sie niemals kennen gelernt haben, ist eigentlich eine Frechheit, allerdings kommt es so dumm daher, dass alle über sie lachen. Fällt ihnen daran gar nichts auf?
Sie werden parodiert, belächelt (gut an manchen düsteren Stellen des Netzes auch mit Dreck beworfen) und man macht sich über sie lustig.
Ernsthaft, gehen sie in sich und denken darüber nach, selbst wenn man diese Überwachung betreiben wollte, hätte man nicht annähernd genügend Personal, um sie zu realisieren.
Aber und jetzt kommt das Witzige daran, wenn sie diese Idee weiter propagieren, kommt vielleicht irgendwann ein lustiges Kerlchen auf die idee, sie im Speziellen tatsächlich mal zu "observieren" und dann werden ihre schlimmsten Albträume wahr.
Und das wollen sie doch nicht, oder?
(Wie übrigens mit Sicherheit auch keiner derer, die auf der Liste auftauchen)
Löschen sie den Quatsch, in ihrem eigenen Interesse."
Dave-Kay | http://infol.antville.org und www.blog.it-luemmel.de
Soweit seine Äusserungen. Meine Antwort darauf:
Unbenommen haben Sie es gelernt, auf geschmeidig-joviale Art, ziemlich dreiste Unveschämtheiten in ihren Texten zu transportieren.
"Dann kommt vielleicht irgendwann ein lustiges Kerlchen auf die idee, sie im Speziellen tatsächlich mal zu "observieren" und dann werden ihre schlimmsten Albträume wahr."
"Löschen sie den Quatsch, in ihrem eigenen Interesse."
Zusammen mit
"Stell' dich dumm, dann geht's dir gut",
vor kurzem in Ihrem (mitlerweile verschlüsselten) Weblog (http://infol.antville.org), ist das eine deutliche Drohung!
Dazu die Äusserungen Ihrer Düsseldorfer Freundin www.moving-target.de (hier auch auf der Liste), vor längerem schon, Leute zu schicken, die gegen mich tätlich werden, ergibt das eine ziemlich deutliche Droh- und EinschüchterungsKulisse.
Staatlich gedeckt?
Wenn man sich vor Augen führt, dass ich kein Krimineller, sondern im Gegenteil das Opfer schwerkrimineller, gefährlich-perverser Münchner Ärzte bin - DAS ist bereits mein wahrgewordener Albtraum - die ich vor längerem schon strafangezeigt hatte, nur leider ohne Erfolg, und ich hier versuche, mit deutlichen Worten und Nachdruck, sowas wie Öffentlichkeitsarbeit wegen dieser Ungeheuerlichkeit zu leisten - auf eigene Kosten, dann werfen Ihr angebliches Gelächter, aber auch Ihre tatsächlichen Drohungen gegen mich, statt die schwerkriminellen Ärzte strafzuverfolgen, einen zwilichten Schimmer auf Ihren Geistes-Zustand und den Ihrer Mitlacher. Nicht selten haben leider grade die dümmsten Menschen und miesesten Charaktere die gröszte Macht.
Allein schon Ihre üppige Präsenz im Netz, Herr "Blog-Lümmel", "DaveKay", "kranker@infolantville" mit diversen, (monatlich?) neuen Weblogs, trotz angeblicher beruflicher Totalauslastung, finde ich schon bemerkenswert. Es sei denn, Sie bloggen beruflich.
Sie räumen immerhin ein, dass die Analyse, ihr seid Polizei-Blogger, richtig ist, denn Sie sagen selbst "Wir sind .... ".
Wenn angeblich sogar die Amis, die hier weiter weg vom Schuss sind als einheimische Interessenten, mit ihrem Echelon den gesamten deutschen eMail-Verkehr und sonstigen Traffic abfischen können, dann soll das für deutsche TechnoCops mit ihrem viel direkteren Zugriff auf die nur zwei Server-Cluster in Deutschland, u.a. bei Ihnen in Düsseldorf, nicht noch totaler möglich sein? Ich denke, SIE denken nicht richtig.
Tja - lachend geht die Welt unter. Naja, der deutsche Un-Rechtstaat ist nicht die Welt. Schicken Sie mir doch gerne mal einen Live-Mitschnitt Ihres Gelächters und das ihrer Truppe - vielleicht kann ich ja mitlachen.
Ich werde parodiert, sagen Sie. Nasowas - auf einer Stufe mit Politikern und anderen Leuten der Öffentlichkeit. Don't Küblböck me!
Aber sagen Sie, wie geht das eigentlich, jemanden zu parodieren, den Sie angeblich nur aus den SachTexten meines Blogs her kennen?! Na?
Durch dauernde Wiederholung Ihres ebenso bescheuerten wie dumpfen Krankheits-Vorwurfs wird der auch nicht richtiger oder auch nur besser. GuckenSe mal oben in den SubTitel dieses Blogs - können oder wollen Sie das nicht realisieren.
Der bekannte Physiker Stepen Hawking ist krank, gar ein Krüppel, Beethoven war krank/taub, als er seine Symphonien komponierte, der Musiker Ray Charles war krank/blind, ebenso Stevie Wonder, der Pianist Michell Petrociani sogar schwer krank, und und und.
In der deutschen Gesellschaft gibt es kaum noch Menschen die gesund sind/sich gesund fühlen - siehe dazu Eurostatistik - da schneiden wir Deutsche mit am Schlechtesten ab. "Krank" sagt in solchen Diskussionen rein gar nix - es ist lediglich ein Totschlag-PseudoArgument von Leuten, die nichts Seriöses auf der Pfanne haben.
Dennoch: Ist das Ihr Umgang mit Leuten, die Sie für krank halten - zu drohen? Ich habe irgendwie gelernt, Kranken zu helfen, wenn ich kann - wobei deren Situation über die Art der Hilfe bestimmt. Im Internet war ich lange auf der Suche nach rechtlichem und medizin-gutachterlichem Beistand - den ich jedoch nirgendwo gefunden habe. DA liegen die Probleme. Es scheint speziell die deutsche Art zu sein, die skrupellosen Sieger zu ehren und die Verlierer und Schwachen ganz am Boden zu halten - oder sie grade soweit wieder aufzurichten, dass sie volkswirtschaftlich produktiv werden können - alles andere interessiert nicht.
Ich weiss nicht, wer Sie und ihre Truppe bestellt hat, mich unter Druck zu setzen, mich zu drangsalieren. Die Medizin-Mafia oder die Justiz, der ich hier und anderswo ihre Verbrechen unter die Nase reibe, oder Politiker, denen ich mit meiner Kritik unangenehm auf die Pelle gerückt bin (Von wegen, hier regiert die Stärke des Rechts, nicht das Recht des Stärkeren).
Fazit: Sie räumen ein, Polizei-Blogger zu sein. Sie drohen mir wiederholt - der Grund bleibt unklar.
Vermutlich weil ich meinen Mund aufmache, mein Recht einfordere, um das mich dieser vermeintliche Rechtstaat betrogen hat und weiter betrügt, und Wahrheiten öffentlich sage, die nicht in die deutsche Bückling-Haltung und Duck-Mentalität passen und die offenbaren, dass dieser Staat tatsächlich ein repressiver Unrecht-Staat ist.
Es wurden in der Vergangenheit immer wieder hier vor Ort meine Fahrzeuge beschädigt und Dinge gestohlen, wenn ich mich im Internet kritisch geäussert hatte. Ich weiss, dass mindestens einmal heimlich Leute während meiner Abwesenheit in meiner Wohnung waren. Ich denke, Ihr habt einfach zu lange den Eindruck bekommen, mit mir könnt ihr verfahren wie es euch beliebt - das hat sich bei euch festgesetzt und produziert eine Anspruchshaltung.
Meine Strafanzeige beim Gericht in dieser Sache vor einigen Wochen scheint euch nicht weiter zu stören - nur dass Sie ein, zwei, drei Tage nach meiner Strafanzeige ihr Haupt-Weblog verschlüsselt haben, fiel mir auf - Sie werden sagen, das war Zufall.
Dienstag, Juli 20, 2004
bringt der Vergangenheit nichts.
Macht aber dann Sinn, wenn er zum Weiterdenken anregt und damit für faschistoide Verhältnisse der Gegenwart die Augen zum Blick hinter die Kulissen des schönen Scheins öffnet - und daraus dann vielleicht sogar in Handlung mündet.
Einer der militärischen Widerständler gegen das NaziRegime, Helmuth James Graf von Moltke, sagte 1942:
Für uns ist Europa weniger eine Frage von Grenzen und Soldaten, von komplizierten Organisationen und großen Plänen. Europa nach dem Krieg ist die Frage: Wie kann das Bild des Menschen in den Herzen unserer Mitbürger aufgerichtet werden.
Aufrichten. Das Bild vom Menschen. Nicht irgendwo.
Im Herzen.
Montag, Juli 19, 2004
Es ist jedoch nicht die Dekonstruktion an sich, die verantwortungsbewussten Liberalen Sorgen bereitet - es ist die politische Orientierung viel gelesener Blogger wie Andrew Sullivan oder Glenn Reynolds. "Wie Talk Radio", die reinen Wortsender, so die britische Zeitschrift New Statesman, seien Blogs "von der politischen Rechten dominiert" - rechts, konservativ, ....
Aus einem Text in der Süddeutschen Zeitung vom letzten WE über die US-Amerikanische Bloggerszene. Dürfte hier ähnlich sein - auch meiner Erfahrung nach.
Sonntag, Juli 18, 2004
"Behindertenheime, Gefängnisse, Krankenhäuser [Hervorhebung von mir] oder Flüchtlingsunterkünfte sind Einrichtungen, die den Totalzugriff auf deren »BewohnerInnen« bzw. Insassen ermöglichen.
Innerhalb geschlossener »Räume« können rationierende Maßnahmen oder klinische Experimente unter weitgehendem Ausschluss der Öffentlichkeit organisiert werden. Anstalten sind »Laboratorien« der Macht (Michel Foucault)."
Zitiert aus www.bioskop-forum.de/index.html
Die ÜberwachungsTechnologie halte ich für so perfektioniert und die Überwachungs-Gier von Teilen des Staates für so skrupellos, dass sogar die PrivatWohnung der Bürger zu Teilen einer "Anstalt" gemacht werden - sprich: Der Bürger wird daheim akustisch und visuell überwacht und bekommt dann zB via Internet die ständige Rückmeldung, dass man ihn permanent auch daheim im Visier habe - ihm wird also bewusst gemacht, dass nicht mehr ER sein Leben kontrolliert, sondern mächtigere Instanzen. Die grundgesetzlich verankerte "Unverletzlichkeit der Wohnung" wird fröhlich ignoriert.
Zusätzlich wird er durch Präsentation ausgewählter Internet-Inhalte konditioniert: Ist sein Verhalten unerwünscht, wird er verbal frustriert und seine Probleme werden zerredet und relativiert.
Sagt er zB, er fühle sich totalüberwacht - dann werden ihm via Internet ein paar Fotos anderer Wohnungen gezeigt, um ihm das Gefühl zu geben, auch er habe Einblick in fremde Privatleben und sei somit auch ein befriedigter Voyeur.
Oder wenn er klagt, die angelegten Daumenschrauben bereiten ihm starke Schmerzen - dann klagen ihm plötzlich andere via Internet, sie hätten grade auch wieder einen unglaublich schmerzhaften Mückenstich. Und so weiter.
Manipulieren, suggerieren, relativieren, konditionieren. Wie nennt man das? Social-Engineering? Psycho-Terror? Zersetzungs-Technik? Gehirnwäsche? Das ist keine Vision - das ist Realität.
"Bis vor kurzem noch war der menschliche Körper bezogen auf seine Verwertbarkeit »nur« stofflicher Träger der »Arbeitskraft«. Er ließ sich ausbeuten, kräftigen oder wiederherstellen. Heute ist der Körper auch als solches verwertbar: So sind auch Teilstücke und Substanzen zum Rohstoff geworden. Sie werden zunehmend im industriellen Maßstab verfügbar, beispielsweise in Form von Blut, Gewebe, Organe, Föten, Keimzellen. Das Diktat der Produktivität dringt (im wahrsten Sinne des Wortes) unter die Haut. Alle Zeichen des Körper-Marktes stehen auf Wachstum. Die Körpersubstanzen aller bekommen einen »Wert«- und »Warencharakter«. Das hat dramatische Folgen.
Die Frage nach dem »Nutzen« von Körperbestandteilen wird allgegenwärtig: Muss ich einen Organspendeausweis ausfüllen? Kann ich Organe nachfragen oder zur Verfügung stellen? Soll nicht zum Nutzen anderer von Nabelschnurblut oder vom Embryo Gebrauch gemacht werden? Auch die juristischen Zugriffe werden zudringlicher. Wer bestimmt über die neuen »Rohstoffe«? Eine neue Patentierungspraxis behandelt diese Stoffe, aus denen der Körper besteht, als eigentumsfähig. Wo führen Patente auf Menschen-Substanzen langfristig hin?
Kritische Aufsätze zur Transplantationsmedizin, Zellfabrikationen, sowie Grundsätzliches und Aktuelles zur Patentierung und zum Körper als eigentumsfähiger Sache finden Sie hier:" http://www.bioskop-forum.de/index.html
Mittwoch, Juli 14, 2004
Montag, Juli 12, 2004
Bekanntlich wurde am WE in Frankfurt a. M. eine islamische Moschee von Polizei komplett durchsucht.
In den Nachrichten heisst es, die ganze Aktion beziehe sich allein auf einen einzigen Hinweis eines einzelnen Kindes, das gesagt hatte, es sei dort gezwungen worden, sich ein Enthauptungs-Video anzusehen.
Dem gegenüber steht die Erfahrung, dass ein Erwachsener eine fundierte Strafanzeige mit schwersten Vorwürfen gegen einen Arzt stellt - aber nichts passiert - ausser dass nicht der Täter, sondern das anzeigende Opfer observiert und drangsaliert wird. Der furchtbare Arzt im weissen Kittel bleibt unbehelligt und darf mit seiner nur scheinbar weissen Weste weiterhin alle blenden und Patienten zu Opfern operieren.
Es ist kein deutscher Arzt auffindbar, der seriös gegen seinen menschenverachtenden Kollegen gutachtet und auch die Justiz deckelt nicht den Täter sondern das Opfer. Zustände in Deutschland, die ich für faschistoid halte.
Nichts neues - aber das macht die Sache nicht besser.
Der Staat hat das sog. Gewaltmonopol inne. Das heisst, der Bürger als Opfer einer Straftat tritt sein Recht, auf Bestrafung des Täters, an den Staat ab. Mit diesem, dem Staat hinzu gewonnenen Recht, ist dem Staat aber im Gegenzug, quasi als Komplement, die Pflicht zugekommen, dieses Recht zu wahren und in Realität umzusetzen. Rechte ziehen Pflichten nach sich - Pflichten ziehen Rechte nach sich.
Der Staat hat bei schweren Straftaten keinen BeliebigkeitsSpielraum - hier gilt nicht das OpportunitätsPrinzip - sondern eine Pflicht, den Täter zu bestrafen, Schadenersatz zu fordern und das Opfer zu entschädigen, ihm weitestgehende Genugtuung zukommen zu lassen. Alle Beteiligten wissen oder können wissen, um das, was Gesetz ist - umso mehr, was Grund- und Menschenrechte sind.
Fatal ist es, wenn der Staat nicht mal seine eigenen, selbst erlassenen Gesetze befolgt - und die Umstände so sind, dass man das binnen-juristisch nicht aufarbeiten kann. Ist das Rechtstaat? Nein!
Bei Bestrebungen, das Grundgesetz ausser Kraft zu setzen, gibt Artikel 20 (4) des GG allen Bürgern das Recht, dagegen Widerstand zu leisten. Wobei dieses Recht wohl nicht nur bei aktiven Bestrebungen gelten kann, sondern auch bei Verhalten, dass im Effekt die Grundrechte unterhöhlt, resp. wirkungslos sein lässt - und Widerstand dagegen könnte wohl durchaus auch ein aktiver Widerstand sein. Abgegebene Rechte, die nicht verwirklicht werden, entbinden auch von der Verwirklichung der dazu komplementären Pflicht.
Freitag, Juli 09, 2004
"Wer nicht mit hinreichender Sicherheit überschauen kann, welche ihn betreffende Informationen in bestimmten Bereichen seiner sozialen Umwelt bekannt sind, und wer das Wissen möglicher Kommunikationspartner nicht einigermaßen abzuschätzen vermag, kann in seiner Freiheit wesentlich gehemmt werden, aus eigener Selbstbestimmung zu planen oder zu entscheiden. Mit dem Recht auf informationelle Selbstbestimmung wären eine Gesellschaftsordnung und eine diese ermöglichende Rechtsordnung nicht vereinbar, in der Bürger nicht mehr wissen können, wer was wann und bei welcher Gelegenheit über sie weiß."
GerichtsUrteil zur Volkszählung (Anfang der 80er)
Donnerstag, Juli 08, 2004
Befragt wurden Bürger aus 13 europäischen Ländern.
Deutschland liegt bei den GesundheitsAusgaben - in PROZENT aller KonsumAusgaben - an fünfter Stelle - davor nur Griechenland, Portugal, Holland, Belgien.
Bei der Selbsteinschätzung der Gesundheit gab es jeweils zwei Abstufungen für positive und für negative Qualität (gut / sehr gut) und (befriedigend / schlecht bis sehr schlecht).
In fast allen Ländern der EU stuft die Mehrheit der Bürger ihren eigenen Gesundheitszustand als gut bis sehr gut ein. Lediglich in zwei Ländern nicht: Portugal und Deutschland.
Ihren eigenen GesundheitsZustand sogar als schlecht bis sehr schlecht schätzten mit dem Höchstwert von fast 20 % nur die Bevölkerung in Deutschland und Portugal ein - neben Italien (11%) die einzigen mit zweistelliger Zahl!
Quelle: Eurostat
Der Eindruck daraus, dass in Deutschland Leid, Elend und Siechtum zu Hause sind - schön kaschiert von materiellem Wohlstand - dieser statistische Eindruck wird auch von meiner eigenen Wahrnehmung gestützt.
Gehe ich durch die Strassen der Stadt, sehe ich auffällig viele Kranke und Elende - und ich selbst fühle mich auch so. Wobei die meisten sich vermutlich kaum auf die Strassen trauen oder es nicht mehr können.
Ich finde diesen Zustand hier zu Lande ein erbärmliches Zeugnis ethisch-moralischer Armut der Verantwortlichen für unser Gesundheitswesen (Ärzte, Funktionäre, Politiker). Was nützt der ganze materielle SchnickSchnack, wenn die Gesundheit mit Füszen getreten wird und vor die Hunde geht.
Der alte deutsche Verwertungs- und Verwurstungs-Gedanke der Nazizeit, Menschen als wirtschaftlich verwertbares oder wertloses Material zu sehen, herrscht immer noch in allzuvielen deutschen Köpfen. Ein faschistoides Land eben.